Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Die ukrainische Bloggerin Wladislawa Rogowenko wurde in den USA inhaftiert: Medienberichten zufolge hat sie im betrunkenen Zustand ihren Freund verprügelt.
Dem Polizeibericht zufolge schlug sie ihrem Partner während eines Streits dreimal. Obwohl dieser eine Erklärung unterzeichnete, dass er keine Ansprüche geltend mache, wurde die junge Frau dennoch ins Gefängnis gebracht. Nach den Gesetzen Floridas droht ihr eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Rogowenko ist durch Fernsehformate wie „Supermodel po-ukrainski“ (Supermodel auf Ukrainisch), „Ot pazanki do baryschni“ (Vom Raufbold zur Dame) und „Supermama“ bekannt.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Russland setzt für die Drohnenmontage Zwangsarbeiter aus Nordkorea ein
In der Fabrik für die Montage von „Shahed“-Kampfdrohnen in der Sonderwirtschaftszone „Alabuga“ könnten bis zu 12.000 nordkoreanische Staatsbürger arbeiten. Laut einem Bericht des CSIS und des George W. Bush Institute erhalten sie einen Stundenlohn von etwa 2,50 US-Dollar, wobei das Regime von Kim Jong-un 70 bis 90 Prozent dieses Verdienstes einbehält. Zudem werden junge Frauen aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern – denen die Pässe abgenommen werden – sowie russische Jugendliche ab 15 Jahren unter dem Vorwand eines „schulischen Praktikums“ für die Montage eingesetzt.

Das Werk produziert monatlich mehr als 5.500 Drohnen. Die Belegschaft soll von derzeit etwa 1.000 auf rund 40.000 Personen aufgestockt werden. Etwa 80 Prozent der kritischen Elektronik in den russischen Drohnen stammen aus China. Die Verfasser des Berichts fordern die USA dazu auf, Sanktionen gegen Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu verhängen, die an der Anwerbung dieser Arbeitskräfte beteiligt sind. Zudem schlagen sie vor, unter dem Dach der UN eine internationale Untersuchungsgruppe einzusetzen.
 
Der Ukrainer leitete ein groß angelegtes Geldwäschenetzwerk in Polen, über das 337 Millionen Zloty (rund 79 Millionen Euro) flossen. In dem Fall seien acht Ukrainer und ein belarussischer Staatsbürger festgenommen worden, berichteten polnische Geheimdienste und die Staatsanwaltschaft.

Nach Angaben der Ermittler wusch die Gruppe von Februar 2025 bis Juli 2026 Gelder, die sie durch Internetbetrug erhalten hatte, unter anderem über fiktive Anlageplattformen und Kryptowährungsbetrug.

Kuriere in teuren Autos holten Bargeld an vorher vereinbarten Orten ab. Zur Identifizierung zeigten sie ein Foto einer halben zerrissenen Banknote mit sichtbarer Seriennummer. Das Geld wurde dann an Kryptowährungsbörsen geliefert, wo es ohne obligatorische Schecks angenommen wurde. Ein Teil der Gelder wurde auf Bankkonten überwiesen, ein Teil wurde in versteckten Autos ins Ausland gebracht. Auch fiktive Goldkäufe dienten dazu, die Herkunft des Geldes zu verschleiern. Der Großteil der Gelder wurde schließlich in Kryptowährungen überwiesen.

Festnahmen fanden in Warschau, Lodz und der Region Kleinpolen statt. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, zwei weitere wurden gegen Kaution mit Ausreiseverbot freigelassen. Bei den Durchsuchungen wurden Bargeld und Gold im Wert von mehr als einer Million Zloty beschlagnahmt. Den Verdächtigen drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis. An der Spitze des Plans stand ein 34-jähriger ukrainischer Staatsbürger.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Nach dem Botschafter plant Südkorea, einen Teil des Personals seiner Vertretung aus der Ukraine abzuziehen; dies berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Außenministerium.
Ein diplomatischer Eklat zwischen den beiden Ländern entbrannte, nachdem Selenskyj Informationen über die Übergabe nordkoreanischer Gefangener an Seoul öffentlich gemacht hatte.
 
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


„Tausend russische Panzer bewegten sich auf einer betonierten Straße vorwärts. Bei ihrer Höchstgeschwindigkeit – genau 48 Meilen pro Stunde (etwa 77 km/h) – hätten sie die Ukraine in vier Stunden erreicht. Nichts hätte sie aufhalten können. Der Krieg wäre an einem einzigen Tag beendet gewesen. Und dann kam dieser überaus törichte General – ich habe keine Ahnung, wer das war. Ich bezweifle, dass er noch immer seinen Posten innehat. Mehr noch: Ich bezweifle, dass er überhaupt noch am Leben ist. Er beschloss, rechts auf landwirtschaftliche Flächen abzubiegen, dann nach links zu schwenken und in Richtung Kiew zu fahren – anstatt auf der Straße zu bleiben, einer betonierten, durchaus guten Straße, auf der sie sehr erfolgreich vorankamen. Nach dreieinhalb bis vier Stunden wäre der gesamte Krieg vorbei gewesen. Letztendlich blieb er im Schlamm stecken.“
-----------------------------------------

Es scheint, als bedauere er, dass Putin 2022 die Ukraine nicht eingenommen hat. Vielleicht wäre er sogar bereit gewesen, ihm später auch noch das Baltikum zu überlassen – wer weiß.
 
Bewegung in Ukraine-Friedensdiplomatie
In die diplomatischen Bemühungen um Frieden in der Ukraine kommt offenbar Bewegung: Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo reist US-Unterhändler Steve Witkoff weiter nach Russland. Das gab der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Störe am Dienstagabend bekannt, der mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb Gastgeber der Gespräche in Norwegen war. Dabei sollen laut Störe „die Vorschläge, die europäische und US-Kollegen erarbeitet haben“, vorgelegt werden.

Die norwegische Hauptstadt ist ein neuer Schauplatz in den bisher erfolglosen Friedensbemühungen für das von Russland seit viereinhalb Jahren mit einem verheerenden Angriffskrieg überzogene Land. Auch das Format ist neu. An dem Treffen nahmen Selenskyj, Witkoff, Störe und Stubb an Ort und Stelle teil.

Außerdem waren neben US-Unterhändler Jared Kushner nach Angaben norwegischer Medien auch Vertreter mehrerer europäischer Länder, darunter Deutschland, sowie der EU und der NATO per Video zugeschaltet. Europa müsse mit den Konsequenzen des Krieges in der Ukraine leben, sagte Störe. Deshalb sei es angebracht, dass die europäischen Staaten eine zentralere Rolle in den Verhandlungen spielten als bisher.

Selenskyj: Sind bereit für Verhandlungen

 
Es scheint, als bedauere er, dass Putin 2022 die Ukraine nicht eingenommen hat. Vielleicht wäre er sogar bereit gewesen, ihm später auch noch das Baltikum zu überlassen – wer weiß.

Natürlich bedauert Trump dies. Nicht nur das Baltikum, vermutlich auch die ehemalige DDR, erinnert doch auch irgendwie an die 30er Jahre als man Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt hat.
 
Der republikanische US-Senator Thom Tillis aus North Carolina über Patriot-Raketen: „Ich will wissen, wer in der Regierung diese Lieferungen blockiert. Dabei werden die Raketen nicht einmal aus unseren eigenen Beständen genommen. Es geht lediglich darum, ihre Weitergabe durch andere europäische Staaten zu erlauben. Wer auch immer diese Person ist, an ihren Händen klebt genauso viel Blut wie an denen von Wladimir Putin.“ (21. Oktober 2026)

 
Dobropillja: Russische Soldaten sterben zu Hunderten, Moskau schickt weitere Männer in die ukrainischen Stellungen
Die ukrainische Nationalgarde hat Aufnahmen einer Straße bei Dobropillja veröffentlicht, auf der zahlreiche tote russische Soldaten liegen. Die 20. Brigade „Ljubart“ dokumentierte damit die Folgen russischer Versuche, sich über mehrere Wege in ukrainische Stellungen einzuschleusen. Nach Angaben des Militärbeobachters Playfra treffen in diesem Gebiet 3 solcher Vormarschrouten zusammen. Die ukrainischen Verteidiger könnten dort erhebliche Verluste verursachen, selbst auf Gelände, das offiziell unter russischer Kontrolle stehe. Die Bilder lassen erahnen, welchen Preis Moskau für seine Geländegewinne bezahlt. Über die tatsächliche Zahl der Toten lassen die veröffentlichten Angaben allerdings keine abschließende Aussage zu.

Die Lage für die Ukraine bleibt trotzdem gefährlich. Der französische Militäranalyst Clément Molin berichtet, dass russische Soldaten inzwischen in Dobropillja eindringen und einzelne Stadtviertel keiner Seite mehr eindeutig zugeordnet werden könnten. Er vergleicht die Situation mit den Kämpfen um Kostjantyniwka vor einem Jahr. Ukrainische Einheiten hielten weiterhin die Flanken, dahinter seien Verteidigungsstellungen vorbereitet. Auch verfüge die Ukraine noch über Reserven, während Russland versuche, vor dem Winter möglichst viel Gelände zu besetzen. Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, wird es für vorrückende Soldaten schwieriger, sich vor ukrainischer Aufklärung zu verbergen.

Bei Lyman meldet der ukrainische Brigadegeneral Andrij Bilezkyj einen besonders schweren Schlag gegen die russische 144. motorisierte Schützendivision. Im Verlauf der Operation „Vivaldi“ habe diese ihre Fähigkeit verloren, als geschlossener Kampfverband zu operieren. Ursprünglich sollte sie nach seinen Angaben auf Barwinkowe vorrücken und damit die ukrainischen Stellungen im Raum Slowjansk und Kramatorsk von hinten bedrohen. Eine unabhängige Bestätigung für die vollständige Zerschlagung des Verbandes liegt bislang nicht vor.

Auch aus Saporischschja kommen widersprüchliche Angaben. Das russische Verteidigungsministerium beansprucht die Einnahme von Omelnyk und Tymoschiwka nordöstlich von Orichiw. Auf der ukrainischen Gefechtskarte DeepState stehen beide Orte jedoch weiterhin unter ukrainischer Kontrolle, 12 beziehungsweise 14 Kilometer von den russisch kontrollierten Gebieten entfernt. Ukrainische Soldaten berichten zugleich von russischen Vorbereitungen auf mechanisierte Angriffe bei Huljajpole. Moskau sammle gepanzerte Fahrzeuge und versuche, das schlechte Herbstwetter für örtliche Durchbrüche auszunutzen. Als weiteres Ziel gilt ein Vorrücken bis an den Stadtrand von Saporischschja. Die ukrainischen Verteidiger müssen sich damit gleichzeitig gegen kleinere eindringende Gruppen und mögliche Angriffe mit schweren Fahrzeugen wehren.
 
Russlands Drohnen treffen Kinder, Medikamentenlager und Kraftwerke: Der Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung geht weiter
In Nowa Wodolaha in der Region Charkiw hielten sich Familien mit Kindern im zentralen Park auf, als eine Drohne einschlug. Sechs Menschen wurden getötet, darunter zwei Mädchen. Eines war 11 Jahre alt, das andere gerade 1 Jahr und 2 Monate. Weitere 15 Menschen erlitten Verletzungen, unter ihnen 7 Kinder. Beschädigt wurden ein Café, ein Geschäft und eine Kunstschule für Kinder. Auch ein Auto wurde getroffen. Die Kinder waren an einem Ort, an dem Familien gewöhnlich ihre Freizeit verbringen. Nun gehören ihre Namen zu den Opfern eines Krieges, den Russland weiterhin gegen die Ukraine führt. Für die Angehörigen der beiden getöteten Mädchen ist jede politische Erklärung über militärische Ziele bedeutungslos geworden.

Allein in der Nacht zum 20. Oktober meldete die ukrainische Luftwaffe 165 angreifende Drohnen und weitere unbemannte Flugkörper. Darunter befanden sich 105 strahlgetriebene Shahed-Drohnen. Nach ukrainischen Angaben konnten 115 Flugkörper abgeschossen oder elektronisch abgewehrt werden. Trotzdem wurden Einschläge an 30 Orten registriert, an weiteren 13 fielen Trümmer herab. In Isjum wurden fünf Menschen verletzt, Wohnhäuser und das Gebäude der städtischen Bildungsverwaltung beschädigt. Bei Dnipro starben zwei Menschen durch einen Angriff auf Lagerhallen, vier weitere wurden verletzt. Auch in Kowel und Dubno wurden Geschäftsgebäude getroffen. Aus Dubno wurden drei Verletzte gemeldet.

Bei Riwne zerstörte ein Drohnenangriff ein Lager des großen ukrainischen Pharmagroßhändlers BaDM. Dort sollen Medikamente internationaler Hersteller wie Pfizer, Bayer und Novartis gelagert worden sein. Wie viele Arzneimittel verloren gingen und welche Folgen dies für die Versorgung haben könnte, ist noch unbekannt. In der Region Lwiw trafen mehrere Drohnen eine wichtige Energieanlage. Nach Angaben der Regionalverwaltung wurde dasselbe Objekt mindestens zweimal hintereinander angegriffen. Tote oder Verletzte wurden dort nicht gemeldet.

Der Militärbeobachter Clément Molin hat die russischen Angriffe seit Januar 2026 nach ihren Zielen ausgewertet. Im Frühjahr standen vor allem Kraftwerke und andere Einrichtungen der Stromversorgung im Mittelpunkt. Später wurden Tankstellen, Industrieanlagen und Transportwege häufiger getroffen. Im Oktober geraten erneut Energieanlagen und Brücken verstärkt unter Beschuss. Hinzu kommen die Folgen für Unternehmen, die mit dem Krieg selbst nichts zu tun haben. Der polnische Hersteller Cersanit musste nach Angriffen im September und Oktober sein Werk in Swjahel vollständig stilllegen. Rund 1.000 Menschen arbeiten in den ukrainischen Betrieben des Unternehmens. Die Produktionsanlagen sind schwer beschädigt, die Sicherheit der Beschäftigten kann nach Angaben der Firmenleitung derzeit nicht gewährleistet werden. Während Russland weiter angreift, verlieren Menschen neben ihrer Sicherheit auch ihre Arbeitsplätze.
 
Ukrainische Drohnen treffen Russlands Ölversorgung: Brennende Tanks bei Petersburg und ein Angriff auf die Druschba-Pipeline
Russlands Ölversorgung gerät durch ukrainische Drohnenangriffe zunehmend unter Druck. Satellitenaufnahmen nach den Angriffen auf Sankt Petersburg vom 18. Oktober zeigen nach Auswertung ukrainischer Beobachter schwere Schäden an mehreren wichtigen Anlagen. Am Petersburger Ölterminal sollen drei große Lagertanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10.000 bis 15.000 Kubikmetern beschädigt worden sein. Einer sei vollständig zerstört. An der Ölbasis Rutschi sei ein Tank mit 5.000 Kubikmetern Fassungsvermögen vernichtet und ein weiterer beschädigt worden. Ob sämtliche Schäden tatsächlich auf die genannten Angriffe zurückgehen, lässt sich anhand der vorliegenden Angaben nicht abschließend unabhängig bestätigen.

Weitere Aufnahmen zeigen die Folgen eines Feuers an einem Logistikzentrum des russischen Versandunternehmens Ozon. Mehr als 10.000 Quadratmeter sollen dort von den Flammen betroffen gewesen sein. Schäden wurden außerdem an der Fahrbahn der südlichen Fahrwasserbrücke sowie an einem beweglichen Abschnitt der finnischen Eisenbahnbrücke festgestellt. Auch ein Rechenzentrum des russischen sozialen Netzwerks VKontakte soll getroffen worden sein. Nach Einschätzung der Bildauswerter drangen Drohnen durch das Dach und beschädigten Teile der Gebäudewände. Spuren eines Brandes seien ebenfalls erkennbar. Die ukrainischen Angriffe erreichen damit Anlagen, die weit von den eigentlichen Kampfgebieten entfernt liegen.

In der Region Tambow wurde in der Nacht zum 20. Oktober zudem die Öltransportstation Nikolskoje angegriffen. Russische Nachrichtenkanäle berichteten unter Berufung auf Einwohner von einem brennenden Dieseltank. Der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwyschow, bestätigte einen Brand nach einem Drohnenangriff auf einem Industriegelände im Bezirk Mitschurinsk. Verletzte habe es nicht gegeben. Nikolskoje gehört zum Leitungssystem der russischen Druschba-Pipeline. Die Anlage umfasst 3 Tanklager, 2 Pumpstationen und zahlreiche Verbindungen zum Transport und Verladen von Ölprodukten. Ihre angegebene Förderkapazität beträgt rund 300.000 Tonnen täglich. Bereits am 18. August 2025 war die Station angegriffen worden.

Die russische Luftabwehr meldete unterdessen für die Nacht zum 20. Oktober insgesamt 136 abgefangene ukrainische Drohnen über zahlreichen Regionen des Landes. Ob diese Angaben vollständig zutreffen, bleibt offen. Unübersehbar ist allerdings, dass der Krieg längst auch Russlands Energieanlagen und Transportwege erreicht hat. Ausgerechnet Tambows Gouverneur hatte kurz zuvor eine Einschränkung beim Benzinverkauf an Tankstellen von Rosneft und Lukoil vorläufig aufgehoben. Wegen möglicher weiterer Angriffe könne die Regelung jedoch zurückkehren. Der Kreml führt seinen Krieg weiter auf ukrainischem Boden. Die ukrainischen Angriffe auf russische Versorgungsanlagen zeigen, dass Moskau seine eigene Infrastruktur inzwischen ebenfalls gegen erhebliche Schäden schützen muss.
 
Für Trumps Ukraine-Schwenk gibt es mehrere Erklärungen. Alle sind erschreckend
Ist es der hohe Dieselpreis und dessen Folgen für die Midterms, seine langjährige Bewunderung für Putin – oder hat ihn der Kremlherr in der Hand?

Donald Trumps Sympathie für Wladimir Putin und seine Abneigung gegenüber Wolodymyr Selenskyj ist schon lange bekannt, spätestens seit dem Eklat im Weißen Haus beim Besuch des ukrainischen Präsidenten im Februar 2025 war sie für jeden sichtbar. Dennoch hat der US-Präsident in den vergangenen eineinhalb Jahren der Ukraine die militärische und politische Unterstützung in ihrem Existenzkampf gegen den russischen Aggressor nicht völlig entzogen.

Das änderte sich nach Trumps Telefonat mit Putin am 9. Oktober, in dem beide ein Lieferabkommen für russischen Diesel vereinbart haben. Seither hat Trump die verlogene Sprachregelung des Kreml zum Ukrainekrieg übernommen und die Militärhilfe der USA auf eine Weise eingeschränkt, die die Ukraine gegen russische Raketen- und Drohnenangriffen schutzlos lässt – und Putin zum Sieg verhelfen könnte.

 
Zurück
Oben