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Der Ukraine Sammelthread

Putins Raketen-Terror in Kiew: Jetzt werden die Supermärkte leer
Wie sich der russische Raketenterror im Alltag der Ukrainer auswirkt. Wladimir Putin verfolgt eine perfide Taktik.
Diesen Hinweis lesen die Einwohner von Kiew jetzt öfter beim täglichen Einkauf: „Liebe Kunden, wegen eines feindlichen Angriffs haben wir wichtige Lagerhallen verloren. Deswegen wird es demnächst weniger übliche Waren als sonst in unserem Geschäft geben. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und vor allem für die Unterstützung.“ Manchmal heißt es sogar: „Wir entschuldigen uns für die Warenknappheit durch den Beschuss der Terroristischen Föderation.“ Egal, in welches Lebensmittelgeschäft ich derzeit in Kiew gehe – die Wahrscheinlichkeit, auf ein solches Schild zu treffen, ist seit August hoch.

Nachdem Russland im vergangenen Winter versucht hatte, die ukrainische Hauptstadt mit ihren rund drei Millionen Einwohnern bei Temperaturen von minus 20 Grad wochenlang ohne Strom und Heizung leiden zu lassen, verschärft sich die Lage im Kiewer Alltag in diesem Jahr schon seit Ende Mai. Denn Russland will durch den Mangel der Ukraine an Flugabwehrraketen, der sich durch den Krieg um den Iran noch einmal verschärfte, das Maximum an Angriffen erzielen. Seitdem wird die Hauptstadt durchschnittlich jede dritte Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Einschläge kommen oft noch, bevor der Luftalarm überhaupt ausgelöst wird. Einen solchen Angriff habe ich hautnah erlebt: Mehrere Raketen sind direkt auf der anderen Straßenseite eingeschlagen, bei mir gingen so gut wie alle Fenster kaputt.

 
Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft
US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete gestern (Ortszeit) das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Krieg gegen die Ukraine stärker unter Druck setzen.

Auch Öl- und Gasexporte betroffen
Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gasexporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.

Das Sanktionsgesetz trägt den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es maßgeblich vorangetrieben hatte. Neben den Russland-Sanktionen setzt es auch den Rahmen für eine Verlängerung der Strafmaßnahmen gegen den Iran bis zum Jahr 2031.

Dank von Selenskyj, Warnung aus Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für die Unterzeichnung des Gesetzes. Der beste Weg, Grahams Andenken zu ehren, sei die vollständige und rasche Umsetzung der Bestimmungen, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. Die beste Belohnung für alle, die der Ukraine dabei helfen, Russland zur Beendigung seines Angriffskrieges zu zwingen, werde Frieden sein.

 
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