Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread


Mitten in Wien: Ukraine-Geheimdienst plante offenbar Anschlag
Spionage-Krimi weitet sich aus. Immer mehr Hinweise auf Planung eines Attentats in Wien durch den ukrainischen Militärgeheimdienst.

Plante der ukrainische Militärgeheimdienst HUR in Wien einen Anschlag auf den ukrainischen Generalstaatsanwalt Ruslan Kravtschenko? Der Spionage-Krimi um die Festnahme des Investigativ-Journalisten Mychajlo Tkatsch auf dem Margaretengürtel nimmt immer größere Dimensionen an. Recherchen des KURIER gemeinsam mit der ukrainischen NGO „Don't fund Russia“ ergeben ein erschreckendes Bild: ...
 
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Ukroboronprom ist in die Liste der 36 größten Rüstungsunternehmen der Welt aufgestiegen.
Platz 36 stellt für ein ukrainisches Rüstungsunternehmen einen historischen Höchststand dar. Der ukrainische Rüstungskonzern verbesserte sich im weltweiten „Top 100“-Ranking von *Defense News* um 13 Plätze. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Unternehmens um 51,9 % auf 4,57 Milliarden US-Dollar. Die Ukraine baut die Produktion eigener Waffen aus und stärkt damit ihre Position auf dem globalen Rüstungsmarkt.
 
Ukraine: Warn-App für Luftangriffe wurde gehackt
In der Ukraine ist nach Angaben der Luftstreitkräfte die öffentliche Warn-App für Luftangriffe gehackt worden. Die App zeigte kurzzeitig für Kiew und andere Gebiete einen Atomalarm an.

Diese Anomalie verschwand jedoch später wieder. „Die Luftalarm-App scheint unter feindlichen Einfluss geraten zu sein“, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte gestern auf Telegram mit.

 
So hat der reichste Mensch der Welt die Ukrainer verraten. Putin: „Er ist ein Genie“
Elon Musk hat Mitte Oktober das Satellitennetzwerk Starlink für das ukrainische Militär auf dem Schlachtfeld abgeschaltet. Damit wollte er verhindern, dass seine zivile Technologie für Angriffe mit Kampfdrohnen auf russische Truppen genutzt wird. Das renommierte US-Magazin The Atlantic hat untersucht, wie es dazu kam.
Ein vertrauliches Memorandum, das am 11. Oktober an die Kommandanten der ukrainischen Armee geschickt wurde, warnte vor einer unaufhaltsamen Katastrophe: Nachdem Donald Trump die Sanktionen gegen Moskau gelockert und beschlossen hatte, russischen Diesel zu kaufen, wurde klar, dass Kiew ein weiterer schwerer amerikanischer Schlag droht – der Verlust des Zugangs zum Satellitennetzwerk Starlink, von dem die gesamte ukrainische Kampfdrohnenflotte abhängt.

Die Schlüsselwaffe der ukrainischen Armee wurde nutzlos

Zwei Tage später bewahrheitete sich die Warnung: Das Starlink-Signal wurde entlang der gesamten Frontlinie abgeschaltet, die Drohnen blieben am Boden und die Militäroperationen kamen zum Stillstand. Dabei gingen im Schwarzen Meer auch teure Marinedrohnen verloren, wie die große Recherche des Magazins The Atlantic enthüllt.
Die Warnung stammte von der Nichtregierungsorganisation „Narodny Starlink“ (Volks-Starlink), die der ukrainischen Armee bei der Beschaffung und Verwaltung dieser Technologie hilft. Deren Gründer Wolodymyr Stepanez warnte, dass eine vollständige Abschaltung des Systems einen Kettenkollaps auslösen und letztlich zum russischen Sieg führen würde. Ein hochrangiger US-Offizier bestätigte gegenüber dem Magazin die Ernsthaftigkeit der Lage: „Ohne Starlink würde der Krieg einfach aufhören.“

Musk: „Brennt in der Hölle“

Elon Musk selbst gab kurz darauf auf der Plattform X offen zu, hinter der Abschaltung des Signals zu stehen, und griff all jene scharf an, die militärische Hilfe für Kiew fordern: „Ich empfinde nichts als ABSOLUTE VERACHTUNG für die bösen Kriegstreiber, die Moral heucheln, ein endloses Abschlachten vorantreiben und keine realistische Lösung für den Konflikt anbieten. Brennt in der Hölle.“

Starlink hat keine Alternative

Die Ukraine und ihre Verbündeten versuchen fieberhaft, einen Ersatz für die riesige Konstellation von über 11.000 Musk-Satelliten zu finden, die überall auf dem Planeten schnelles Internet bereitstellen – doch es gibt nichts Vergleichbares auf dem Markt. Der ernsthafteste ukrainische Versuch, ein eigenes System zu entwickeln, erlitt im Sommer einen schweren Rückschlag, als der Chefingenieur Dmytro Stezenko im Alter von 46 Jahren unerwartet an Herzversagen verstarb. Europäische Projekte sind noch Jahre vom erforderlichen Umfang entfernt und hängen paradoxerweise von Musks SpaceX-Raketen ab, um ihre Satelliten überhaupt in den Orbit zu befördern.
Gleichzeitig entwickelt Russland zügig sein eigenes Satellitennetzwerk namens „Raswjet“ (Morgenröte). Laut Andrij Liskowytsch, dem Mitbegründer der Stiftung zur Verteidigung der Ukraine, würde dies Russland einen enormen Vorteil verschaffen und es ermöglichen, günstige Jet-Drohnen direkt durch die Fenster überall in der Ukraine zu steuern.

Putin: „Er ist ein Genie“

Der russische Präsident Wladimir Putin machte kein Hehl aus seiner Freude über diese Entwicklung und lobte den SpaceX-Besitzer auf einem Treffen in Moskau öffentlich: „Elon Musk ist ein Genie, wirklich ein Genie. Wir machen zwar erst die ersten Schritte, stehen aber in engem Kontakt mit unseren amerikanischen Kollegen, einschließlich Herrn Musk, da es im Orbit extrem wichtig ist, dass wir uns nicht gegenseitig behindern.“

„Wechseln Sie auf das teurere Modell“

Die Recherche von The Atlantic, die auf Gesprächen mit mehr als zehn amerikanischen und ukrainischen Beamten, Soldaten und Experten basiert, zeigt, dass Musk derzeit nur durch finanzielle Interessen von einem vollständigen Rückzug aus Kiew abgehalten wird.
Auf dem Schlachtfeld sind mehr als 250.000 Starlink-Terminals im Einsatz. Als US-Militäroffiziere SpaceX fragten, warum das System plötzlich ausgefallen sei, wurde ihnen vom Unternehmen mitgeteilt, dass die Ukraine auf ein deutlich teureres Vertragsmodell umsteigen müsse, wenn sie ungestörten Internetzugang wolle.

Von kostenlosen Antennen bis zum Verbot von Angriffen auf die Krim

Zu Beginn des Krieges war Musk noch bereit zu helfen: Er spendete Tausende Antennen an Krankenhäuser, Heizkraftwerke und Ministerien, um das Land online zu halten, nachdem russische Raketen das Telekommunikationsnetz zerstört hatten.
Doch als das ukrainische Militär begann, die Antennen massenhaft auf Kampfdrohnen zu montieren und damit russische Stellungen präzise zu vernichten, brach in der SpaceX-Zentrale in Texas Panik aus. Einige Ingenieure kündigten, weil sie keine Technologie zum Töten entwickeln wollten.

„Starlink wurde geschaffen, damit Menschen Netflix schauen, nicht für Drohnenangriffe“

Auch Musk selbst zog sich bald zurück. Bereits im September 2022 weigerte er sich persönlich, Starlink im Schwarzen Meer freizuschalten, als die Ukrainer einen Überraschungsangriff mit Marinedrohnen auf russische Kriegsschiffe auf der besetzten Krim vorbereiteten. Musk gestand seine Haltung damals offen gegenüber seinem Biografen Walter Isaacson: „Starlink ist nicht für die Teilnahme an Kriegen gedacht. Es wurde geschaffen, damit die Menschen Netflix schauen, sich erholen, am Unterricht teilnehmen und gute, friedliche Dinge tun können, nicht für Drohnenangriffe.“
Um das Pentagon zu beruhigen, gründete Musk Ende 2022 eine militärische Variante namens „Starshield“, die von der US-Regierung großzügig finanziert wurde. Der damalige stellvertretende Verteidigungsminister Colin Kahl versicherte, dass dieser Vertrag „Musk davon abhalten wird, den Schalter umzulegen“. In der Praxis stieg die ukrainische Armee jedoch überhaupt nicht auf Starshield um; diese teuren Terminals machten weniger als ein Prozent der Ausrüstung im Feld aus, während sich das gesamte Militär weiterhin auf gewöhnliche, im freien Handel erworbene zivile Antennen verließ.

„Amerika kann uns jederzeit erpressen“

Wie The Atlantic schreibt, wurde der Kauf von Hunderttausenden billigen kommerziellen Antennen heimlich von Polen und Deutschland unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe finanziert, obwohl jeder wusste, dass sie direkt an die Front gingen. Während das kommerzielle Starlink etwa 30 Dollar im Monat kostet, belaufen sich die Kosten für das militärische Starshield auf unglaubliche 25.000 Dollar pro Terminal. Eine ähnliche Erpressung hatte Musk bereits im Nahen Osten abgezogen, als er dem Pentagon die Preise für Operationen gegen den Iran vervielfachte. Nun wendet er dasselbe Modell auf Kiew an, indem er die Nutzung ziviler Abonnements für das Militär sperrt.
Musk rechtfertigte seine Schritte öffentlich mit einer Nachricht auf der Plattform X: „Die Nutzung von Starlink, einem zivilen kommerziellen Dienst, für Angriffe mit offensiven Drohnen, um Menschen zu töten, war nie erlaubt und sollte es auch nicht sein. Diese Gesetzeslücke wurde letzte Woche geschlossen.“

Selenskyj: Wir nutzen Starlink nur zur Verteidigung gegen russische Drohnen

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu Musks Vorgehen und betonte, dass Kiew Starlink überhaupt nicht für Angriffe innerhalb russischen Territoriums nutze, sondern zum Abfangen russischer Jet-Drohnen, die Zivilisten töten, sowie für Angriffe auf russische Militärziele in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine.
Selenskyj enthüllte zudem, dass das System nicht völlig abgeschaltet, sondern dessen Geschwindigkeit drastisch gedrosselt wurde. Deswegen sei es der Armee nicht gelungen, einen Teil der russischen Drohnen abzuschießen oder die Soldaten an der vordersten Frontlinie mit Nahrung und Wasser zu versorgen: „Wir konnten ein Werkzeug, das Menschen schützt, nicht nutzen, und das ist extrem schmerzhaft und frustrierend.“

„Wir haben eine extrem gefährliche Schwachstelle – die Abhängigkeit von Starlink“

Obwohl das Signal inzwischen wieder da ist, sind sich die ukrainischen Kommandanten und Operateure im Feld bewusst, dass sie jederzeit wieder im Dunkeln stehen könnten.
„Wir haben eine extrem gefährliche Schwachstelle, und das ist unsere Abhängigkeit von Starlink. Wir werden das nächstes Jahr lösen, aber bis dahin hat Amerika eine enorme Erpressungsmacht“, gab Denys Schtylerman, einer der führenden ukrainischen Entwickler unbemannter Luftfahrzeuge, gegenüber The Atlantic zu.
Da SpaceX ein Monopol hält und 90 Prozent der weltweiten Kapazitäten für den Transport von Fracht in den Weltraum kontrolliert, bleibt das Schicksal der ukrainischen Verteidigung vollständig den Launen des reichsten Menschen der Welt überlassen.

 
Was Frieden in der Ukraine verunmöglicht
Europa trägt die Hauptlast der Militär- und Finanzhilfen, spielt aber in den Friedensgesprächen fast keine Rolle. Obwohl viele Forderungen Russlands unannehmbar bleiben, muss es einen Weg aus dieser Sackgasse finden

Von trilateralen Gesprächen zwischen den USA, Russland und der Ukraine über eine Lösung des Krieges, die in den nächsten Wochen wieder aufgenommen werden sollen, ist nicht allzu viel zu erwarten. Es ist aber zweifellos gut, dass die Gespräche wieder fortgesetzt werden.

Ein Erfolg der Gespräche über den Ukrainekrieg scheitert derzeit an drei grundlegenden Widersprüchen. Das beginnt erstens mit der Frage der Reihenfolge: Die Ukraine will ein Einfrieren des Konfliktes an der gegenwärtigen Frontlinie (auch wenn diese gar nicht einfach zu definieren sein wird) und anschließend Verhandlungen über eine Lösung des Krieges. Russland vertritt genau die umgekehrte Position, weil es befürchtet, die Verhandlungen über eine Lösung könnten nach einer Waffenruhe maßgeblich oder gar dauerhaft verzögert werden.

 
Trump will Putins Gas zurück nach Europa bringen: Amerikanische Vermittler sollen an Russlands Geschäften verdienen
Während russische Angriffe ukrainische Kraftwerke treffen, verhandelt Washington über die Rückkehr russischen Erdgases nach Europa. Die Regierung von Donald Trump unterstützt nach Angaben amerikanischer und ukrainischer Regierungsvertreter einen Plan, die seit Januar 2025 unterbrochenen Lieferungen durch ukrainische Pipelines wieder aufzunehmen. Jared Kushner und Steve Witkoff hätten den Vorschlag bereits im September in Moskau und Kiew erörtert. Ein amerikanischer Zwischenhändler solle das Gas verkaufen und dabei europäische Sanktionen umgehen.
Für amerikanische Investoren könnten einträgliche Geschäfte entstehen. Moskau bekäme einen Teil seines europäischen Absatzmarktes zurück, während die Ukraine Transitgebühren erhalten würde.
Washington hofft, Putin damit zu einer Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen bewegen zu können. Die russischen Einnahmen sollten nach amerikanischen Vorstellungen auf einem Treuhandkonto außerhalb Russlands verwahrt werden, damit sie nicht unmittelbar zur Finanzierung des Krieges verwendet würden. Doch Moskau hat entsprechende amerikanische Vorstöße bislang zurückgewiesen. Kiew hatte unter Trumps Druck seine Angriffe auf russische Raffinerien für fast zwei Wochen unterbrochen, während Russland weiter ukrainische Energieanlagen bombardierte. Am Freitag nahm die Ukraine ihre Angriffe wieder auf. Innerhalb von 3 Tagen wurden drei große russische Raffinerien angegriffen. Für Mitte November sind Gespräche zwischen Washington und den Kriegsparteien in Abu Dhabi vorgesehen.
Europa hat sich unterdessen gesetzlich verpflichtet, russische Gasimporte bis spätestens Ende 2027 zu beenden. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen lehnt eine Rückkehr zur früheren Abhängigkeit ausdrücklich ab, selbst für den Fall eines Friedens. Vor Kriegsbeginn stammten 45 Prozent des europäischen Erdgases aus Russland, inzwischen sind es noch 11 Prozent. Amerikanisches Flüssiggas deckt bereits 30 Prozent des Verbrauchs. Dennoch setzt Trump auf steigende Energiepreise, um den europäischen Widerstand zu überwinden. Sein Krieg gegen Iran hat Europa nach EU-Angaben zusätzliche Energiekosten von 100 Milliarden Euro verursacht. Die Gasspeicher sind zu etwa 75 Prozent gefüllt, weniger als im Durchschnitt der vergangenen neun Jahre.
Ausgerechnet Trump hatte Angela Merkel einst vor Nord Stream 2 gewarnt und Deutschland eine gefährliche Abhängigkeit von Moskau vorgeworfen. Jetzt erwägt seine Regierung sogar eine spätere Wiederinbetriebnahme der schwer beschädigten Ostseepipelines. Die Leitungen durch die Ukraine könnten dagegen wesentlich schneller wieder Gas transportieren. Doch in Kiew drohen bei anhaltenden russischen Angriffen Stromausfälle und eine humanitäre Katastrophe. Zugleich beschränkt Washington wegen des Krieges gegen Iran die Lieferung amerikanischer Patriot-Abfangraketen. Die AfD fordert bereits die Rückkehr zu billigem russischem Gas. Trump bietet Europa nun ein Geschäft an, bei dem Putin wieder verkaufen könnte und amerikanische Vermittler mitverdienen würden. Ob damit auch der Beschuss ukrainischer Städte endet, ist weiterhin vollkommen offen.
 
Zurück
Oben