Trump schickt Witkoff zu Putin, während Washington der Ukraine die militärische Unterstützung erschwert
Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff soll noch diese Woche nach Oslo reisen, um über ein Ende des Ukrainekriegs zu verhandeln. Erwartet werden Präsident Wolodymyr Selenskyj, Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sowie Vertreter Deutschlands und weiterer europäischer Staaten, der EU und der NATO. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll krankheitsbedingt per Video teilnehmen. Anschließend ist nach Angaben mehrerer Beteiligter ein Treffen Witkoffs mit Wladimir Putin in Russland vorgesehen. Dort soll auch über die Freilassung des seit 2022 inhaftierten Amerikaners Stephen Hubbard gesprochen werden. Die Termine sind noch vorläufig. Während Washington diplomatische Gespräche vorbereitet, wirft Selenskyj der amerikanischen Regierung vor, die militärische Unterstützung gezielt auszubremsen. Das von SpaceX betriebene Satellitensystem Starshield sei gedrosselt worden, Geheimdienstinformationen kämen eingeschränkt an und bereits von NATO-Partnern bezahlte Patriot-Flugabwehrraketen würden zurückgehalten. Ukrainischen Angaben zufolge führte die Drosselung sogar zu zivilen Todesopfern, weil russische Angriffe nicht rechtzeitig abgewehrt werden konnten. Verteidigungsminister Pete Hegseth habe eine weitere Waffenlieferung bislang nicht genehmigt. Amerikanische Regierungsvertreter bestreiten die ukrainischen Vorwürfe. Elon Musk erklärte allerdings, über Einschränkungen von Starshield entschieden das amerikanische Militär oder der Präsident. Trump wiederum forderte Selenskyj am Montag auf, möglicherweise jemand anderen verhandeln zu lassen. Selenskyj betont seit Langem seine Gesprächsbereitschaft. Während Putin auf weiteren Besuch aus Washington warten kann, muss die Ukraine weiterhin um bereits bezahlte Waffen kämpfen.