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Bewertung. Restaurants, Essen, Gäste usw.

Ivo2

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Croatia
Neues Online-Portal ermöglicht Gastronomen, Gäste zu bewerten

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München (dpo) - Jahrelang zitterten Restaurants vor den Onlinebewertungen ihrer Kunden – jetzt schlägt eine Frau aus München zurück. Die Restaurantinhaberin Susanne Zenkert hat mit Guestscore ein Onlineportal gegründet, auf dem Gastronomen ihre Gäste künftig nach einem Sternesystem bewerten können.

"Ungepflegt, riecht nach Zigarettenrauch. Braucht ewig, um Essen aus Speisekarte zu wählen. Mieses Trinkgeld. Einer von fünf Sternen" – solche Sätze finden sich auf dem Portal Guestscore, wo seit dem Start am Wochenende schon mehr als 28.000 Bewertungen einsehbar sind. Die meisten sind positiv, doch auch einige negative in drastischer Sprache sind darunter.

Aus Sicht von Susanne Zenkert war es höchste Zeit, dass die Gastronomiebranche zurückschlägt. Bei einem Mittagessen in ihrem Restaurant stellt sie uns ihr Projekt vor: "Viel zu lange lassen wir uns schon von unsympathischen Gästen schikanieren, die ungestraft die frechsten Bewertungen abgeben, sobald irgendeine Kleinigkeit nicht passt. Jetzt sollen sie mal selbst spüren, wie sich das anfühlt."

Dank Guestscore können sich Restaurants nun schon von Anfang an auf die Gäste einstellen. "Wer drei bis fünf Sterne hat, wird wenig Unterschiede zu vorher bemerken. Da sind wir allenfalls noch freundlicher als sonst."

Anders sei es bei negativ bewerteten Gästen: "Bei Leuten mit 2 Sternen geben wir uns zum Beispiel gar nicht erst Mühe, sondern knallen ihnen ihr Essen lustlos hin. Trinkgeld ist da sowieso nicht zu erwarten", so Zenkert. "Gäste mit einem Stern schmeißen wir sofort wieder raus. Das sind notorische Störenfriede, Schnorrer oder Zechpreller."

Ein Mann mit einer Zeitung unterm Arm betritt das Restaurant und setzt sich an einen Einzeltisch. Zenkert wirft einen Blick auf Guestscore, wo neben einem Foto des Gastes steht: "Bestellt nur einen Espresso und geht dann eine Stunde kacken. 1 Stern."

Die Gastronomin steht auf und verabschiedet sich von unserem Reporter: "Tschüss, ich muss jetzt jemanden rausschmeißen." Sie hält kurz inne und ergänzt dann: "Und ich würde Ihnen raten, beim Abkassieren zu sagen, dass es geschmeckt hat, und beim Zahlen großzügig aufzurunden. Sonst haben Sie ganz schnell einen schlechten Ruf auf Guestscore weg."

 

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"Haben Sie reserviert?"
In der Gastronomie reißen vielfach neue, seltsame Sitten ein

Es ist brutheiß, und man will in einem schattigen Gasthaus- und Restaurantgarten kurz verschnaufen. Da kann es schon passieren, dass – besonders in Wien – das folgende kleine Wut-Theaterstück abläuft:

Es ist Spätnachmittag. In einem großen Park ist ein großer Wirtshausbetrieb unter schönen, schattigen Bäumen eingerichtet. Ein Blick zeigt: mindestens zwei Drittel der Tische sind leer. Man nähert sich den beiden jungen Damen, die hinter einem kleinen Podest stehen; sie erkennen die Absicht und stellen die Frage aller Fragen:

"Haben Sie reserviert?"

Der potenzielle Gast verweist auf die Reihen und Reihen von leeren Tischen und Bänken (es ist ein Großrestaurant) und stellt die Gegenfrage, ob die jungen Damen das ernst meinen. "Ja, denn es kommen gleich mehr Gäste." Wahrscheinlich hunderte vom nahe gelegenen Hauptbahnhof? Die jungen Damen erkennen, dass hier Einlenken vielleicht besser wäre, und bieten dem Gast einen Platz "drinnen" an. Der verzichtet.

 
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