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Der Ukraine Sammelthread

Angriffe in Ukraine: Polen schließt grenznahe Flughäfen
Wegen russischer Angriffe auf die benachbarte Ukraine hat Polen heute zwei Flughäfen in Grenznähe vorübergehend geschlossen. Betroffen seien Rzeszow und Lublin, teilte die Luftfahrtbehörde PANSA mit.

Rzeszow ist das Drehkreuz für Militärhilfe an die Ukraine. Details zu den russischen Angriffen gab es nicht.

Zwei Tote in Kiew
Ziel russischer Angriffe war in der Nacht auf heute laut ukrainischen Angaben erneut Kiew. Wie die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt mitteilte, wurden mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt. Die Feuerwehr rückte aus, um Brände in Wohnhäusern, Lagerhallen und Geschäftsgebäuden zu löschen.

 
Hürden für wehrfähige Ukrainer erhöht
Wehrfähige Männer aus der Ukraine erhalten in Österreich nicht mehr automatisch einen Schutzstatus. Eine entsprechende Änderung der Vertriebenenverordnung passierte am Mittwoch den Ministerrat. Damit wird ein entsprechender Beschluss der Europäischen Union umgesetzt. Die Ukraine hatte bei der EU dafür lobbyiert: Das von Russland angegriffene Land braucht weiter viele Soldaten, zudem gibt es laut Kiew viele Deserteure.

Die Regelung werde auf alle Anträge seit Anfang August angewendet, wie das Innenministerium mitteilte. Neu einreisende Ukrainer erhalten künftig das Aufenthaltsrecht nur noch, wenn sie einen Nachweis über die ordnungsgemäße Erfüllung des Wehrdiensts vorweisen und offiziell belegen können, dass sie sich nicht illegal dem ukrainischen Militärdienst entzogen haben. Die neuen Regeln finden nur bei Männern Anwendung, die neu in die EU kommen. Wer bereits einen Schutzstatus bekommen hat, verliert ihn also nicht.

Der EU-Beschluss orientiert sich an den ukrainischen Ausreisebestimmungen. In der Ukraine unterliegen Männer zwischen 18 und 60 Jahren der Wehrpflicht. Für Männer zwischen 23 und 60 Jahren gilt ein Ausreiseverbot. Für den Kriegsdienst eingezogen werden aktuell jedoch erst Wehrpflichtige ab 25 Jahren. Ausnahmen gelten etwa für Alleinerziehende und Väter mehrerer minderjähriger Kindern sowie aus gesundheitlichen Gründen.

 
Am Morgen entdeckte die Polizei während einer Streifenfahrt in Odessa einen erschossenen Mann auf der Ljustdorfskaja-Straße.
Er lag vermutlich neben seinem Chevrolet. Der Fahrer eines „Tawrija“, der zu fliehen versucht hatte, wurde festgenommen.

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Video vom Tatort in Odessa. Augenzeugen berichten, dass es an einem Fußgängerüberweg zu einem Konflikt zwischen zwei Autofahrern gekommen war, die sich über die Vorfahrt uneinig waren. Der ältere Fahrer des „Tawrija“ erschoss den Fahrer des Chevrolet; er wurde festgenommen.
 
Warteschlange für Wasser im Kiewer Stadtbezirk Swjatoschyn (aus lokalen Online-Kanälen). Zuvor war gemeldet worden, dass die Wasserversorgung in einigen Bezirken der Hauptstadt ausgefallen ist.

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Der ukrainische Metallurgenverband hat bestätigt, dass das Land die Stahlproduktion vollständig eingestellt hat, wie Reuters berichtet. Zuvor hatte „Metinvest“ mitgeteilt, dass es im September eine Woche gab, in der die Ukraine zum ersten Mal seit 100 Jahren keine einzige Tonne Stahl erschmolzen hat.
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Putin beabsichtigt derzeit nicht, einer Waffenruhe zuzustimmen, da er darauf setzt, die Ukraine in diesem Winter durch Luftangriffe in die Knie zu zwingen: Er will die Energieversorgung zerstören, ukrainische Städte von der Wasser- und Wärmeversorgung abschneiden, die Industrie ruinieren sowie Panik und Hoffnungslosigkeit in der Bevölkerung schüren, um anschließend von der ukrainischen Führung die vom Kreml gewünschten Zugeständnisse hinsichtlich der Bedingungen für eine Beendigung des Krieges zu erzwingen. Dies gilt umso mehr, als die Ukraine weiterhin unter einem massiven Mangel an Abfangraketen für Flugabwehrsysteme gegen ballistische Bedrohungen leidet und bislang noch kein wirksames Mittel gegen die strahlgetriebenen „Shahed“-Drohnen gefunden wurde. Während die Metallindustrie vor dem Krieg noch ein Drittel der gesamten ukrainischen Exporte ausmachte, ist ihr Anteil infolge der Zerstörung und Stilllegung von Hüttenwerken inzwischen auf 11 bis 15 % gesunken.
 
Lokale Telegram-Kanäle veröffentlichen Videos des durch Einschläge zerstörten größten ukrainischen Stahlwerks „Saporischstal“. Zuvor war gemeldet worden, dass alle ukrainischen Stahlwerke die Stahlproduktion eingestellt haben.

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Sprachenfrage bei nationalen Minderheiten: Abgeordnete berichten, dass die Rada eine Abstufung der Rechte von Ukrainern auf der Grundlage der Sprache vorbereitet.

Berichten zufolge diskutieren die Gesetzgeber derzeit über Regelungen, die eine Einteilung der Bürger in drei Kategorien vorsehen:

Ukrainischsprachige – volle Rechte.
Ungarisch-, polnisch- und rumänischsprachige Ukrainer sowie Ukrainer krimtatarischer Abstammung – Rechte nationaler Minderheiten.
Russischsprachige – keinerlei Rechte.

Darüber hinaus gibt es Pläne, den Gebrauch der russischen Sprache für Kinder an Schulen vollständig zu untersagen – selbst in den Pausen.

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Im 20. Jahrhundert, als Ukrainer und Russen als ein Volk galten, verboten sie gemeinsam mit den Russen den Deutschen, ihre Sprache zu sprechen, deportierten sie, steckten sie in Arbeitslager und erschossen, heute töten die Ukrainer und Russen einander, und die Ukrainer wollen den Russen verbieten ihre Sprache zu sprechen, welch eine Ironie der Geschichte
 
Serhij Beskrestnow – Berater des Präsidenten der Ukraine für die Entwicklung technologischer Verteidigungsbereiche:

Schlechte Nachrichten. Heute hat der Gegner erstmals eine spezielle Hohlladung mit Schneidwirkung (KRSN) an einer Strahltriebwerk-Drohne eingesetzt. Ein solcher Gefechtskopf ist speziell für die Zerstörung von Hochspannungsmasten und stählernen Brückenkonstruktionen konzipiert. Die KRSN besteht aus einer Hauptladung von 40 kg Gewicht und vier Wirkmodulen. Ich gehe davon aus, dass der Gegner plant, wichtige Hochspannungsleitungen anzugreifen.

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In Moldau ist eine weitere russische Drohne explodiert; innerhalb eines Tages waren gleich drei unbemannte Fluggeräte in das Land eingedrungen. Eines davon stürzte nahe einer Fernstraße, 50 Kilometer von Chișinău entfernt, ab und detonierte. Zwei weitere Drohnen wurden im Bezirk Anenii Noi sowie aus Richtung Transnistriens kommend gesichtet.
 
Russische Terroristen haben erneut Stromleitungen in Kiew angegriffen. Nach dem russischen Angriff fielen Strom und Wasser teilweise aus.

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Eine weitere von russischen Terroristen angegriffene Stromleitung in Kiew.
 
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