Princip_Grahovo
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Ende 1941 erging die Verordnung über die Einweisung in “Sammel- und Arbeitslager”. Mehr als 200.000 Menschen sollten allein im größten Lager, Jasenovac, ermordet werden. Die Opfer wurden teilweise mit Holzhämmern erschlagen oder langsam zu Tode getreten, zu Tode gepeitscht und in Ziegelöfen verbrannt. Das Verbrennen bei lebendigem Leib in den großen Öfen musste wieder eingestellt werden, da sich die Opfer in ihrer Todesangst eher von den Wachen erschießen oder erschlagen ließen, als in die Flammen zu gehen. - Man kann Pius XII. und allen anderen Beteiligten nur wünschen, dass die Lehren der katholischen Kirche über die Hölle und ihre ewigen Qualen nicht in voller Härte zutreffen.
Ein Vertreter des jugoslawischen Roten Kreuzes wurde 1942 in den Vatikan entsandt, um den Papst zu bitten, für die Beendigung der Gräueltaten der Ustascha zu sorgen. Schon dieser Vorgang zeigt, dass die realpolitische Einschätzung von einem wesentlichen Einfluss Pius XII. ausging. Der Repräsentant des Roten Kreuzes hatte Dokumente, um die Rolle der katholischen Kirche in Kroatien zu beweisen und man war der Ansicht, ein Machtwort des Papstes hätte die Ustascha-Soldateska zur Räson bringen können. Der Mann wurde abgewimmelt. - Im September 1943 empfing der Papst in einer Sonderaudienz 110 kroatische Militärpolizisten, deren alle, einschließlich derer, die im KZ Jasenovac dienten, seinen allerhöchsten Segen und Geschenke empfingen.
1961 wurde eines der Massengräber der Ermordeten von Jasenovac geöffnet. Als erst ein sehr kleiner Teil des Grabes zugänglich war, mussten die Arbeiten jedoch wieder eingestellt werden. Bis dahin hatten die Wissenschaftler schon an die 58.000 mit Holzhämmern zertrümmerte Schädel gezählt. Die Qualen der Opfer und der Sadismus der Wachen gegenüber den Gefangenen waren - so man das überhaupt messen kann - in Jasenovac mindestens so grauenvoll wie in großdeutschen KZ. In verantwortlichen Positionen des Lagers Jasenovac waren auch etliche Priester. Der Franziskanerpater Filipovic-Majstorovic wechselte den Beruf und wurde Leiter des KZ. Er war eines der blutrünstigsten Scheusale und pflegte während seines Mittagsmahles - er legte nur sein Besteck kurz zur Seite - vorgeführte Gefangene zu erschießen.
Die genaue Kenntnis des Vatikans von den Vorgängen in Jugoslawien spiegelt sich unter anderem in detaillierten Anweisungen an die Ortskirchen bezüglich der Umtaufe Orthodoxer. Mehrere Hunderttausend Menschen wurden Zwangskonvertierungen unterworfen, und diese Aktionen waren fast immer mit Massakern verbunden. Die Vergrößerung der Herde – mit welchen Methoden immer – ist seit es Päpste gibt ein vorrangiges Ziel der Heiligen Römischen Kirche. Kurz nach dem Krieg wurden in Gerichtsverhandlungen gegen Handlanger des Ustascha-Regimes etliche Beweise dafür vorgelegt, dass die katholische Kirche Kroatiens, unterstützt vom Vatikan, nicht nur von den Verbrechen gewusst, sondern die Ustascha unterstützt und bei ihren Aktionen ermutigt hatte.
Für Kirche und Vatikan war die Ustascha, ähnlich wie die Nazis, ein willkommenes Geschenk des Himmels, um “das Böse” hintanzuhalten. In dem einen Fall waren das die Kommunisten, im anderen die orthodoxen Serben. Selbst nach dem Krieg konnte Erzbischof Stepinac dem Ustascha-Regime noch Positives abgewinnen: Die Zahl der Abtreibungen sei zurückgegangen (!). Es zeigt sich am Beispiel Kroatien einmal mehr, wie ernst es die Kirche mit ihrem Anspruch meint, ihre Wahrheit zu verbreiten, ihr Terrain zu verteidigen. Der Zweck heiligt die Mittel, selbst wenn diese Mittel die unmenschlichsten, unvorstellbarsten und grauenhaftesten Untaten sind, die man anderen antun kann. Wir sollten gewarnt sein! Wer hätte 1930 geglaubt, dass Folter und Mordmethoden, wie wir sie von der Inquisition kennen, in Europa einen neuen Höhepunkt solchen Ausmaßes erleben würden.
Ein Vertreter des jugoslawischen Roten Kreuzes wurde 1942 in den Vatikan entsandt, um den Papst zu bitten, für die Beendigung der Gräueltaten der Ustascha zu sorgen. Schon dieser Vorgang zeigt, dass die realpolitische Einschätzung von einem wesentlichen Einfluss Pius XII. ausging. Der Repräsentant des Roten Kreuzes hatte Dokumente, um die Rolle der katholischen Kirche in Kroatien zu beweisen und man war der Ansicht, ein Machtwort des Papstes hätte die Ustascha-Soldateska zur Räson bringen können. Der Mann wurde abgewimmelt. - Im September 1943 empfing der Papst in einer Sonderaudienz 110 kroatische Militärpolizisten, deren alle, einschließlich derer, die im KZ Jasenovac dienten, seinen allerhöchsten Segen und Geschenke empfingen.
1961 wurde eines der Massengräber der Ermordeten von Jasenovac geöffnet. Als erst ein sehr kleiner Teil des Grabes zugänglich war, mussten die Arbeiten jedoch wieder eingestellt werden. Bis dahin hatten die Wissenschaftler schon an die 58.000 mit Holzhämmern zertrümmerte Schädel gezählt. Die Qualen der Opfer und der Sadismus der Wachen gegenüber den Gefangenen waren - so man das überhaupt messen kann - in Jasenovac mindestens so grauenvoll wie in großdeutschen KZ. In verantwortlichen Positionen des Lagers Jasenovac waren auch etliche Priester. Der Franziskanerpater Filipovic-Majstorovic wechselte den Beruf und wurde Leiter des KZ. Er war eines der blutrünstigsten Scheusale und pflegte während seines Mittagsmahles - er legte nur sein Besteck kurz zur Seite - vorgeführte Gefangene zu erschießen.
Die genaue Kenntnis des Vatikans von den Vorgängen in Jugoslawien spiegelt sich unter anderem in detaillierten Anweisungen an die Ortskirchen bezüglich der Umtaufe Orthodoxer. Mehrere Hunderttausend Menschen wurden Zwangskonvertierungen unterworfen, und diese Aktionen waren fast immer mit Massakern verbunden. Die Vergrößerung der Herde – mit welchen Methoden immer – ist seit es Päpste gibt ein vorrangiges Ziel der Heiligen Römischen Kirche. Kurz nach dem Krieg wurden in Gerichtsverhandlungen gegen Handlanger des Ustascha-Regimes etliche Beweise dafür vorgelegt, dass die katholische Kirche Kroatiens, unterstützt vom Vatikan, nicht nur von den Verbrechen gewusst, sondern die Ustascha unterstützt und bei ihren Aktionen ermutigt hatte.
Für Kirche und Vatikan war die Ustascha, ähnlich wie die Nazis, ein willkommenes Geschenk des Himmels, um “das Böse” hintanzuhalten. In dem einen Fall waren das die Kommunisten, im anderen die orthodoxen Serben. Selbst nach dem Krieg konnte Erzbischof Stepinac dem Ustascha-Regime noch Positives abgewinnen: Die Zahl der Abtreibungen sei zurückgegangen (!). Es zeigt sich am Beispiel Kroatien einmal mehr, wie ernst es die Kirche mit ihrem Anspruch meint, ihre Wahrheit zu verbreiten, ihr Terrain zu verteidigen. Der Zweck heiligt die Mittel, selbst wenn diese Mittel die unmenschlichsten, unvorstellbarsten und grauenhaftesten Untaten sind, die man anderen antun kann. Wir sollten gewarnt sein! Wer hätte 1930 geglaubt, dass Folter und Mordmethoden, wie wir sie von der Inquisition kennen, in Europa einen neuen Höhepunkt solchen Ausmaßes erleben würden.