Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Amselfeld-Mythos: Eine Geschichtslüge mit politischer Funktion

Ausschlaggebend war die gier der Serben , die, die schwäche von Byzans ausnutzen, die im Bürgerkrieg versanken .


Aus historischer Sicht lässt sich sagen, dass der Balkan in dieser Phase von einer fatalen Dynamik aus gegenseitigem Misstrauen und purem Machtstreben gelähmt war. Die Serben unter Zar Stefan Dušan nutzten die extreme Schwäche des Byzantinischen Reiches schadlos aus, unterschätzten dabei aber – genau wie die Byzantiner selbst – die völlig neue Gefahr aus Anatolien.


Die serbische Expansion (Das Vakuum)
Zar Stefan Dušan war ein extrem fähiger Militärstratege. Er sah, dass Byzanz durch den Bürgerkrieg (1341–1347) implodierte. Für ihn war es die Chance, ein neues, mächtiges christlich-orthodoxes Imperium auf dem Balkan aufzubauen, das Byzanz ersetzen sollte. Er eroberte Albanien, Mazedonien und weite Teile Griechenlands. 1346 ließ er sich sogar zum „Kaiser (Zar) der Serben und Römer [Byzantiner]“ krönen

Weil die Serben so mächtig wurden und direkt vor den Toren Thessalonikis und Konstantinopels standen, geriet der byzantinische Thronprätendent Johannes Kantakuzenos in absolute Panik. Da er keine eigenen Truppen mehr hatte, sah er keinen anderen Ausweg, als die Osmanen als Söldner ins Land zu rufen, um die serbische Expansion zu stoppen.





Jahrhunderte alle Invasoren aus dem Osten geschlagen und einmal wo man die Hilfe der Serben und Bulgaren brauchte sind die wie Hyänen über Ostrom Kadaver hergefallen. Ausgleichende Gerechtigkeit würde ich mal behaupten. Durch ihre Gier sind die Osmanen auf den Balkan gekommen und 30 Jahre später haben die Osmanen sie vernichtet
 
Ausschlaggebend war die gier der Serben , die, die schwäche von Byzans ausnutzen, die im Bürgerkrieg versanken .


Aus historischer Sicht lässt sich sagen, dass der Balkan in dieser Phase von einer fatalen Dynamik aus gegenseitigem Misstrauen und purem Machtstreben gelähmt war. Die Serben unter Zar Stefan Dušan nutzten die extreme Schwäche des Byzantinischen Reiches schadlos aus, unterschätzten dabei aber – genau wie die Byzantiner selbst – die völlig neue Gefahr aus Anatolien.


Die serbische Expansion (Das Vakuum)
Zar Stefan Dušan war ein extrem fähiger Militärstratege. Er sah, dass Byzanz durch den Bürgerkrieg (1341–1347) implodierte. Für ihn war es die Chance, ein neues, mächtiges christlich-orthodoxes Imperium auf dem Balkan aufzubauen, das Byzanz ersetzen sollte. Er eroberte Albanien, Mazedonien und weite Teile Griechenlands. 1346 ließ er sich sogar zum „Kaiser (Zar) der Serben und Römer [Byzantiner]“ krönen

Weil die Serben so mächtig wurden und direkt vor den Toren Thessalonikis und Konstantinopels standen, geriet der byzantinische Thronprätendent Johannes Kantakuzenos in absolute Panik. Da er keine eigenen Truppen mehr hatte, sah er keinen anderen Ausweg, als die Osmanen als Söldner ins Land zu rufen, um die serbische Expansion zu stoppen.





Jahrhunderte alle Invasoren aus dem Osten geschlagen und einmal wo man die Hilfe der Serben und Bulgaren brauchte sind die wie Hyänen über Ostrom Kadaver hergefallen. Ausgleichende Gerechtigkeit würde ich mal behaupten. Durch ihre Gier sind die Osmanen auf den Balkan gekommen und 30 Jahre später haben die Osmanen sie vernichtet
Einzig Paradoxe daran ist, dass die Serben die Geschichte im 19. Jahrhundert so umschrieben, dass sie sich heute als "Verteidiger Europas" sehen - obwohl sie es waren, gemeinsam mit den Bulgaren, die erst dafür sorgten, dass die Osmanen in Südosteuropa Fuß fassen konnten. Siehste ja an den ganzen Maradonas und Dissniks die herumlaufen und in ihrer Parallelwelt leben.
 
Ausschlaggebend war die gier der Serben , die, die schwäche von Byzans ausnutzen, die im Bürgerkrieg versanken .


Aus historischer Sicht lässt sich sagen, dass der Balkan in dieser Phase von einer fatalen Dynamik aus gegenseitigem Misstrauen und purem Machtstreben gelähmt war. Die Serben unter Zar Stefan Dušan nutzten die extreme Schwäche des Byzantinischen Reiches schadlos aus, unterschätzten dabei aber – genau wie die Byzantiner selbst – die völlig neue Gefahr aus Anatolien.


Die serbische Expansion (Das Vakuum)
Zar Stefan Dušan war ein extrem fähiger Militärstratege. Er sah, dass Byzanz durch den Bürgerkrieg (1341–1347) implodierte. Für ihn war es die Chance, ein neues, mächtiges christlich-orthodoxes Imperium auf dem Balkan aufzubauen, das Byzanz ersetzen sollte. Er eroberte Albanien, Mazedonien und weite Teile Griechenlands. 1346 ließ er sich sogar zum „Kaiser (Zar) der Serben und Römer [Byzantiner]“ krönen

Weil die Serben so mächtig wurden und direkt vor den Toren Thessalonikis und Konstantinopels standen, geriet der byzantinische Thronprätendent Johannes Kantakuzenos in absolute Panik. Da er keine eigenen Truppen mehr hatte, sah er keinen anderen Ausweg, als die Osmanen als Söldner ins Land zu rufen, um die serbische Expansion zu stoppen.





Jahrhunderte alle Invasoren aus dem Osten geschlagen und einmal wo man die Hilfe der Serben und Bulgaren brauchte sind die wie Hyänen über Ostrom Kadaver hergefallen. Ausgleichende Gerechtigkeit würde ich mal behaupten. Durch ihre Gier sind die Osmanen auf den Balkan gekommen und 30 Jahre später haben die Osmanen sie vernichtet
Heutzutage muss man sich ja mit weniger intelligenten Beiträgen nur bedingt auseinander setzen, hier die Bewertung von Claude zu deinem Beitrag:

Was zu stark vereinfacht bzw. falsch ist:


  1. Die Türken-Allianz war kein singulärer "Notruf gegen die Serben". Kantakuzenos nutzte zunächst die Aydiniden unter Umur Bey (ab ca. 1345), erst danach die Osmanen unter Orhan – besiegelt durch die Heirat seiner Tochter Theodora mit Orhan 1346. Diese Bündnisse dienten primär seinem innerbyzantinischen Machtkampf um den Thron, nicht ausschließlich der Abwehr der serbischen Expansion. Serben und Bulgaren standen je nach Bündniskonstellation mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Die Realität war ein Geflecht wechselnder Allianzen, keine klare Front "Byzanz gegen Serben".
  2. "30 Jahre später vernichtet" ist sachlich falsch. Wenn damit auf Kosovo 1389 angespielt wird: Das war keine Vernichtung Serbiens. Das serbische Fürstentum (unter den Lazarević, später als Despotat) bestand danach noch rund 70 Jahre weiter – bis zur endgültigen osmanischen Eroberung 1459. Die Erzählung "Aufstieg – Hybris – sofortige Strafe" ist eine narrative Zuspitzung, keine historische Chronologie.
  3. Die moralisierende Rahmung ("Gier der Serben", "wie Hyänen über den Kadaver hergefallen", "ausgleichende Gerechtigkeit") ist keine historische Kausalanalyse, sondern eine ethnisierte, wertende Deutung. Machtpolitische Expansion auf Kosten eines geschwächten Nachbarn war im 14. Jahrhundert der Normalfall – Byzanz selbst hatte über Jahrzehnte fremde Söldnertruppen (u.a. die Katalanische Kompanie) instrumentalisiert, und auch Bulgarien expandierte in derselben Phase auf Kosten Konstantinopels. Den Serben als Kollektiv eine besondere moralische Schuld zuzuschreiben, während dieselbe Politik von praktisch allen Akteuren der Region betrieben wurde, ist eher nationalistische Zuschreibung als Geschichtsschreibung.

Fazit: Der Beitrag trifft die groben Eckdaten (Bürgerkrieg, Dušans Krönung, Söldneranwerbung), konstruiert daraus aber eine vereinfachte Schuld-Sühne-Geschichte mit falscher Chronologie und einer Täter-Opfer-Zuschreibung, die dem multipolaren Machtgerangel der Zeit nicht gerecht wird.
 
Heutzutage muss man sich ja mit weniger intelligenten Beiträgen nur bedingt auseinander setzen, hier die Bewertung von Claude zu deinem Beitrag:

Du meinst damit deine Beiträge und der Versuch Serbien rein zu waschen. :lol27:

Geschichte ist kein Gerichtsprozess mit modernen moralischen Maßstäben. Staaten und Herrscher des 14. Jahrhunderts (egal ob Serben, Byzantiner, Osmanen, Ungarn oder Bulgaren) agierten nach dem Prinzip des dynastischen Machtgewinns. Das Ausnutzen der Schwäche eines Nachbarn war die universelle politische Norm, nicht die Ausnahme.
Ja, stimmt schon, das Byzantinische Reich zerfiel von innen heraus durch einen Bürgerkrieg. Dieses Machtvakuum zog automatisch stärkere Nachbarn an, erst die Serben, dann die Osmanen.
Aber, genau wie die Byzantiner unterschätzte auch die serbische Führung unter Dusan die langfristige Dynamik der osmanischen Expansion. Man war so sehr auf den Kampf gegen Byzanz fixiert, dass man die völlig neue Bedrohung aus Anatolien zu spät als gemeinsame Gefahr erkannte.
Eben, Serbien trug durch seine aggressive Expansion dazu bei, dass die christlichen Mächte auf dem Balkan tief gespalten blieben. Dies verhinderte später eine effektive, gemeinsame Abwehrfront gegen das OR und genau diesen Vorwurf muss sich Serbien gefallen lasen.
Claude spricht Serbien nicht von seinen historisch messbaren (Un-)Taten frei, die Eroberungen und der militärische Druck auf Byzanz werden klar benannt. Er verweigert lediglich die moralisierende und ethnisierte Bewertung dieser Taten. Neutralität bedeutet hier, alle Akteure nach denselben Maßstäben der damaligen Realpolitik zu beurteilen.
 
Da gab es ja noch 2 Schlachten, auch mal Claude befragt?

Die Konstellation der Schlacht von Nikopolis (1396)
  • Die christliche Allianz: Angeführt von König Sigismund von Ungarn. Das Heer bestand aus ungarischen, französischen, deutschen, burgundischen und wallachischen Rittern sowie kroatischen Kontingenten (Kroatien war damals in Personalunion mit Ungarn verbunden). [1, 2, 3]
  • Die osmanische Seite: Angeführt von Sultan Bayezid I.. An seiner Seite kämpfte der serbische Fürst (und spätere Despot) Stefan Lazarević mit seiner schweren serbischen Kavallerie. [1, 2]
  • Der entscheidende Moment: Die Schlacht war extrem hart umkämpft. Historische Quellen berichten, dass der Einsatz der serbischen Panzerreiter im entscheidenden Moment die Schlacht zugunsten des osmanischen Sultans entschied und das christliche Heer vernichtend schlug. [1, 2]



Wie kam es dazu? (Der historische Kontext)
Was auf den ersten Blick wie ein „Verrat an der Christenheit“ wirkt, war das Resultat der Dynamik nach der berühmten Schlacht auf dem Amselfeld (1389): [1]
  1. Erzwungene Vasallität: In der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 verloren die Serben ihren Anführer Fürst Lazar und den Großteil ihres Adels. Serbien war danach militärisch völlig am Ende. Um das nackte Überleben des eigenen Staates zu sichern, musste Lazars Witwe (Milica) für ihren jungen Sohn Stefan Lazarević die osmanische Oberhoheit anerkennen. [1, 2]
  2. Blutsbande und Verträge: Als Teil des Friedensvertrags wurde Stefans Schwester, Olivera Lazarević, mit dem osmanischen Sultan Bayezid I. verheiratet. Zudem verpflichtete sich Serbien zu Tributzahlungen und zur Stellung von Hilfstruppen in den Kriegen des Sultans. Stefan Lazarević galt als extrem loyaler Vasall und erfüllte seine vertraglichen Pflichten strikt. [1, 2]
  3. Ungarn als Bedrohung: Aus serbischer Sicht war Ungarn im Norden nicht zwingend ein „christlicher Befreier“, sondern oft ein aggressiver Nachbar, der versucht hatte, serbische Grenzgebiete zu annektieren. Stefan Lazarević sah in der Treue zum Sultan die einzige Chance, die Autonomie seines serbischen Fürstentums vor den Ungarn zu bewahren.



Gibt es noch eine zweite solche Schlacht? (Amselfeld 1448)
Es gab 52 Jahre später eine zweite Schlacht auf dem Amselfeld (1448), die eine ähnliche Dynamik zeigt: [1, 2]
  • Der ungarische Reichsverweser Johann Hunyadi zog mit einem christlichen Heer (Ungarn, Walachen, Kroaten etc.) erneut gegen die Osmanen.
  • Der serbische Despot Đurađ Branković weigerte sich, sich dem ungarischen Kreuzzug anzuschließen. Er war vertraglich an die Osmanen gebunden und hatte kurz zuvor einen Friedensvertrag mit ihnen geschlossen.
  • Da Hunyadi auf dem Hinweg serbisches Gebiet plünderte, verhielt sich Serbien neutral, lieferte den Ungarn keine Vorräte und Branković soll den osmanischen Sultan sogar vor dem Anmarsch der Ungarn gewarnt haben. Auch diese Schlacht verloren die Christen. [1, 2, 3]
 
Zurück
Oben