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Ein Ton, den niemand hört, verrät deinen Rechner – bei 25,8 Millionen AliExpress-Nutzern in Deutschland
Ein Onlineshop lässt sich betreten wie ein Kaufhaus, freundlich beleuchtet und scheinbar harmlos. Hinter der Fassade von AliExpress, einer Handelsplattform des chinesischen Alibaba-Konzerns mit monatlich rund 25,8 Millionen Nutzern in Deutschland (Quelle: AliExpress/DSA-Transparenzbericht), beginnt schon beim Aufruf der Startseite eine Vermessung des Besuchers, lautlos und ohne dessen Wissen.

Aufgefallen ist das durch einen Zufall, ausgerechnet durch ein Paar Kopfhörer. Der Entwickler Matt Callaghan hatte seine Bluetooth-Hörer gleichzeitig mit Telefon und Rechner verbunden, wie es die Multipoint-Technik erlaubt. Solange der Rechner schwieg, kam die Musik vom Telefon. Öffnete Callaghan jedoch AliExpress, brach die Wiedergabe ohne ersichtlichen Grund ab. Schloss er den Reiter, kehrte die Musik augenblicklich zurück. Das Stummschalten des Browsers oder von Windows half nichts. Verdächtig genug, um nachzusehen. Callaghan prüfte jetzt die üblichen Übeltäter, die Audio- und Videoelemente der Seite und die Aufrufe zur Wiedergabe. Auch die Angaben der Mediensitzung blieben leer. Auffällig war nur der Verzug: Die Störung setzte nicht sofort ein, erst nach einigen ruhigen Sekunden begann sie. Also belauschte er die Seite von Beginn an und fing den Baustein ab, mit dem ein Browser Klang verarbeitet. So fand er zwei verborgene Kontexte, die still in den laufenden Zustand wechselten und sich mit dem Ausgang verbanden.

 
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