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Der Ukraine Sammelthread

Putins Dorfidylle auf der besetzten Krim: Tarnnetze knüpfen, Krieg unterstützen, 5 Millionen Rubel gewinnen
Auf der besetzten Krim kann ein Dorf künftig dafür ausgezeichnet werden, dass seine Bewohner dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zuarbeiten. Der Preis für den Sieger: 5 Millionen Rubel. Früher zählten saubere Straßen und funktionierende Spielplätze. Jetzt gibt es auch Punkte für Tarnnetze, die russische Soldaten vor ukrainischen Drohnen verbergen sollen. In Moskau nennt man das offenbar eine gelungene Dorfgemeinschaft. Die Menschen sollen ihr Zuhause in Ordnung halten und gleichzeitig dabei helfen, dass die Armee des Besatzers ihren Krieg fortsetzen kann. Wie viele Einwohner überhaupt gefragt werden, ob sie sich daran beteiligen möchten, verrät die Verordnung nicht. Ihr Land wurde annektiert, nun wird ihre Unterstützung für dessen Besatzer amtlich bewertet.

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Auf der besetzten Krim bekommt der Krieg jetzt seine eigene Spalte im Dorfwettbewerb. Punkt 19 des amtlichen Beschlusses vom 21. Oktober 2026: 3 Punkte für Tarnnetze und Unterstützung der russischen Armee, 0 Punkte für Gemeinden ohne entsprechende Aktivitäten. Gleich darüber wird bewertet, wie viele Einwohner überhaupt fließendes Wasser haben. Die russische Besatzungsverwaltung hat ihre Prioritäten damit schwarz auf weiß festgehalten.

Der Staatsrat der besetzten Krim beschloss am 21. Oktober 2026 eine Erweiterung des jährlichen Wettbewerbs „Bester ländlicher Ort der Republik Krim“. Der Beschluss mit der Nummer 1076-3/26 wurde am 23. Oktober veröffentlicht und trat sofort in Kraft. Zu den bisherigen 18 Bewertungskriterien kam ein 19. hinzu. Gemeinden erhalten künftig bis zu 3 Punkte, wenn Einwohner und Dorfverwaltungen regelmäßig russische Kriegsteilnehmer sowie deren Familien unterstützen und Gedenkstätten für sogenannte „Verteidiger des Vaterlandes“ schaffen. Ohne entsprechende Aktivitäten gibt es 0 Punkte. Die Bewohner sollen Hilfsgüter sammeln und Tarnnetze für Soldaten knüpfen. Gedenktafeln sind ebenfalls erwünscht, dazu Erinnerungsstätten und Ruhmesalleen. Russland besetzt fremdes Staatsgebiet und lässt dort anschließend die angebliche Vaterlandsliebe der Bewohner bewerten. Die Frage, welches Vaterland sie selbst darunter verstehen, sucht man in dem Beschluss vergeblich.
 

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Selenskyj dankt USA für Starlink und fordert Abwehrraketen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA nach der Wiederherstellung der Starlink-Verbindung erneut mit Nachdruck auch zur Lieferung zugesagter Flugabwehrraketen aufgefordert.

„Es gibt Lieferpakete, auf die wir noch immer warten“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft gestern. „Dabei handelt es sich sowohl um Pakete aus den USA als auch von unseren europäischen Partnern. Lieferpakete, für die bereits politische Entscheidungen getroffen wurden.“

Selenskyj hatte zuletzt mehrfach beklagt, dass zugesagte und bezahlte Raketen von den USA nicht geliefert würden. Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben vor allem Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme, um sich vor den russischen Angriffen mit ballistischen Raketen zu schützen.

Starlink wieder stabil
Einen Erfolg verzeichnete Selenskyj unterdessen nach seiner tagelangen Kritik an der Drosselung des für die Luftverteidigung der Ukraine wichtigen US-Satelliteninternets.

 
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Selenskyj erklärte, dass die Ukraine weder einem neutralen Status noch einer Verkleinerung der Armee noch den „von Russland auferlegten Sicherheitsgarantien“ zustimmen werde. Selenskyj sagte, dies seien die ukrainischen „roten Linien“.

Zur Erinnerung: Die Neutralität ist eine der zentralen Forderungen der Russischen Föderation für die Beendigung des Krieges.

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Das bedeutet kampfen bis zum endgültigen Sieg! Den Ukrainern kann man gratulieren - mit der Wahl von Selenskyj zum Präsidenten im 2019 haben sie einen echten Glückslos gezogen :)
 
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Absolut Ernst. Ohne Selenskyj hätte die Ukraine vor den Forderungen Putins vielleicht schon längst kapituliert – das musste doch klar sein. Und es hätte keinen langen und schweren Unabhängigkeitskrieg gegen Russland gegeben, der jetzt zu einem der wichtigsten Pfeilen der nationalen Identität der Ukrainer werden wird
 
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Warum sollten die Russen nach dieser Aussage noch mit ihm verhandeln wollen?
er hofft warscheinlich Selenskyj mit Hilfe von Trump, durch die weitere Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur und vielleicht auch nach einem Regierungswechsel in einigen westeuropäischen Ländern doch noch umzustimmen. Außerdem ist für November ein Treffen zwischen Trump, Putin und Xi geplant, bei dem sie die Welt in Einflusssphären aufteilen werden; dort sollen auch die Forderungen Russlands zur Schaffung eines neuen Sicherheitssystems in Europa besprochen werden, was ohne eine Klärung des Status der Ukraine nicht möglich ist. Wir werden sehen

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Marine Le Pen verspricht, Frankreich zu einem „Land des Friedens“ zu machen, berichtet Le Monde.
Die Präsidentschaftskandidatin der Partei „Rassemblement National“, Marine Le Pen, hat ihren Wahlkampf offiziell eröffnet. Bei einem Treffen mit Wählern in Orléans hielt sie ihre erste große Rede.

Im Falle eines Wahlsiegs im Mai versprach die Kandidatin der extremen Rechten, eine Regierung der „nationalen Einheit“ unter der Führung des derzeitigen Parteivorsitzenden Jordan Bardella zu bilden. Le Pen versprach zudem, Frankreich zu einem „Land des Friedens“ zu machen, sollte sie 2027 an die Macht kommen.

Sie versprach dem Publikum, dass sie „die Jugend nicht in rücksichtslosen oder unverantwortlichen militärischen Abenteuern in den Tod schicken werde. Und schon gar nicht in Kriegen, die nicht unsere sind. Das Streben nach Frieden ist nicht, wie die Kriegstreiber behaupten, die die Ministerien und Fernsehstudios überschwemmen, ein Akt der Schwäche, sondern ein Akt des Mutes“.
 
Bericht: Ukraine griff russische Raketenfabrik an
Das ukrainische Militär hat laut einem Bericht eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten für Iskander-Raketen in Russland angegriffen. Nach Angaben des Internetportals Exilenova wurde die Fabrik Energija in Jelez im Bezirk Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen.

Das Portal berichtete gestern von „umfangreichen Zerstörungen“ an einem der Produktionsgebäude. Auf einem Video wird eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort gezeigt.

Von russischer Seite gab es zu dem Angriff auf das Werk keine Angaben. Jedoch berichteten die Staatsagenturen TASS und Interfax von ukrainischen Angriffen auf die Region Lipezk.

 
Selenskyj hofft auf Fortschritte bei Verhandlungen
Nach über viereinhalb Jahren Krieg setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Hoffnungen in das im November bevorstehende Treffen der Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA.

„Hauptsache, wir bewegen uns vorwärts in der Diplomatie auf allen Kanälen, gebe Gott, dass dies der Ukraine gelingt“, sagte Selenskyj gestern in einem Interview des ukrainischen Fernsehens. Er hoffe zudem, dass auch Europa an den Verhandlungen beteiligt werde.

Selenskyj will Dreiergipfel
Von den Gesprächen selbst erwarte er die Voraussetzungen für einen Gipfel auf höchster Ebene zwischen ihm, US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin. „Für uns wäre das wichtigste Ergebnis die Möglichkeit eines Dreiergipfeltreffens“, sagte Selenskyj.

Denn seiner Ansicht nach könnten nur direkte Gespräche der drei Präsidenten die wichtigsten Probleme lösen, die bisher einen Weg zum Frieden blockieren. Putin hat bisher jedes Treffen mit Selenskyj kategorisch verweigert.

 
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