Der Krieg in der Ukraine verändert sich rasend schnell – derzeit hat Kyjiw die Nase vorn
Mit ihren neuen Mittelstreckendrohnen zerstört die Ukraine Russlands Luftabwehr. Binnen weniger Jahre ist das Land zu einem international bewunderten Innovationsmotor geworden
Schier endlos erstreckt sich die Taiga rund um den Waldaisee im Nordwesten Russlands. Vier Stunden dauert von Moskau aus die Reise mit dem Auto dorthin. Ein bisschen Frieden für Russlands Nomenklatura. Auch Wladimir Putin lässt sich hier ab und zu blicken. Seine Datscha Dolgije Borody, einst für Josef Stalin auf einer Halbinsel erbaut, ist 100 Hektar groß und idyllisch gelegen.
Zuletzt wurde die Ruhe aber immer wieder gestört. Wie Pilze schießen zwischen den Baumwipfeln immer neue Flaktürme mit Pantsir-S1- und S-400-Batterien aus dem Boden. Gab es Anfang 2025 gerade einmal zwei solcher Geschütze, die Putin in der Einschicht vor ukrainischen Drohnen und Raketen schützen sollen, sind es Mitte April bereits mehr als zwei Dutzend. Zum Vergleich: Rund um den Großraum Moskau mit seinen 20 Millionen Menschen stehen 60 Pantsir.
Zwar dementiert die Ukraine angebliche Angriffspläne auf Russlands Kriegsherrn mit Nachdruck. Kyjiws immer ausgefeiltere Drohnen dürften den Kreml trotzdem zunehmend nervös machen. Einige der Öl- und Gasanlagen, die sie zuletzt so erfolgreich ins Visier genommen haben, liegen schließlich noch weiter von der Ukraine entfernt als das beschauliche Waldai. Um mehr als zwei Milliarden Euro habe man Putins Kriegskasse so allein im März erleichtert, rechnete Präsident Wolodymyr Selenskyj unlängst vor. Russland, so scheint es, hat den ukrainischen Drohnen immer weniger entgegenzusetzen.
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Mit ihren neuen Mittelstreckendrohnen zerstört die Ukraine Russlands Luftabwehr. Binnen weniger Jahre ist das Land zu einem international bewunderten Innovationsmotor geworden
Schier endlos erstreckt sich die Taiga rund um den Waldaisee im Nordwesten Russlands. Vier Stunden dauert von Moskau aus die Reise mit dem Auto dorthin. Ein bisschen Frieden für Russlands Nomenklatura. Auch Wladimir Putin lässt sich hier ab und zu blicken. Seine Datscha Dolgije Borody, einst für Josef Stalin auf einer Halbinsel erbaut, ist 100 Hektar groß und idyllisch gelegen.
Zuletzt wurde die Ruhe aber immer wieder gestört. Wie Pilze schießen zwischen den Baumwipfeln immer neue Flaktürme mit Pantsir-S1- und S-400-Batterien aus dem Boden. Gab es Anfang 2025 gerade einmal zwei solcher Geschütze, die Putin in der Einschicht vor ukrainischen Drohnen und Raketen schützen sollen, sind es Mitte April bereits mehr als zwei Dutzend. Zum Vergleich: Rund um den Großraum Moskau mit seinen 20 Millionen Menschen stehen 60 Pantsir.
Zwar dementiert die Ukraine angebliche Angriffspläne auf Russlands Kriegsherrn mit Nachdruck. Kyjiws immer ausgefeiltere Drohnen dürften den Kreml trotzdem zunehmend nervös machen. Einige der Öl- und Gasanlagen, die sie zuletzt so erfolgreich ins Visier genommen haben, liegen schließlich noch weiter von der Ukraine entfernt als das beschauliche Waldai. Um mehr als zwei Milliarden Euro habe man Putins Kriegskasse so allein im März erleichtert, rechnete Präsident Wolodymyr Selenskyj unlängst vor. Russland, so scheint es, hat den ukrainischen Drohnen immer weniger entgegenzusetzen.
Der Krieg in der Ukraine verändert sich rasend schnell – derzeit hat Kyjiw die Nase vorn
Mit ihren neuen Mittelstreckendrohnen zerstört die Ukraine Russlands Luftabwehr. Binnen weniger Jahre ist das Land zu einem international bewunderten Innovationsmotor geworden