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Nachrichten aus Serbien

Was für ein unerträgliches Drama, der unermüdlicher Anführer opfert sich heldenhaft am idyllischen Borsko-See auf, um Serbien vor der schmerzhaften Realität zu verschonen, dass er tatsächlich irgendwann nach Belgrad zurückkehren muss.
Während er dort ganz uneigennützig "harte Arbeit“ vorschiebt, lässt er uns gnädigerweise bis zum 3. Oktober zappeln, um uns dann mit einem absolut "unerwarteten“ Spektakel in der Arena zu beglücken. Die Ankündigung eines "riesigen, wirklich riesigen Spezialgastes“ lässt einen vor lauter Originalität fast in Ohnmacht fallen. Es ist wirklich rührend, ich muss mir die Tränen wegwischen, wie er im Vorfeld noch schnell den Süden des Landes mit seiner bloßen Anwesenheit segnet, nur damit die Massen pünktlich um 17 Uhr für die nächste perfekt inszenierte Vision strammstehen können. Ein Glück, dass er uns via Instagram an diesem monumentalen Staatsakt teilhaben lässt, ohne seine täglichen Social-Media-Predigten wüssten die serbischen Bürger schließlich gar nicht, wie echte Demut aussieht.
 
Naja, dann des Möchtegern-Großserben, der Name seiner Partei "Ujedinjena Srbija", die Namenswahl ist in der Tat ein geschicktes linguistisches Deja-vu für alle, die dachten, die Rhetorik der 1990er-Jahre wäre Geschichte. Es ist doch absolut herzerwärmend zu sehen, wie ein "Vereintes Serbien“ im Jahr 2026 rein zufällig genau die nostalgischen Gefühle weckt, bei denen den Nachbarstaaten auf dem Balkan sofort der kalte Schweiß ausbricht. Aber keine Sorge, dieses Mal geht es ganz friedlich nur um das "Vereinen“ von Wählerstimmen, die Sehnsucht nach den alten, großflächigen Grenzen wird vom visionären serbischen Landesvater völlig uneigennützig als kostenloser Marketing-Effekt obendrauf gepackt.
Aber, wenn man bedenkt, dass er Propagandaminister bei Schlächter vom Balkan, Milosevic, war und seine Hetz- und Hassrede in Glina und sein für "1 toten Serben, 100 tote Muslime".
 
Serbien hat eine neue Präsidentin
Der scheidende serbische Präsident Aleksandar Vučić, der gestern Abend vor laufenden Fernsehkameras in einer Live-Übertragung seinen Rücktritt unterzeichnet hat, hat heute das Amt an die Parlamentspräsidentin Ana Brnabić übergeben, die vorübergehend die Befugnisse des Staatsoberhauptes übernimmt und diese bis zu den Präsidentschaftswahlen Ende Dezember ausüben wird.
Vučić trat zurück mit der Absicht, sich – wie er sagte – „als einfacher Bürger“ in den Wahlkampf für die für den 25. Oktober angesetzten Wahlen einzubringen. Nach diesen Wahlen beabsichtigt er, falls die Serbische Fortschrittspartei gewinnt, Premierminister zu werden.
„Ich weiß, dass Aleksandar Vučić in einen neuen Kampf zieht, und ich wünsche ihm viel Glück. Ich werde den Platz bis zur Wahl des Präsidenten der Republik Serbien freihalten“, betonte Brnabić, die sich derzeit in einem technischen Mandat befindet, nachdem Vučić zuvor das Parlament aufgelöst hatte, um vorgezogene Parlamentswahlen auszurufen.
Vučić wurde 2017 zum ersten Mal und 2022 zum zweiten Mal in das Amt des Staatsoberhauptes gewählt. Seine zweite Amtszeit – nach der er laut Verfassung nicht wieder in dieses Amt gewählt werden dürfte – verkürzte er jedoch acht Monate vor deren Ablauf. Dies tat er, um als Spitzenkandidat der Wahlliste der Serbischen Fortschrittspartei „Aleksandar Vučić – Vereinigtes Serbien“ am Wahlkampf teilzunehmen.
Der Rücktritt folgte auf monatelange regierungsfeindliche Proteste, die durch den Tod von 16 Menschen beim Einsturz eines Vordachs am frisch renovierten Bahnhof in Novi Sad am 1. November 2024 ausgelöst worden waren.
Die Proteste wurden – neben Blockaden von mehr als 60 Fakultäten staatlicher Universitäten und einer zeitweise harten Repression der Behörden – von einer Studentenbewegung angeführt, die eine eigene Liste mit 250 Abgeordnetenkandidaten für die bevorstehenden vorgezogenen Parlamentswahlen aufgestellt hat.
Beim Ausscheiden aus dem Amt nutzte Vučić seine präsidialen Befugnisse und erließ eine Entscheidung zur Begnadigung und Abolition von 49 Personen. Unter ihnen befinden sich 12 Studenten und Aktivisten der sogenannten „Novi-Sad-Gruppe“, denen der Versuch einer gewaltsamen Änderung der Verfassungsordnung vorgeworfen wird, sowie 11 seiner eigenen Anhänger, die an Vorfällen und Angriffen auf Studenten und Demonstranten beteiligt waren.
In einer Zusammenfassung seiner Zeit im Amt des Staatsoberhauptes sagte Vučić, dass es für ihn das Wichtigste gewesen sei, seinem Volk und dem Land zu dienen, das er „am meisten auf der Welt“ liebe.
„Ich habe treu, ehrenhaft und ehrlich gedient“, sagte Vučić, dessen achteinhalb Jahre im Amt des serbischen Präsidenten – und zuvor im Mandat des Ministerpräsidenten – von zahlreichen Kontroversen sowie vielen unerfüllten Versprechen begleitet waren. Dazu gehörte unter anderem das Versprechen, dass Serbien bis 2026 die Bedingungen für die Aufnahme in die Europäische Union erfüllen würde.
Serbien hat seit dem 1. März 2012 den Status eines Beitrittskandidaten der Union, und die Serbische Fortschrittspartei kam nach den Wahlen im Mai desselben Jahres an die Macht.

 
Wie unglaublich selbstlos von Möchtegerndespoten Vucic, von seinem Thron herabzusteigen und sich als "einfacher Bürger“ unter das Fußvolk zu mischen, man sieht ihn förmlich schon in der U-Bahn Flyer verteilen.
Es grenzt an ein verfassungsmäßiges Weihnachtswunder, dass er seine Präsidentschaft acht Monate früher beendet, nur um nach der Wahl völlig überraschend und absolut unbeabsichtigt als Premierminister die Fäden weiterzuziehen. Ein genialer Schachzug ist auch sein Abschiedsgeschenk, er begnadigt einfach die Studenten, die er monatelang jagen ließ, und packt praktischerweise seine eigenen gewalttätigen Schläger ins selbe Paket, das nennt man wohl gelebte Work-Life-Balance in einer lupenreinen Demokratie. Kampflesbe Ana wird den Thronsessel bis Dezember im perfekten Zustand halten, während Möchtegerndiktator Vucic uns mit der frohen Botschaft beglückt, dass Serbien das versprochene EU-Beitrittsziel für 2026 mit Bravour verfehlt hat.
 
Informer: Schäm dich, Paunović! Seht euch an, wie sich der ehemalige Bürgermeister von Paraćin verhält – Er führt Blockierer gegen seine eigene Stadt an
Saša Paunović, der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Paraćin und Funktionär der Demokratischen Partei (DS), hat gestern auf beschämende Weise gezeigt, welches Verhältnis er zur Geschichte seiner Stadt und zu seinen Mitbürgern hat. Weder Respekt noch Kultur!

Während gestern, am Tag der Stadt, dem 27. September, im Stadttheater eine feierliche Akademie in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Vertreter der Partnerstädte Jablanica und Kotor Varoš stattfand, versammelte Paunović – der selbst 16 Jahre lang an eben diesem Rednerpult anlässlich desselben Feiertags stand – wie ein Straßenbengel seine Anhänger, um zu pfeifen und zu provozieren.

Im Laufe des Tages beschäftigte sich der ehemalige Bürgermeister über die sozialen Netzwerke mit der Organisation des Protests.
Indem er sich hinter den bereits abgenutzten Worten „Studenten in Paraćin haben ein Treffen angesetzt...“ versteckte, stellte sich Paunović an die Spitze. Dabei ist er kein Student, sondern der Vorsitzende des Exekutivausschusses der DS.

Ihre Absicht war klar – diesen wichtigen Tag in der Geschichte der Stadt zu ruinieren.
Die Anhänger der SNS (Serbische Fortschrittspartei) organisierten sich daraufhin spontan selbst und gingen ebenfalls auf den Branko-Krsmanović-Platz, um der Wahlliste „Ujedinjena Srbija“ (Vereinigtes Serbien) ihre Unterstützung auszusprechen.
Das „Treffen“ der versammelten Gruppen wurde von der Polizei abgesichert. Nach einer halben Stunde zogen die versammelten Blockierer jedoch ab und begaben sich an einen anderen Ort.

 
Ein wahres Verbrechen gegen die Menschlichkeit, da erdreistet sich die Opposition doch tatsächlich, am heiligen Tag der Stadt mit Trillerpfeifen die mühsam inszenierte Festakademie der Obrigkeit zu stören.
Es ist absolut herzergreifend, wie das Regimemedium Informer pflichtbewusst in tiefe moralische Schockstarre verfällt, weil ein Ex-Bürgermeister kein braver, stiller Student mehr ist. Ein Glück, dass die regierungstreuen SNS-Anhänger völlig "spontan“ und rein zufällig mit perfekt vorbereiteten Transparenten für das "Vereinte Serbien“ herbeigeeilt sind, um den Platz zu retten. Aber keine Sorge, nach nur 30 Minuten kontrolliertem Gegenlärm war der Spuk vorbei und die Weltordnung im serbischen Paralleluniversum wieder vollkommen hergestellt. Man darf gar nicht darüber nachdenken, wie die Demokratie ohne solche sachlichen und komplett unparteiischen Medienberichte überhaupt überleben sollte.
 
Aber alo: Aleksandar Vučić spricht: „Sie haben sich für die Zeit nach den Wahlen mehrere Varianten ausgedacht... Und das haben sich Ausländer ausgedacht“
Aleksandar Vučić, der Spitzenkandidat der Liste „Aleksandar Vučić – Vereinigtes Serbien“, wandte sich heute Abend live über Facebook und TikTok an die Öffentlichkeit.

Vučićs Ansprache
• „Heute Abend haben wir etwas anderes: Das ist ein Hotel am Borsko-See, und wir haben das hier nett hergerichtet, es ist nicht gerade das modernste... Hier werde ich heute Abend schlafen, morgen wird es noch interessanter, aber auf jeden Fall war der heutige Tag, abgesehen von dem nicht ganz einfachen Abschied, besonders.“
• „Es war heute Morgen also nicht einfach, besonders mit den Menschen, mit denen ich 10 Jahre lang zusammengearbeitet habe.“
• „Irgendwie bin am Ende ich zu den guten alten Zeiten zurückgekehrt, in denen ich mich frei äußern kann, ohne jegliche Zurückhaltung und vielleicht sogar noch leichter. Auf jeden Fall ein anstrengender Tag, die Fahrt hat mich erschöpft und das war mein größtes Problem, die größte Plackerei, aber alles andere war super.“
• „Wir haben uns das für Sie auf Facebook und TikTok so gedacht, dass wir uns auf eine besondere, andere Art präsentieren. Wir versuchen, auf all das zu antworten, was sich die ‚Allerklügsten‘ im Laufe des Tages ausgedacht haben – auf all ihre Angriffe, all ihre Bemerkungen, all ihre Kritiken. Denn alles, was ich früher nur in geringerem Maße tun konnte, kann ich heute in vollem Umfang tun, und ich bin bereit, Antworten auf das zu finden, wovon die Leute glauben, es sei unmöglich, eine Antwort darauf zu finden.“
Fünf Punkte der Blockierer
„Stellen Sie diese Fragen und ich werde versuchen, sie zu beantworten.“
Der Blockierer Ilija Pandurović fragt sich bzw. antwortet auf seinem Twitter-Account auf die Frage: „Warum verliert Vučić jetzt an Boden?“ Er nennt dazu folgende Punkte: „Erstens: Weil die Studentenbewegung keinen Anführer hat, den die Machthaber und Ausländer kaufen, erpressen oder unter Druck setzen können.“
• „Da stecken mehrere Punkte drin, nicht wahr? Gehen wir sie also der Reihe nach durch“, sagte Vučić.
• „Sehen Sie, wie falsch und verlogen diese These ist. Sie haben niemanden. Sie haben weder jemanden mit einer Idee, noch mit einem Programm, noch mit einem Plan. Da sie niemanden mit irgendetwas davon haben, ist es jedem und allen völlig egal. Was die Ausländer betrifft, so biedern sie sich ihnen selbst an. Und das sind keine Anführer, da es ja keine Anführer geben darf, sondern sie bieten sich alle für den eigenen Profit an. So verlangen sie Treffen an geheimen Orten in Berlin mit prominenten Agenten ausländischer Geheimdienste. So bitten sie in Brüssel an ähnlichen Orten um jede Art von Hilfe, und zwar bei Leuten, die teils unserer, teils ausländischer Herkunft sind und von denen sie genau wissen, dass es sich um Angehörige anderer Sicherheitsdienste handelt. Völliger Unsinn. Man muss ein Rückgrat haben, man muss eine Haltung haben, um Erpressungen abzuwehren, und nicht einfach ein Niemand und unsichtbar sein, um das als Heilmittel gegen jegliche Erpressung zu verkaufen.“
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Es ist wirklich herzergreifend zu sehen, wie der frischgebackene "einfacher Bürger“ im nicht ganz so modernen Hotel am Borsko-See hockt und via TikTok und Facebook den heroischen Kampf gegen das Böse koordiniert.
Ein medizinisches Wunder ist es auch, wie er ohne jede politische Funktion rein unterbewusst spürt, dass die bösen Geheimdienste aus Berlin, Brüssel und, man höre und staune. Montenegro extra Überstunden einlegen, nur um seinen wohlverdienten Schlaf zu stören.
Dass die böse Studentenbewegung völlig unfairerweise ohne käuflichen Anführer antritt, ist natürlich ein übler Verstoß gegen die serbischen Spielregeln. Aber zum Glück steht die unbezahlbare Spezialeinheit "Kobre“ dem bescheidenen Ex-Präsidenten und Möchtegerngenozidler auch weiterhin beim privaten Autofahren zur Seite, während er völlig uneigennützig verspricht, die Wählerstimmen bis zur allerletzten Träne eines weinenden Opas eigenhändig zu verteidigen.
Ein echtes Trauerspiel, dass die bösen Ausländer sich so viel Mühe mit ihren finsteren Plänen gegeben haben, wo der visionärer Landesvater den Text des Drehbuchs doch schon längst auswendig kennt.
 
Wir alle hoffen dass die Ustase , die Serbien zerstören wollen weil sie es hassen, bei den Wahlen ihre gerechte Strafe bekommen.

So wie Jesus für uns den Weg ans Kreuz gegangen ist um uns zu erlösen, so geht Vucic den Weg zum Premierminister auch wenn er noch so beschwerlich ist.


Das hätte niemand anders für uns getan! Europa braucht Aleksandar Vucic, denn ohne ein starkes Serbien sind wir alle verloren. Ich will jedenfalls von der CIA nicht zu einem schwulen Trans gemacht werden.
 
Wir alle hoffen dass die Ustase , die Serbien zerstören wollen weil sie es hassen, bei den Wahlen ihre gerechte Strafe bekommen.

So wie Jesus für uns den Weg ans Kreuz gegangen ist um uns zu erlösen, so geht Vucic den Weg zum Premierminister auch wenn er noch so beschwerlich ist.


Das hätte niemand anders für uns getan! Europa braucht Aleksandar Vucic, denn ohne ein starkes Serbien sind wir alle verloren. Ich will jedenfalls von der CIA nicht zu einem schwulen Trans gemacht werden.
So ironisch das klingt, einige Menschen sehen das leider genau so ...
 
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