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Allah ist nicht Gott

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Allah ist nicht Gott
Nach dem Karikaturenstreit treten die Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam wieder in den Hintergrund

von Gernot Facius

George W. Bush provozierte einen Aufschrei im eigenen religiösen Lager. Gefragt, ob Moslems denselben Allmächtigen anbeten wie Juden und Christen, antwortete der Methodist im Weißen Haus: "Ich glaube, wir verehren denselben Gott."

Mit diesem Statement, abgegeben vor zwei Jahren, bewegte sich der US-Präsident nicht trittfest auf theologischem Terrain - wie alle, die aus einem gesteigerten Harmoniebedürfnis über die Differenzen zwischen Christentum und Islam politisch-pragmatisch ("um des Friedens willen") hinwegschauen möchten. Denn mit der verstärkten islamischen Präsenz im Westen und der Wucht der Reaktion auf die dänischen Mohammed-Karikaturen treten die in geduldiger Arbeit herausdestillierten Gemeinsamkeiten in den Hintergrund.

Betont wird wieder das jeweils Trennende. Es setzt ein neuer Paradigmenwechsel ein. Die Antwort auf die Frage "Zu welchem Gott sprichst du, wenn du Gott sagst?", wird zum Gradmesser "wahrer" Christlichkeit. Dem multireligiösen Dialog begegnet man in beiden Großkirchen mit Mißtrauen: Er fördere Synkretismus, die Vermischung von Glaubenselementen, erzeuge religiöse Gleichgültigkeit.

"Ungeheuerliches" glaubten traditionalistische Kreise schon in der 2003 von der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen "Arbeitshilfe Christen und Muslime" entdeckt zu haben - den Satz "Christentum und Islam stellen zwei verschiedene Zugänge zu demselben Gott dar". Damit werde die Offenbarung in Jesus Christus, der allein Weg, Wahrheit und Leben sei, auf eine Stufe mit dem Islam gestellt und der Dreifaltige Gott wider alle Wahrheit und auch entgegen den Lehren des Islam mit Allah gleichgesetzt, ätzten sie. Aber hat nicht das Zweite Vatikanische Konzil 1965 - bei aller theologischen Differenzierung des Gottesbildes - erklärt, daß die Kirche die Muslime "mit Hochachtung" betrachte, gerade weil sie auch den "alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat"?

Papst Johannes Paul II. bekräftigte diese Aussage, als er 1989 in seiner Nahost-Friedensbotschaft die Muslime "im Namen desselben Gottes, den wir anbeten und dem zu dienen wir uns bemühen" um Unterstützung bat. Eine Neigung zur "Allerlösungslehre" attestierten innerkirchliche Kritiker dem Wojtyla-Papst.

Deutsche Oberhirten reden nicht gern über diesen Zwist im eigenen Haus, der Züge eines internen Religionskampfes angenommen hat. Sie äußern sich allenfalls verklausuliert. Wie der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen: Leider hätten "einige in unserer Kirche" die Konzils-Erklärung, mit der Rom die Tür zu den nichtchristlichen Religionen aufgestoßen hat, bis heute nicht verkraftet.

Dürfen oder können Christen und Moslems gemeinsam beten - etwa bei "multireligiösen Feiern", in Schulen, Krankenhäusern, bei öffentlichen Gedenkanlässen? Der Koran lehnt die christliche Rede vom dreieinigen Gott ab, sieht in ihr Götzendienst und unvergebbare Sünde; wo die Scharia, das islamische Rechtssystem gilt, könnte diese These als Blasphemie bestraft werden. Die theologische Differenz erweist sich als entscheidende Klippe, an der ein gemeinsames Gebet scheitern muß.

Allah ist eben doch nicht gleich Gott, obwohl arabisch sprechende Christen die biblische Gottesbezeichnung mit "Allah" übersetzen und Christen in Südostasien von "Allah" reden, um sich gegen ein polytheistisches Gottesverständnis abzugrenzen. Ein gemeinsam vorgetragenes Gebet würde eine Übereinstimmung vortäuschen, die es nicht gibt. Und ist nicht gerade das Gebet etwas so Zentrales im jeweiligen Glauben, daß es für die Demonstration von Einigkeit höchst ungeeignet ist?

Strikt bibeltreue Christen wenden ein: Der Bibel gehe es nicht um die Frage, welche Vorstellungen Menschen von Gott haben, sondern um die Realität Gottes. Wer ist Gott wirklich? Daraus ergibt sich die weitere Frage, wie und wo der eine wahre Gott Menschen begegnet ist und sich als wahr und wirklich zu erkennen gegeben hat: in Jesus Christus. Alle Religionen als gleich wahr zu betrachten, was einem gemeinsamen Gebet die Legitimation verschaffen würde, sei "gleichbedeutend mit der Erklärung, daß alle falsch sind" - sagt die katholische Internationale Theologenkommission. Oder mit Papst Benedikt XVI. gesprochen: "Der Pluralismus bricht klar mit dem Glauben, daß allein von Christus das Heil kommt."

Bleibt also nur das Modell Assisi? Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke nennt es das Vorbild aller multireligiösen Begegnungen. In Assisi, dem Ort des heiligen Franziskus, hatte Johannes Paul II. dreimal die großen Religionen zu gemeinsamen Feiern eingeladen, 1986, 1993 und 2002 - ein Dialog religiöser Erfahrung im Dienste eines gemeinsamen Ziels, des Friedens in der Welt. Dabei wurde nicht miteinander gebetet oder gesungen. Vielmehr haben die Abgesandten der Religionen zunächst an verschiedenen Orten für sich gebetet. Später sind sie zusammengekommen, um nacheinander zu beten oder religiöse Texte vorzutragen, während die anderen respektvoll zugehört haben. Rom suchte so den Vorwurf der Religionsvermischung zu entkräften. Nicht alle Skeptiker ließen sich freilich überzeugen. Selbst der einstige Kurienkardinal Joseph Ratzinger verhielt sich gegenüber Assisi lange reserviert.

Auch dieses "Modell" hat seine Tücken. Ob man "gemeinsam zu" oder "nebeneinander vor" Gott betet, ob man das Gebet des Moslems oder Christen mitbetet oder ihm nur andächtig zuhört, das ist freilich eine etwas spitzfindige theologische Unterscheidung. Für den normalen Zeitgenossen wird dieser Unterschied kaum verständlich sein.

http://www.welt.de/data/2006/03/01/852962.html?s=2
 
aiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii bre
:lol: :lol:
 
Allah ist Gott und Gott ist Allah.
Das wars. Und sei mal leise Serbe.
In ca. 50 Jahren sind auch deine Nachfahren Muslime..
 
hmm, Bibel und Koran meinen den gleichen Gott und doch willst du hier uns was anderes loslabern?


Wenn Allah nicht Gott ist (Allah heisst Gott, nur auf arabisch, fallst das nicht gemerkt hast) warum hat der ISlam JEsus auch als Propheten?


soll ich meine Signatur von Sumadinac auf LAla ändern? :lol: :lol:
 
Das ist die Offizielle Meinung der Kirche. Und aller Kirchen Kiritiker. Allah ist nicht Gott und Gott nicht Allah.
 
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