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Nachrichten aus Serbien

Serbien gedenkt Unglücks von Novi Sad
Tausende Menschen haben gestern an den zweiten Jahrestag des Einsturzes des Bahnhofvordaches in Novi Sad gedacht. Bei dem Unfall waren am 1. November 2024 16 Personen ums Leben gekommen, nur eine Person überlebte.

Das Bahnhofsgebäude war erst kurz zuvor im Rahmen der Bauarbeiten an der Eisenbahnstrecke zwischen Novi Sad und der ungarischen Grenze renoviert worden.

Das Unglück von Novi Sad hatte in ganz Serbien eine beispiellose Protestwelle gegen die Regierung des Langzeitpräsidenten Aleksandar Vucic ausgelöst, die nun abgewählt wurde. In einigen Bereichen zeigen sich bereits Risse im alten System. Zugleich müsse die Studierendenbewegung tragfähige Strukturen aufbauen, sagte Serbien-Experte Jakov Devcic im ORF.at-Interview.

 
Ergebnisse der Wahlwiederholung in Serbien: Studentenliste holt 53,01 % der Stimmen, Ujedinjena Srbija 38,98 %

Die außerordentlichen Parlamentswahlen wurden heute in 53 Wahllokalen wiederholt. Es handelte sich um jene Orte, an denen festgestellt wurde, dass die Wahlergebnisse nicht ermittelt werden konnten, weshalb die Abstimmung der Abgeordnetenwahl vom 25. Oktober annulliert worden war.

RIK: Nach den Wiederholungswahlen kommt die Studentenliste auf 53,01 % der Stimmen, Ujedinjena Srbija auf 38,98 %

Die Republikanische Wahlkommission (RIK) hat heute Abend nach den Wiederholungswahlen in 53 Wahllokalen die Ergebnisse für alle insgesamt 8.392 Wahllokale der außerordentlichen Parlamentswahlen in Serbien veröffentlicht. Demnach hat die Studentenliste (Studentska lista) 53,01 Prozent der Stimmen gewonnen, während die Liste „Aleksandar Vučić - Ujedinjena Srbija“ (Vereinigtes Serbien) 38,98 Prozent erreichte.

SPP zieht nach Wahlwiederholung ins Parlament ein

Der Vorsitzende der SPP, Usame Zukorlić, teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass die Wahlliste „Usame Zukorlić – SPP – Bewegung für Vereinigung“ in den wiederholten Wahllokalen mehr als 300 Stimmen erhalten hat. Damit sei die nötige Stimmenanzahl für ein Parlamentsmandat gesichert worden.

Wahlwiederholung in Ćuprija: 79,2 Prozent für die SNS

Bei den wiederholten Wahlen in zwei Wahllokalen der Gemeinde Ćuprija erhielt die Liste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ 79,2 Prozent der Stimmen, die Studentenliste kam auf 19,34 Prozent. Gewählt wurde in Dobričevo (Wahllokal Nr. 16) und im Dorf Vlaška (Wahllokal Nr. 21). Die Wahlbeteiligung lag dort bei 35,31 Prozent.

Wiederholte Abstimmung in Majdanpek: SNS holt 439 Stimmen, Studentenliste 162

In der Gemeinde Majdanpek gaben in den fünf wiederholten Wahllokalen 53,4 Prozent der registrierten Wähler ihre Stimme ab. Die Liste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ erhielt 439 Stimmen, die Liste „Studentska lista – Studenti pobeđuju“ (Studenten siegen) 162 Stimmen, die Sozialistische Partei Serbiens (SPS) holt 8 Stimmen.

Ergebnisse aus dem Wahllokal in Subotica

Im Wahllokal Nr. 73 in Subotica lag die Liste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ vorne – mit 78 von insgesamt 144 abgegebenen Stimmen. Die Liste „Bund der Vojvodina-Ungarn – dr. Bálint Pásztor“ erhielt 40 Stimmen, die Studentenliste 24 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug hier 49,32 Prozent.

Ergebnisse aus dem Bezirk Rasina

In Veliki Golovode nahe Kruševac war die Studentenliste am stärksten (138 Stimmen gegenüber 118 für die SNS). Im Ort Mala Sugubina (Gemeinde Trstenik) lag die Serbische Fortschrittspartei (SNS) mit 36 Stimmen vorn (die Studentenliste erhielt hier 18 Stimmen).

Ergebnisse aus Novi Pazar

Im Wahllokal Nr. 81 in Novi Pazar siegte die Liste „Rasim Ljajić – Ljudski“ (Menschlich) mit 214 Stimmen, knapp vor der SDA Sandžak (210 Stimmen). Die SPP holte 176 Stimmen, die Studentenliste 108 und die Liste um Aleksandar Vučić kam auf 48 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,7 Prozent.

Wahlwiederholung in Ljig

Im Wahllokal Nr. 20 in Ljig gewann die Studentenliste deutlich mit 157 Stimmen. Die Liste „Aleksandar Vučić – Ujedinjena Srbija“ erhielt dort 37 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 50 Prozent.

Wahlwiederholung in Bojnik

Im Dorf Stubla (Wahllokal Nr. 10) holte die SNS 174 Stimmen, während die Studentenliste auf 70 Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag knapp über 50 Prozent.

 
Wow, also die für ihre treue Ergebenheit bekannte (Ex-)Staatspresse feiert das nächste demokratische Wunder und lässt das gestürzte Ex-Regime eiskalt fallen. Nach den Wahlwiederholungen steht fest, dass der langjährige Machthaber Aleksandar Möchtegerngenozidler mit mageren 38,98 % auf die Oppositionsbank verbannt wurde. Ein Schelm, wer sich bei den gelieferten Traumquoten für die Studentenliste (53,01 %) fragt, wie schnell sich die staatlichen Zählmeister an die neuen Herrscher angepasst haben. Während Aleksandar im Fernsehen jammert, dass das Land in nur drei Tagen zur Bananenrepublik wurde, schwenkt sein treuer Ex-Heimatsender bereits feierlich die neuen Fahnen. Ein Hoch auf die Flexibilität des Staatsjournalismus, der pünktlich vor Mitternacht den reibungslosen Machtwechsel verkündet. Der König ist tot, lang lebe die Studentenliste – die Berichterstattung bleibt gewohnt "unabhängig".
 
Großer Wandel in Serbien: RTS übertrug erstmals 16 Schweigeminuten in Novi Sad

Zehntausende Bürger haben sich heute in Novi Sad versammelt, um der 16 Menschen zu gedenken, die vor genau zwei Jahren beim Einsturz des Vordachs am Bahnhof ums Leben kamen. Um 11:52 Uhr, dem exakten Zeitpunkt des Unglücks vom 1. November 2024, begannen 16 Schweigeminuten, die erstmals live von den serbischen öffentlich-rechtlichen Sendern RTS und RTV übertragen wurden.
Während jeder Schweigeminute wurde ein herzförmiger Ballon mit dem Namen eines der Opfer in die Luft gesteigert. Nach dem Gedenken folgten Reden und der Auftritt eines Chors; zudem legten Bürger Blumen nieder und zündeten Kerzen an dem Ort an, an dem vor zwei Jahren 16 Menschen starben.

„Das war kein Unfall. Das ist Mord“

Bei der Komemorationsfeier wurde betont, dass der Einsturz des Vordachs nicht als Unglücksfall betrachtet werden darf, sondern als ein Ereignis, für das jemand zur Rechenschaft gezogen werden muss.
„Eine nie dagewesene Tragödie, sagten viele. Das ist nicht das angemessene Wort für das, was passiert ist. Tragödie beschreibt ein Unglück, ein zufälliges Ereignis, und hinter diesem Wort lässt sich geschickt das verstecken, was wir alle fordern – Verantwortung“, hieß es auf der Versammlung laut dem Portal 021.rs.
„Das Ereignis, das uns alle bis ins Mark erschüttert hat, ist keine Tragödie, kein Unfall, kein Zufall. Es ist Mord, und dieser verlangt nach einem Schuldigen, nach Verantwortung und Gerechtigkeit. Da die Verantwortung ausblieb, haben wir beschlossen, unsere Stimme zu erheben – zuerst mit Schweigen“, erklärten die Teilnehmer.
Die Organisatoren kündigten an, dass sich die Bürger nun jedes Jahr am 1. November um 11:52 Uhr in Städten überall in Serbien versammeln werden, um den Opfern zu gedenken. Sie erklärten zudem, dass sie weiterhin nach den Verantwortlichen für deren Tod suchen und sich für eine Gesellschaft einsetzen werden, in der Menschen nicht wegen Korruption sterben.

Studenten riefen Bürger auf, ohne politische Symbole zu kommen

Das Gedenken wurde von Studenten organisiert, die die Bürger dazu aufriefen, keine Partei- oder politischen Symbole, Flaggen oder Transparente mitzubringen. Sie wollten, dass der Jahrestag in Stille und Würde abläuft, mit dem Fokus auf der Erinnerung an die Verstorbenen.

 
Novosti: „TERROR UND DIKTATUR, DAS DROHT SERBIEN“: Ana Brnabić kommentiert die Aussagen von Nebojša Zelenović

Ana Brnabić, stellvertretende Vorsitzende des Hauptvorstands der SNS, hat die neuen Behauptungen und Angriffe von Nebojša Zelenović gegen die Serbische Fortschrittspartei (SNS) kommentiert.
„Heute legen die Diktatoren aber mal so richtig los! Verbietet Vučić das Wort und verbietet dann auch gleich die SNS! Hat Aleksandar Vučić die ‚Befreiung‘ des Parlaments von der Opposition angekündigt? Ja, das hat er! Und lag er damit falsch oder hat er übertrieben? Nein, keineswegs.
Terror und Diktatur. Das steht Serbien bevor. Genau aus diesem Grund müssen sie Vučić und die SNS verbieten. Lasst mich euch sagen, was euer Problem ist: Ihr könnt jemanden einsperren, ihr könnt jemanden verbieten, aber ihr könnt freie Menschen nicht zum Schweigen bringen. Ihr könnt ihnen nicht verbieten zu denken, zu kämpfen und euch an jedem Ort Widerstand zu leisten.
Und genau das ist euer einziges Problem: Aleksandar Vučić und wir alle aus der SNS. Verbietet uns nur, aber wir werden unerschütterlich weiter gegen euren Terror, eure Diktatur und eure Schreckensherrschaft ankämpfen. Es gibt Menschen, die lassen sich einfach nicht einschüchtern“, erklärte Brnabić in ihrem Beitrag.

 
Ist doch süß, dass die treue Gefolgsfrau Ana Kampflesbe urplötzlich ihr Herz für die unschuldige, unterdrückte Meinungsfreiheit entdeckt. Kaum verliert die SNS nach 14 Jahren die Macht an die Studentenbewegung, mutieren die einstigen staatlichen Zuchtmeister zu Freiheitskämpfern für das "freie Denken“ :lol: . Wenn der soeben gestürzte Aleksandar Möchtegerngenozidler zuvor jahrelang die Befreiung des Parlaments von jeglicher Opposition androhte, war das natürlich nur lupenreine Demokratie. Wenn die neuen Machthaber nun aber die lückenlose Offenlegung von Regierungsdokumenten fordern, ist das selbstverständlich sofort der blanke Terror. Ein wirklich episches Schauspiel, wie herrlich flexibel man das Wort "Diktatur“ im politischen Vokabular hin- und herwenden kann, sobald das eigene Regime auf der Oppositionsbank landet.
 
Novosti: „TERROR UND DIKTATUR, DAS DROHT SERBIEN“: Ana Brnabić kommentiert die Aussagen von Nebojša Zelenović

Ana Brnabić, stellvertretende Vorsitzende des Hauptvorstands der SNS, hat die neuen Behauptungen und Angriffe von Nebojša Zelenović gegen die Serbische Fortschrittspartei (SNS) kommentiert.
„Heute legen die Diktatoren aber mal so richtig los! Verbietet Vučić das Wort und verbietet dann auch gleich die SNS! Hat Aleksandar Vučić die ‚Befreiung‘ des Parlaments von der Opposition angekündigt? Ja, das hat er! Und lag er damit falsch oder hat er übertrieben? Nein, keineswegs.
Terror und Diktatur. Das steht Serbien bevor. Genau aus diesem Grund müssen sie Vučić und die SNS verbieten. Lasst mich euch sagen, was euer Problem ist: Ihr könnt jemanden einsperren, ihr könnt jemanden verbieten, aber ihr könnt freie Menschen nicht zum Schweigen bringen. Ihr könnt ihnen nicht verbieten zu denken, zu kämpfen und euch an jedem Ort Widerstand zu leisten.
Und genau das ist euer einziges Problem: Aleksandar Vučić und wir alle aus der SNS. Verbietet uns nur, aber wir werden unerschütterlich weiter gegen euren Terror, eure Diktatur und eure Schreckensherrschaft ankämpfen. Es gibt Menschen, die lassen sich einfach nicht einschüchtern“, erklärte Brnabić in ihrem Beitrag.

So etwas wie die Brnabitch wünscht man im Grunde genommen keinem Volk der Welt !
 
So etwas wie die Brnabitch wünscht man im Grunde genommen keinem Volk der Welt !
Ana Brnabic hat einen Sohn mit ihrem Partnerin. Sie konnte sich nicht als Mutter registrieren lassen und ihn nicht mit in den Auslandsurlaub nehmen. Eben, wei in Serbien gleichgeschlechtliche Ehen, eingetragene Partnerschaften sowie das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare gesetzlich nicht anerkannt sind, gilt für Kampflesbe Ana rechtlich nicht als Elternteil des Kindes. Sie konnte sich im Geburtenregister folglich nicht als Mutter eintragen lassen.
Irgendwie erinnert sie mich auch an Alice Weidel
 
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