T
Theodisk
Guest
Ich denke einem antiken Griechen vor ca. 2.000 Jahren wäre es nicht anders ergangen, wenn er diese fremdartigen Wörter in seiner Schriftsprache gelesen hätteDiese Wörter/Namen sind zwar mit griechischen Buchstaben geschrieben, die wir zwar lesen können, aber sie ergeben - zumindest für mich - keinen Sinn. Ich habe lediglich einen "Gerolanos", "Ouilloneos" und einen "Naumasatis" als Namen identifizieren können. Der Rest ist mir völlig fremd.
Hippokrates
Meine mir bekannte Übersetzung lautet:
Gallisch: Segomaros Villoneos tooutious (Aussprache verm.: "tautiaus" oder "tautios") Namausatis eioru Belesamin sosin Nemeton.
Deutsch: Segomaros (Sohn des) Villoneos Sohn Einwohner von Namausatis/Nimes weihte (der Göttin) Belisama dieses Heiligtum.
Man könnte, was die Inschrift betrifft, denken, dass es dem Schreiber vielleicht nicht ganz geglückt ist die gallische Phonetik 1:1 in die griechische Schrift zu übertragen.
Deine Übersetzung finde ich auch interessant, hier hast du wohl СΕΓΟΜΑΡΟС als Gerolanos übersetzt. ΟΥΙΛΛΟΝΕΟС als Ouilloneos zu übersetzen, stimmt mit der offiziellen Übersetzung überein, wobei eine andere Quelle Ouilloneos als Villoneos lautschreibt.
ΤΟΟΥΤΙΟΥС, Tooutious. ΝΑΜΑΥСΑΤΙС, Namausatis. ΕΙѠΡΟΥ ΒΗΛΗ, Eiorou Bele - СΑΜΙ - sami
Leider reduzierten sich solche greko-gallischen Inschriften tatsächlich nur auf solche. Man schrieb nur kurze Phrasen, auf Grabsteine oder Steine für geweihte Plätze. Wären die gallischen Kelten nicht zum großen Teil romanisiert worden, würde man heute in Frankreich wahrscheinlich eine abgewandelte Form der altgriechischen Schrift als Schreibschrift verwenden (wenn sich der römische Einfluss in Grenzen gehalten hätte).
Was jedoch dadurch auch ersichtlich ist, ist dass der Stamm, der diese Inschrift prägen ließ, wohl gute Kontakte zu den antiken Hellenen oder Makedonen gehabt haben muss. Die griechische Kultur hatte schließlich auch bedingten Einfluss auf die La-Téne Kultur.