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Die Region in und Dersim (trk.Dunceli)----------------------------->>Perle Anatoliens

Dr. Gonzo

Ultra-Poster
Die Region in und Dersim (trk.Dunceli)----------------------------->>Perle Anatoliens

[h=1]Die Region in Dersim und um Dersim und um Dersim herum[/h]


Little History Lesson
Dersim (osmanisch ‏درسم‎, İA Dersim, armenisch Տէրսիմ/Դերսիմ Tersim, zazaisch Dêsım) ist der heute inoffizielle Name eines Gebiets im Inneren der Türkei und entspricht im Kern der heutigen Provinz Tunceli. Trotz des Tunceli-Gesetzes von 1937 und der Umbenennung in Tunceli, ist der Name Dersim unter der Bevölkerung gängig und politisiert. Es ist die Region mit dem höchsten Anteil an Personen alevitischen Glaubens in der Türkei, zudem sind die Mehrheit der Einwohner Zazas; vor dem Völkermord an den Armeniern lebten hier zahlreiche Armenier. Viele Armenier fanden hier während des Völkermordes Zuflucht.

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Last edited:

der skythe

Spitzen-Poster
Scheisse,ich dachte ihr lebt in einem Reservat.
Schade das Du das alles bald nicht mehr betreten darfst,selber schuld.
Ich hab Dich oft genug verwarnt,nah sana Baklava :mrgreen:
 

Dr. Gonzo

Ultra-Poster
Scheisse,ich dachte ihr lebt in einem Reservat.
Schade das Du das alles bald nicht mehr betreten darfst,selber schuld.
Ich hab Dich oft genug verwarnt,nah sana Baklava :mrgreen:

es gibt einen Pfad, den du nicht kennst, der führt nach dersim.Da hol ich mir mein Baklava
 

Dr. Gonzo

Ultra-Poster
Yurtdisi ettim sapigi,ona bozuluyor!
Simdide ver lan Pasaportumu geri diye inliyor,Yunan vatandasi yaptim haini

Du bist doch iraner. Die Skythen sind ein altiranisches reitervolk. Irgendwie bekommst du diese fundamentale Wahrheit nicht gebacken.

Nach dem antiken griechischen Geschichtsschreiber Herodot nannte sich der herrschende Klan Skoloten; die Bezeichnung Skythen stammt aus griechischen Quellen, ist jedoch nicht griechisch. Ihre Sprache wird dem (alt-)nordost-iranischen Zweig der indogermanischen Sprachen zugerechnet.[

- - - Aktualisiert - - -

Der überwiegende Teil Dersims ist von Gebirgszügen durchzogen, wobei der Berg Munzur eine besondere Bedeutung einnimmt. Nachbarprovinzen sind im Osten Bingöl und Elazig sowie Erzincan im Südwesten. Die Landkreise von Dersim sind Pülümür, Pertek, Ovacik, Hozat, Nazimiye, Cemisgezek und Mazgirt.

Dersim umfasst eine geographische Fläche von ca. 7.800km² und ist bekannt für ihre einzigartige Flora und Fauna. Besonders bedeutsam für die Dersim-Region sind der Berg Munzur und der gleichnamige Fluss.
ja

Die Karte ist etwas sehr alt.
Stmmt, sorry.
 

Dr. Gonzo

Ultra-Poster
Bisschen Geschichte müsste ja auch mal sein.

Obwohl Dersim am Rande vom nördlichen Ober-Mesopotamien und östlichen Anatolien liegt, weist es wenige hervorzuhebende historische Stätten wie z.B. gegenüber das 200 km südlich liegende Diyarbakir auf. Dies soll jedoch nicht heißen, dass in Dersim sich nichts Historisches abgespielt hat. Im Gegenteil, es stand schon seit Jahrtausenden in engem Kontakt mit den Hochkulturen. All die bekannten antiken Reiche und Imperien wie die der Hethiter, Hurritäer, Urartäer, Assyrer, Perser, Mazedonier, Römer, Parther, Sassaniden, Araber etc. herrschten über, zumindest um Dersim. Sie kamen und gingen. Die zerklüftete und abgeschottete Landschaft war entscheidend dafür, dass diese Provinz Dersim immer schwer zugänglich für Eroberer war. Auch wenn die Region um Dersim zu den jeweiligen Reichen gehörte, war Dersim faktisch immer unabhängig. Steuern und Wehrpflichtige wurden praktisch nie den Herrschern zur Verfügung gestellt, so auch nicht den Osmanen, die seit 1514 um Dersim herrschten.
Diese Eigenschaft hatte auch zur Folge, dass die Menschen fest an ihrer Freiheit festhielten. Sie hatten und haben daher einen trotzigen und rebellischen Charakter. Unter den KurdInnen haben sie nach wie vor einen besonderen Status. Im 19. Jh. war der osmanische Staat bestrebt, einen zentralistischen Staat aufzubauen. Dies hieß, dass die praktischen unabhängigen kurdischen Provinzen aus dem Weg geräumt werden mussten. Als die kurdischen Fürstentümer nach vielen Aufständen zerschlagen wurden, blieb Dersim davon relativ unberührt. Denn in Dersim herrschten selten Fürstentümer.

Nach einer gewissen Ruhezeit begannen um 1908 die ersten osmanischen Angriffe gegen Dersim. Schon damals befehligte der legendäre kurdische Anführer Seyit Riza die Menschen in Dersim. Am »türkischen Befreiungskrieg' von 1919-1922 beteiligte Dersim sich nicht, während andere kurdische Provinzen tatkräftig den Republikgründer Atatürk -dieser versprach ihnen eine Republik der Türken und Kurden - unterstützten. Dann begannen ab 1925, als dieses Versprechen nicht eingelöst wurde, kurdische Aufstände. Bis 1932 spielte Dersim keine aktive Rolle. Für Dersim wurde 1935 ein spezielles Gesetz herausgebracht (Tunceli Kanunu, Dez. 1935), womit zunächst der Name in Tunceli umgewandelt und worin die Weichen für das Massaker von 1937/38 gelegt wurden. Anfang 1937 brachen dann erwartungsgemäß große bewaffnete Auseinandersetzungen aus. Die halbe türkische Armee wurde nach Dersim verlegt. Erst die Festnahme von Seyit Riza Ende 1937 ließ den Widerstand langsam brechen. Ende 1938 war Dersim ganz erobert. Die türkische Armee ging dabei brutal vor, verschiedenen Schätzungen zufolge starben 50.000 bis 80.000 Menschen. Noch mal genauso viel Menschen wurden in den Westen deportiert. Nach 1938, das nach wie vor einen besonderen Zeitpunkt in der Geschichte von Dersim markiert, setzte eine groß angelegte Assimilationspolitik ein. Im Jahre 1947 wurden die heutigen Grenzen und Verwaltungsstrukturen der Provinz von Tunceli endgültig seitens der Regierung festgelegt.

Und etwas zur Pflanzenwelt

In Dersim sind pflanzliche- und biotopische Lebensformen vorzufinden, die sonst nirgends auf der Welt existieren. Die meisten der 1518 Pflanzenarten in der Türkei sind im Tal des Flusses Munzur vorzufinden. Die 277 seltenen Arten des Staates Türkei kommen fast alle hier vor. 43 Arten existieren nur am Munzur, sonst nirgendwo in der Welt. Wie zuvor erwähnt, ist der Waldbestand noch relativ verbreitet.
Folgende Baumarten wachsen in Dersim: Eiche, Buche, Weide, Pappel, Walloneneiche, Spitzeahorn, Birke, Nadelbaum, usw. Bergziegen, Bergschafe, Bären, Wildschweine, Wölfe, Füchse; Hasen, graue Eichhörnchen, Igel, diverseste Kriechtiere, Schildkröte, Frösche usw. kommen vor. Von den Flügeltieren sind Falken, Geier, Adler, Eulen, Rebhühner, Kranich, Tauben, Gänse, Raben, Fledermäuse usw. anzutreffen. Im Fluss Munzur gibt es sehr seltene Arten von Fischen. Vor allem die rot befleckten Forellen sind zahlreich anzutreffen, die zu den schönsten ihrer Art auf der Welt gehören. Das Munzurtal ist überhaupt kaum berührt von der Zivilisation. Es kann zweifellos als ein besonderes Naturwunder bezeichnet werden. Die Schönheit dieses Tales beeinflusst jeden Menschen, der sie durchquert.
 
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