In diesem Artikel (Spiegel von 1971) wird eine Befragung (1969 von Bahnhofstrichern aus Frankfurt a.M. ausgewertet.
Allgemein ueber Prostituierte sagt das nix, sondern spezifisch was ueber Strassenstricher vom Bahnhofsviertel.
Das sind genau die, welche fuer Missbrauch in ihrer Kindheit bekannt sind und auch deshalb im Mileu nicht gerne gesehen sind, ausser vielleicht bei miesesten Zuhaeltern...
Dieser Text ist der reinste Abfall. Hier wird ein Wert aus einer angeblichen Studie genannt, von der sonst nichts bekannt gegeben wird. Mal Hand aufs Herz. Glaubst du es einfach so, wenn dir jemand sagt 90% machen dies und das, oder moechtest du auch wissen wie man auf diesen Wert kam ?
Das wird selbst von Leuten als Propaganda abgetan, die sich fuer Prostituierte engagieren und das Milieu kennen.
Eine These ist auch noch, Legalisierung von Prostitution sei keine Loesung. Dabei ist bekannt, dass ein Verbot Prostitution nicht verschwinden laesst, sondern dazu fuehrt, dass PST gar keinen Schutz, gar keine Rechte mehr haben und Opfer von eben dieser Gewalt werden, die du ja so beklagst.
Was soll ich dazu bitte sagen ???
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-freier-sind-auch-nackt/?src=TE&cHash=84581bc1da
Nach einer Hamburger Studie sind 80 Prozent der Prostituierten traumatisiert durch Gewalterlebnisse oder Mißbrauch in der Kindheit
Liest sich auf den ersten Blick so als ob dieser Wert repraesentativ fuer Prostituierte allgemein waere.
Ich zitiere mal vollstaendig...
Nach einer Hamburger Studie sind 80 Prozent der Prostituierten traumatisiert durch Gewalterlebnisse oder Mißbrauch in der Kindheit. Das sind dann doch sehr viele Opfer. Hat Schwarzer dann nicht doch recht?
In einem Sperrbezirk wie in Hamburg herrscht eine ghettoartige Situation, eine Parallelgesellschaft. Da sammeln sich bevorzugt Menschen, die im "normalen" Leben gescheitert sind und bilden eine Subkultur. Eine landesweite Studie muss her, die auch teurere Callgirls oder Hausfrauen einbezieht. Die käme vielleicht zu anderen Ergebnissen.
Auch diese Studie wurde im Bahnhofsviertel von Hamburg (St.Georg) durchgefuehrt. Falls du mir nicht glaubst, lass dir mal von nem User aus HH sagen was da fuer Gestalten rumlaufen. Bezeichnend dass ausgerechent eine Ex-Prostituierte diesen Wert in Frage stellt, bzw ihn nicht fuer repraesentativ haelt. Diese Frau hat aber noch mehr Erfahrungswerte zum Thema beizutragen. Wenn ich mich mal an die Posts auf den ersten Seiten hier erinnere, muss ich das einfach hinzufuegen...
Wenn die Frau mündig ist und sich selbst entschlossen hat, wo ist der Verstoß gegen die Würde? Unter den Freiern gibt es genauso unterschiedliche Typen wie unter den Prostituierten. Die meisten kommen, weil sie gerade keine Partnerin haben. Es gibt die Abenteurer, die etwas ausprobieren wollen. Viele haben grundsätzlich ein Problem, eine Partnerin zu finden. Deshalb gibt es auch zum Beispiel Sexualassistenten für Behinderte. Es gibt auch eine Gruppe, die Frauen erniedrigen möchte. Aber diese Menschen sind psychisch krank und repräsentieren nicht den gesamten Kundenkreis.
[...]
Viele Menschen wollen keine Bordelle in ihrer Nachbarschaft haben. Verstehen Sie das?
Die Leute assoziieren kaputte, drogensüchtige Frauen, die kaputte, brutale Männer anlocken. Das ist ja in der Regel nicht so. Da wollen alle Beteiligten ein Höchstmaß an Diskretion. Mit anderen Worten: Die Menschen haben vielleicht schon ein Bordell in der Nachbarschaft, ohne es zu wissen.
Ist Prostitution für Sie also ein ganz normaler Beruf, in den die Arbeitsagentur jede und jeden vermitteln kann?
Prostitution ist kein normaler Beruf sondern ein Spezialberuf, für den man spezielle Voraussetzungen mitbringen muss. Das kann man nicht jedem Menschen zumuten.
Meine hier irgendwo gelesen zu haben, man koenne eine PST nicht achten, weil jeder einfach die Beine breit machen kann.
aber der Knueller schlechthin:
Ist es ein männliches Phänomen, sich Sex zu kaufen? Oder ein menschliches, auf das die Frauen auch noch kommen werden?
Frauen haben auch schon immer Sex gekauft oder Liebhaber gehalten, wenn sie es konnten. Historisch gesehen gingen Frauen, die offiziell keine Sexualität haben durften, natürlich diskreter damit um. Ich habe aufgehört, an typisch männliche und weibliche Sexualität zu glauben.
Das von einer Ex-Prostituierten...
Alles in einem sagt sie ziemlich genau das, was ich hier auch die ganze zeit sage. (kann ja jeder vergleichen)
Du hast einfach einen Wert aus einer Frage zitiert, der aber so allein nichts anderes als truegerisch ist.
Naechste Quelle (Literatur ueber Frauen mit Kindern im Strafvollzug)
Hier wird ein Wert von 60-70% genannt und sich auf "Untersuchungen" berufen. Anhand der Art von Literatur, gehe ich davon aus, dass es sich wieder um den gleichen Typ Prostituierten handelt, auch den pathologischen Typ genannt.
Du hast mir natuerlich keine Quellen liefern koennen, aus denen hervorgeht, dass die meisten Prostituierten diese Taetigkeit als Fulltime-Job machen. Dafuer gibt es auch einen Grund. Die meisten machen dies naemlich als Nebenjob. Die wenigsten lassen sich, wie du zu sagen pflegst, 20 mal am Tag [...] Solche Faelle mag es sicherlich geben, aber auf die meisten trifft das so nicht zu.
Die meisten Prostituierten (davon geht man inzwischen aus) lassen sich gar nicht richtig erfassen. Sie schaffen gelegentlich an, womit wir wieder auf das eigentliche Thema dieses Threads kommen. Du skizzierst das Bild einzig und allein eines bestimmten Typus und stellst ihn als repraesentativ fuer die gesamte Branche dar. Das ist aber so richtig, als wuerde ich alle aus der Gastronomie als arme ausgebeutete Schlucker hinstellen, nur weil die von McDonalds und anderen Schnellrestaurants am Arsch sind. Das es dabei viele gibt, die sich frueh fuer Gastro entscheiden, weil sie Bock drauf haben und gut damit leben, lasse ich dann aber aussen vor...
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Du solltest dir mal 5 Minten nehmen, dich auf einen Stuhl setzen, in Ruhe aus dem Fenster in die Ferne gucken und dich ehrlich fragen, ob du Prostitutierte wirklich so allgemein beurteilen kannst. Ich denke naemlich nicht...
Edit: Auch viele bekannte Pornodarstellerinnen haben zugegeben, missbraucht worden zu sein, zb Jenna Jameson in ihrer Biographie. Da such ich die Quellen jetzt aber nich raus, glaub es mir halt einfach oder google es selber, hab grad nich so Zeit.
Heute hat man in dieser Branche vor allem durch das Inet ganz andere Moeglichkeiten sich zu vermarkten, sich "selbst" zu vermarkten. Die Mehrheit aller PST entscheidet sich nicht dafuer, weil sie mal missbraucht wurden, sondern weil es eine Moeglichkeit ist schnell an gutes Geld zu kommen.
Die Verlockung des Geldes haben alle Berufe in unterschiedlichem Ausmass geimsam...
Aber es einfach dabei zu belassen, wenn die eigene Tochter sagt "Ich will Hure werden" und sie nur ein bißchen warnen, das ist total kurzsichtig. Man sollte wirklich hinterfragen, wieso sie das wünscht. In den meisten Fällen steckt nun mal mehr dahinter als einfach nur Bock auf Sex. Mir geht's dabei auch nicht um so'n Scheißdreck wie Ruf/Prestige/Ehre, sondern einfach um die Gefahren, die da lauern, sowohl für Körper als auch für Psyche. Und die Verharmlosung von Prostitution kann ich echt nicht mehr ab. Das ist ein höchst problematischer Job, den man mit intakter Psyche bzw NUR gesteigertem Sexualtrieb nicht machen würde.
Hier frage ich mich aus welchem Grund du das Psycho-Argument auspackst. Ich habe niemals in keinster Weise was anderes gesagt. Das ist ohne jeglichen Zusammenhang...
Du stellst es so lapidar hin, als ob ich mich nen Dreck sorgen, und sie mal auf die Schnelle warnen wuerde.
Auf diese Fragestellung bin ich so ausfuehrlich wie sonst niemand hier eingegangen und kriege auch noch am meisten auf den Deckel. Wie sieht es eigentlich mit dir selbst aus ?
Was wuerdest du tun, wenn dein Kind jetzt zu dir kommt und sagt, "du Mama, ich bin seit nem Monat in dieser Richtung beruflich unterwegs" ?
Erzaehl doch mal, wie wuerdest du handeln ?
Ok, Nachforschung klingt unheimlich spannend... aber jetzt mal praktisch. Du stehst bereits vor vollendeten Tatsachen und was machst du, was sagst du deinem Kind, was sind die ersten wichtigen Dinge ?
Waere ja auch ganz nett, wenn du die anderen Nervfragen beantworten wuerdest. Immerhin masst du dir an, mich dafuer zu kritisieren, gibst aber selbst keinerlei Statement ab. Du hast sogar deine Zustimmung unter diese Beitraege gegeben und von qualitativ guten Beitraegen gesprochen.
Von dir und Kaurin kommt selbst garnichts dazu, aber ist klar, dass ich Angriffsflaechen biete, wenn ich als einziger auf unangenehme Fragen antworte. Ihr macht es euch beide einfach...
Und zu Emir ...
Er ist immerhin noch ehrlich. Wenn man sich mal die ersten Beitraege hier anschaut, dann steht da oft auch nichts anderes. Mittlerweile traut sich niemand mehr so richtig drauf zu kloppen. Ich glaube auch, dass dein (Bambi) Edit nicht ehrlich gemeint war. Das Bild, welches du hier skizzierst, zeigt nur wie wenig du diesen Beruf achtest, was ja auch aus deinen ersten Beitragen eindeutig hervorgeht.
In BRD gibt es seit einigen Jahren rechtlichen Schutz fuer Prostituierte, von dem aber nur die wenigsten Gebrauch machen. Die meisten haben nicht den Mut, sich offiziel zu dem Beruf zu bekennen, sie haben Angst vor der Keule der Gesellschaft. Sie schleichen in der Anonymitaet umher und begeben sich deshalb in Gefahr. Deswegen werden immernoch viel zu viele PST Opfer von Gewalt, weil ihnen die Anonymitaet keinen wirklichen Schutz bieten kann. Das stoert viele aber weniger, als den Hammer der Oeffentlichkeit auf den Kopf zu bekommen.
Deswegen meine ich ja, respektiere diese Leute so wie sie sind und zu 100%, dann sind sie auch vor koerperlicher Gewalt geschuetzt.
Diese Gewalt muesste nicht sein, wenn sich mehr Leute von mittelalterlichen Werten trennen koennten und diese Menschen 100% akzeptieren und respektieren...