Leider gibt es noch immer Eltern die gegen Impfschutz sind.
Die Folgeschäden können enorm sein.
Das Gefährliche: „Die Krankheit hat eine der höchsten Komplikationsraten. Die Erreger schwächen das Immunsystem, sodass die Kinder viel anfälliger für weitere Infektionskrankheiten sind“, erklärt Dr. Heike Dobrev, niedergelassene Kinderärztin in Dresden. Das können Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen oder Kehlkopfentzündungen sein. „Am schlimmsten sind Gehirnentzündungen, die zu Behinderungen oder sogar zum Tod führen können. Das kommt in etwa einem von 1000 Fällen vor“, so Dobrev.
Sehr selten, dafür aber noch dramatischer ist eine andere mögliche Spätfolge der Maserninfektion: die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Diese generalisierte Gehirnentzündung kann bis zu zehn Jahren nach der Masernkrankheit auftreten und trifft etwa einen von 10.000 Erkrankten. „Das ist eines der schrecklichsten Krankheitsbilder, das ich bei Kindern erlebt habe“, sagt Professor Gerhard Gaedicke, ehemaliger Direktor der Klinik für allgemeine Pädiatrie und Kinderchirurgie an der Berliner Charité.„Kerngesunde Kinder entwickeln binnen weniger Monate irreparable Hirnschäden, die unweigerlich innerhalb eines Jahres zum Tode führen.“ Ein erhöhtes Risiko für die sehr seltene SSPE haben Kinder, die im ersten Lebensjahr eine Masernerkrankung durchgemacht haben.
Masern: Infektion mit Folgen | Baby und Familie