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Nachrichten aus der Republik Kosovo / Kosova

Wirklich sehr traurig. Die Frau wurde wurde vor dem Augen ihres 12 jährigen Sohnes ermordet. Es muss sich ganz dringend was ändern, denn die Frau war mehrmals nicht nur bei der Polizei, die aber nicht reagiert haben. Als Frau hat man es extrem schwer, denn Frauenhäuser gibt es nicht. Wenn die Frau sich scheiden lassen will, dann bekommt sie keine Unterstützung ihrer Familie, denn dann heißt es " Geh zu deinem Mann, dort ist dein Leben". Natürlich meine ich nicht alle damit, aber leider sind es nicht wenige. Dann ist da noch dieser Frauenhass, jedesmal kommen viele Vollidioten um die Ecke und sagen " Sie war eine Nutte“ oder " Die Frauen heute sind durchgeknallt" und viele andere kranke Behauptungen, ohne jemals die Frau gesehen oder gekannt zu haben. Ich weiß nicht, ob es an Dummheit liegt oder am Hass. Vielleicht eine Mischung von beiden.

Wirklich sehr traurig und ein Versagen insbesondre der Justizbehörden. Bei der Polizei gab es auch den ein oder anderen Polizisten die genervt schienen aber es gab auch das Gegenteil, es sind Dokumente bzw Emails aufgetaucht, die belegen dass Polizisten an die Staatsanwaltschaft geschrieben haben und ausdrücklich auf die missliche Lage von Arlinda Zekaj hingewiesen haben und eindringlich auf eine Lösung für sie gefordert haben. Aber es kam nichts zurück. Und das schlimme, die Staatsanwältin, die den Fall auf dem Tisch zur Bearbeitung hatte, war selber eine Frau und hätte doch zumindest ein menschliches Empfinden von Frau zu Frau dafür haben müssen, wenn sie schon nicht professionell agiert. Die Staatsanwaltschaft hat sich kaum gerührt. Und das Gericht hat ein Urteil erlassen, nachdem das Opfer mit ihrem Mann weiter in ihrem gemeinsamen Haus weiter leben sollten aber er sich ihr auf 2 Meter nicht nähern durfte. Wie soll das bitte logisch funktionieren, wenn man auf engstem Raum zusammen lebt?! Mal davon abgesehen, dass 2 Meter absolut unzureichend sind.

In diesem Sinne, die Polizei MUSSTE sich an die Urteile und Anordnungen der Staatsanwaltschaft und Gerichte halten, sie kann sich einfach nicht so drüber hinwegsetzen. Es sei denn, es steht Gefahr in Verzug im Raum, dann kann die Polizei auch ohne gerichtlichen Beschluss handeln. Und das ist m.M.n das Einzige was man einigen Polizisten vorwerfen kann, dass sie die Dringlichkeit der Lage bzw die Gefahr nicht im letzten Moment erkannt und wahrgenommen haben nachdem das Opfer sie hingewiesen hatte, dass sie sterben könnte, wenn sie in ihr Haus zurück geht.

Letztendlich wird das Opfer nichts mehr zurück bringen, egal wie sehr wir über die Tat diskutieren. Wichtig ist jetzt, dass die Regierung endlich aufwacht und entscheidende Schritte unternimmt, um künftig solche Taten zu vermeiden, angefangen von härteren Strafen und früheren Ahndungen bereits beim ersten Verdacht bzw Anzeige bis hin zu Ausbau von Frauenhäusern, Einrichtung von Koordinationsstellen für den Schutz von Frauen vor Gewalt, usw. Es gibt viele Maßnahmen, die man ergreifen kann, um den Frauenschutz zu stärken.

Und natürlich Anklagen gegen alle Polizisten, Richter und Staatsanwälte die im Fall von Arlinda Zeka versagt haben. Eine Suspendierung reicht nicht. Es muss Konsequenzen geben, damit künftig die Straf- und Verfolgungsbehörden solche Fälle von Anfang an ernst nehmen.
 
Wenn ein Mann sich in den Kopf setzt, eine Frau umzubringen, kann sie kaum etwas beschützen. Gesetze sind wichtig, um abzuschrecken aber der beste Schutz ist eine ordentliche Erziehung und eine stabile Wirtschaft. Solche Fälle häufen sich, wenn Arbeit - und Perspektivlosigkeit um sich schlägt.

Kinder brauchen Eltern mit Gewissen und Werten.
 
Wenn ein Mann sich in den Kopf setzt, eine Frau umzubringen, kann sie kaum etwas beschützen. Gesetze sind wichtig, um abzuschrecken aber der beste Schutz ist eine ordentliche Erziehung und eine stabile Wirtschaft. Solche Fälle häufen sich, wenn Arbeit - und Perspektivlosigkeit um sich schlägt.

Kinder brauchen Eltern mit Gewissen und Werten.

Na ja, wirtschaftlich ging es der Familie nicht schlecht. Sie besaßen zudem die doppelte Staatsbürgerschaft des Kosovo und der USA. Wenn es im Kosovo an Geld oder Arbeit gefehlt hätte, hätten sie jederzeit die Möglichkeit gehabt, in die USA zurückzukehren. Das war hier aber offenbar nicht der Fall.
Was die Erziehung betrifft, gebe ich dir recht. Allerdings ist auch eine problematische Erziehung nicht zwangsläufig eine Voraussetzung dafür, dass jemand zum Täter wird. Immer wieder zeigen Fälle von Femiziden, aber auch andere Mord- und Tötungsdelikte, dass die Täter teilweise aus stabilen Familienverhältnissen stammen, wirtschaftlich gut aufgestellt sind und selbst eine gute Erziehung genossen haben. Dennoch kommt es zu solchen Taten. Manchmal spielen Kurzschlussreaktionen eine Rolle, in anderen Fällen sind es kulturelle Prägungen, emotionale Konflikte oder ein Zusammenspiel verschiedenster Umstände und Risikofaktoren. Es ist meist ein Amalgam aus unterschiedlichen Vorfällen, Erfahrungen und Vorbedingungen, das in einer solchen Tat mündet. Genau deshalb muss der Staat funktionieren, frühzeitig Warnsignale erkennen und konsequent handeln. Bereits bei der ersten Anzeige müssen die Vorwürfe ernst genommen, die Situation gründlich geprüft und das Gefährdungspotenzial realistisch eingeschätzt werden. Wo es geboten ist, müssen frühzeitig Schutzmaßnahmen ergriffen und Täter zu geeigneten Gewaltpräventionsmaßnahmen verpflichtet werden. Darüber hinaus braucht es mehr Frauenhäuser und ausreichend geschultes Personal, das frühzeitig erkennt, in welcher Gefahr sich eine Frau befindet, und entsprechend handelt.
Im konkreten Fall war es allerdings bereits fünf nach zwölf: Das Opfer hatte die Behörden offenbar schon im Vorfeld auf die Gefahr hingewiesen, in der es sich befand, und sogar den bevorstehenden Mord angekündigt. Trotzdem wurde zu zögerlich gehandelt. Wenn eine Frau die Behörden derart eindringlich auf ihre drohende Ermordung hinweist und sie dennoch nicht ausreichend geschützt wird, ist das ein massives Versagen der Justiz- und Strafverfolgungsbehörden. Genau das muss sich ändern. Es reicht nicht, im Nachhinein Betroffenheit auszudrücken und Konsequenzen anzukündigen. Entscheidend ist, dass gefährdete Frauen rechtzeitig geschützt werden und Behörden bei konkreten Warnsignalen konsequent, schnell und wirksam handeln.
 
Der Polizeichef des Kosovo tritt zurück nach dem Vorfall in Peja. Kurti hat seinen Rücktritt akzeptiert. Schade eigentlich, weil er sehr korrekt war

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Wenn ein Mann sich in den Kopf setzt, eine Frau umzubringen, kann sie kaum etwas beschützen. Gesetze sind wichtig, um abzuschrecken aber der beste Schutz ist eine ordentliche Erziehung und eine stabile Wirtschaft. Solche Fälle häufen sich, wenn Arbeit - und Perspektivlosigkeit um sich schlägt.

Kinder brauchen Eltern mit Gewissen und Werten.
Das ist auch auch Mentalitätsthema, wie stehen die Menschen zur Gewalt gegen Frauen und Kinder. Hier im Threads konntest du ja einiges dazu lesen.
 
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