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Der Glauben als Konflikt

Munsa

Bosna i Grckovina
Zunächst und trivial: Wissen und religiöser Glauben (nicht mit dem Alltagsglauben verwechseln, bitte, denn der ist u.a. ein Synonym zu vermuten) sind nicht dasselbe, sollen es auch nicht sein. Der religiöse Glauben befasst sich zum grossen Teil mit Dingen, die man nicht wissen kann. Könnte man sie wissen, wäre der Glauben selbst höchst überflüssig.

Was ist liebe User eure meinung dazu?

mfg Munsa
 

Munsa

Bosna i Grckovina
Die entscheidende Frage (für mich) ist: Wie und Warum sollte man an etwas glauben, wenn man es nicht wissen kann? Interessanterweise ist diese Frage für Gläubige recht sperrig. So wird dem Atheisten das "Recht" bestritten, zu glauben, Gott existiere nicht, mit dem Hinweis, dass er dies nicht wissen könne. Tut man dies, dann kann man mit demselben Recht bestreiten, dass der Gläubige legitimerweise an Gott glauben kann, und zwar exakt derselben Begründung, mit der der Gläubige dem Atheisten dasselbe Recht abspricht. Entlarvend (in gewisser Weise) ist, wenn einige Gläubige meinen, auch der Atheist "glaube ja nur" an die Nichtexistenz Gottes. Das "nur" muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
 

hirndominanz

PROFI-MENSCH
Die entscheidende Frage (für mich) ist: Wie und Warum sollte man an etwas glauben, wenn man es nicht wissen kann? Interessanterweise ist diese Frage für Gläubige recht sperrig. So wird dem Atheisten das "Recht" bestritten, zu glauben, Gott existiere nicht, mit dem Hinweis, dass er dies nicht wissen könne. Tut man dies, dann kann man mit demselben Recht bestreiten, dass der Gläubige legitimerweise an Gott glauben kann, und zwar exakt derselben Begründung, mit der der Gläubige dem Atheisten dasselbe Recht abspricht. Entlarvend (in gewisser Weise) ist, wenn einige Gläubige meinen, auch der Atheist "glaube ja nur" an die Nichtexistenz Gottes. Das "nur" muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.


Glauben und Wissen :

Es gibt die Dinge an die glaubt man, aber man weiß sie nicht.
Dann gibt es Dinge, die weiß man, aber man kann es nicht glauben.
Dann gibt es Dinge die glaubt man zu wissen, aber man weiß, dass man nicht dran glauben muß/soll.
Dann gibt es Dinge an die will man glauben, aber man weiß, das das sinnlos ist.
........
 

liberitas

Ultra-Poster
Der Metaphysiker sucht eine schwarze Katze ineinem schwarzen Raum.

Der Philosoph sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, die gar nichtda ist.

Der Gläubige/ Theologe sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, diegar nicht da ist, und behauptet, er habe sie gefunden


Und dann gibt es noch die vierte Gruppe, dieerst gar nicht sucht, weil dort keine schwarze Katze sein kann...
 

Munsa

Bosna i Grckovina
Der Punkt ist der: Wenn sich irgendjemand in einer Diskussion auf den Glauben beruft, und meint, damit im Recht zu sein, dann verliert er automatisch das Recht, einen Andersgläubigen seinen Glauben zu bestreiten. Denn jedes Argument, dass er für seinen Glauben vorbringen kann, kann man dann automatisch auch gegen seinen Glauben vorbringen.

Das ist - so scheint es - in der Tat ein Patt. Aus diesen Gründen ist es in den Wissenschaften auch absolut verpönt, sich auf den Glauben zu berufen, dies gilt als Fehler ( wenn ein Wissenschaftler das Wort "glauben" benutzt, dann ist damit gemeint, dass er eine schwache Vermutung in der Richtung hegt, sich aber höchst unsicher ist, ob das auch stimmt -das Wort wird also anders als in religiösem Glauben verwendet). Der Fehler besteht darin, dass man damit automatisch eine Pattsituation scafft -die aber immer zuungunsten desjenigen ausgelegt wird, der die Behauptung aufgestellt hat. Wnn also jemand behauptet, "Also, ich würde sagen, dass die Partie
 

hirndominanz

PROFI-MENSCH
Der Metaphysiker sucht eine schwarze Katze ineinem schwarzen Raum.

Der Philosoph sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, die gar nichtda ist.

Der Gläubige/ Theologe sucht eine schwarze Katze in einem schwarzen Raum, diegar nicht da ist, und behauptet, er habe sie gefunden


Und dann gibt es noch die vierte Gruppe, dieerst gar nicht sucht, weil dort keine schwarze Katze sein kann...

....und die fünfte Gruppe findet ne schwarze Katze wo gar kein schwarzer Raum war....

UND eine sechste Gruppe sieht die fünf anderen Gruppen und weiß sich keinen Reim drauf zu machen.
 

hirndominanz

PROFI-MENSCH
Der Punkt ist der: Wenn sich irgendjemand in einer Diskussion auf den Glauben beruft, und meint, damit im Recht zu sein, dann verliert er automatisch das Recht, einen Andersgläubigen seinen Glauben zu bestreiten. Denn jedes Argument, dass er für seinen Glauben vorbringen kann, kann man dann automatisch auch gegen seinen Glauben vorbringen.

Das ist - so scheint es - in der Tat ein Patt. Aus diesen Gründen ist es in den Wissenschaften auch absolut verpönt, sich auf den Glauben zu berufen, dies gilt als Fehler ( wenn ein Wissenschaftler das Wort "glauben" benutzt, dann ist damit gemeint, dass er eine schwache Vermutung in der Richtung hegt, sich aber höchst unsicher ist, ob das auch stimmt -das Wort wird also anders als in religiösem Glauben verwendet). Der Fehler besteht darin, dass man damit automatisch eine Pattsituation scafft -die aber immer zuungunsten desjenigen ausgelegt wird, der die Behauptung aufgestellt hat. Wnn also jemand behauptet, "Also, ich würde sagen, dass die Partie

Ich glaube Du hast gar nicht so Unrecht.
 
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