Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Serbien

Es braucht mehr Ernst mit Serbien
Noch fehlt der serbischen Studentenbewegung eine außenpolitische Linie. Doch die EU sollte ihrer Beziehung zu Belgrad eine neue Chance geben

Die Studierenden-Liste hat einen Elf-Punkte-Plan, um nach dem autokratischen Vučić-Regime wieder Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit einzuführen. Nur auf eine außenpolitische Ausrichtung konnte sie sich bisher nicht einigen – zu unterschiedlich sind die ideologischen und geopolitischen Präferenzen. Manche sind russlandfreundlich, manche eher der EU zugeneigt, manche links, viele konservativ und einige auch sehr rechts.

Unter Vučić galt: Belgrad wollte mit allen gut sein – Peking, Brüssel, Washington und Moskau – aber sich für niemanden entscheiden. Auch die Studierenden-Liste wird es schwer haben, einen Kurs zu finden, der nicht sofort für Zwist sorgt. Moskau droht bereits, den Gashahn zuzudrehen, sollte sich die neue Regierung den EU-Sanktionen anschließen. "Länder, die Sanktionen verhängt haben, gelten als feindliche Staaten, und Vorzugspreise für Gas, wie sie Serbien genießt, werden nur den engsten Freunden gewährt", heißt es aus dem Kreml.

Parteiausschluss?
Viele EU-Staaten sind gerade nicht an einer EU-Erweiterung interessiert und Serbien ist auch weit davon entfernt. Allerdings wäre es sinnvoll, dass Brüssel den Kuschelkurs mit Vučić überdenkt und nicht nur über Lithium für die deutsche Autoindustrie redet. Die Europäische Volkspartei entschied nach mehr als einem Jahr noch immer nicht, ob die serbische Fortschrittspartei aus der Parteienfamilie ausgeschlossen wird, trotz der Gewalt gegen die Studenten. Es ist an der Zeit. (Adelheid Wölfl, 26.10.2026)

 
Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 70 Prozent
Heute gönne ich es mir, ein bisschen durch die Vučić Medien zu zappen und ihnen dabei zuzusehen, wie sie die Nerven schmeißen.
Sie sorgen sich um Serbiens Beziehungen zu Russland und China. Sie sorgen sich um die Serben in der Republika Srpska. Sie nennen die Studentenliste ein gegen Serbien gerichtetes Projekt, gesteuert und finanziert von ausländischen Mächten. Ihre Kandidatinnen und Aktivistinnen beschimpfen sie als Lügner*innen und Täuscher*innen – genau wie Vučić selbst, als er gestern zähneknirschend seine Niederlage eingestand.
Und dann sagen dieselben Vučić-Medien: „Endlich hat Serbien eine Opposition.“ Es ist zum Schießen komisch. Gemeint damit ist nämlich die bisherige Regierungspartei SNS, die bekannterweise keine Opposition zugelassen hat. Aber Vučić sagt, er fürchtet sich nicht, Opposition kann er. Wir dürfen gespannt sein.
Die sagen auf Informer TV (korrekter wäre Desinformer TV), dass es Serbien ohne Vučić gehen wird, wie Deutschland ohne Angela Merkel und dass die Studentenliste das Land und die Kirche zerstören wird. Ansonsten reden sie natürlich darüber, wie viel Aleksandar Vučić gebaut und asphaltiert hat. Er hat Belgrad Waterfront gebaut. Er hat mehr Autobahn gebaut als die Asfinag und Hitler zusammen. Und was wird aus der Expo? So, was geht mit den Leuten?
Trotz der massiven medialen Übermacht der Regierung hat sich die Studentenliste durchgesetzt. Viel wurde über soziale Medien mobilisiert, vieles außerhalb jener Öffentlichkeit aufgebaut, die Vučić seit Jahren dominiert.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Gleiche Leier wie die von Edi Rama: „Die Studentenproteste im Land sind ein gegen Albanien gerichtetes Vorhaben, um das Land wieder dorthin zu bringen, wo es nach dem Zerfall des Kommunismus stand.“

Ja genau, Hunderttausende von Demonstranten wollen ihr Land am Boden sehen. Dafür gehen sie auf die Straße :veles::veles::veles:

Zuvor hieß es aber auch, dass es ausländische Mächte seien.

Genauso argumentiert auch immer Trump. Ihre dummen Anhänger brauchen nicht zu komplizierte sondern einfache Gründe, da ihre Gehirne nicht in der Lage sind, komplexe Strukturen zu verstehen. „Die da sind schuld daran, dass es uns nicht besser geht, weil sie nicht wollen, dass es unserem Land gut geht“, und alle verblödeten Anhänger denken sich bei solchen Aussagen: Endlich verstehe ich die Politik, die ist ja gar nicht so schwer :veles:
 
Zurück
Oben