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17. August 2014 12:54
Zeitzeuge der Nachkriegszeit
Historiker Wolfgang Leonhard gestorben
Erst überzeugter Kommunist, dann kenntnisreicher Sowjetkritiker: Wolfgang Leonhard war dabei, als in Deutschland Geschichte geschrieben wurde. Jetzt ist der Historiker im Alter von 93 Jahren gestorben.
Intimer Kenner der deutschen Kommunisten
Leonhard war der letzte noch lebende Zeitzeuge aus dem innersten Führungskreis der deutschen Kommunisten, der nach 1945 die Gründung der DDR vorbereitete. Leonhard war 1945 als Mitglied der "Gruppe Ulbricht" - so benannt nach dem späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht - aus Moskau nach Deutschland zurückgekehrt. In Wien geboren, war er 1935 mit seiner vom Kommunismus begeisterten Mutter in die UdSSR geflohen und später zum Führungskader ausgebildet worden.
Flucht in die BRD
In der sowjetischen Besatzungszone wuchs Leonhards Gegnerschaft zum Stalinismus. Seine Wandlung zum Sowjetkritiker beschrieb er 1955 in dem Bestseller "Die Revolution entlässt ihre Kinder". 1949 floh er nach Jugoslawien und wenig später in die Bundesrepublik. Als ausgewiesener Sowjetexperte und wichtiger Zeitzeuge war Leonhard bis ins hohe Alter sehr gefragt. Seine letzten Jahre verbrachte er vor allem in seinem Haus im Eifelstädtchen Manderscheid - umgeben von mehr als 6000 Büchern über die UdSSR und die DDR.
Zeitzeuge und Historiker: Wolfgang Leonhard gestorben - Kultur - Süddeutsche.de
Wolfgang Leonhard 1947
1998 als Gastprofessor an der TU Chemnitz
Habe ihn 1998 durch Zufall kennen gelernt, im ICE-Speisewagen, als er auf dem Weg nach Chemnitz war. Wir haben dann festgestellt, das ich damals das, neben ihm, zweite noch lebende Mitglied der "Gruppe Ulbricht" kannte - Hans Mahle. Waren sehr interessante und unterhaltsame Stunden...
RIP
Zeitzeuge der Nachkriegszeit
Historiker Wolfgang Leonhard gestorben
Erst überzeugter Kommunist, dann kenntnisreicher Sowjetkritiker: Wolfgang Leonhard war dabei, als in Deutschland Geschichte geschrieben wurde. Jetzt ist der Historiker im Alter von 93 Jahren gestorben.
- Der Historiker und Russlandexperte Wolfgang Leonhard ist in der Eifel gestorben.
- Leonhard lebte jahrelang in Moskau, war Mitglied der "Gruppe Ulbricht" und gilt als einer der größten deutschen Sowjetexperten.
Intimer Kenner der deutschen Kommunisten
Leonhard war der letzte noch lebende Zeitzeuge aus dem innersten Führungskreis der deutschen Kommunisten, der nach 1945 die Gründung der DDR vorbereitete. Leonhard war 1945 als Mitglied der "Gruppe Ulbricht" - so benannt nach dem späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht - aus Moskau nach Deutschland zurückgekehrt. In Wien geboren, war er 1935 mit seiner vom Kommunismus begeisterten Mutter in die UdSSR geflohen und später zum Führungskader ausgebildet worden.
Flucht in die BRD
In der sowjetischen Besatzungszone wuchs Leonhards Gegnerschaft zum Stalinismus. Seine Wandlung zum Sowjetkritiker beschrieb er 1955 in dem Bestseller "Die Revolution entlässt ihre Kinder". 1949 floh er nach Jugoslawien und wenig später in die Bundesrepublik. Als ausgewiesener Sowjetexperte und wichtiger Zeitzeuge war Leonhard bis ins hohe Alter sehr gefragt. Seine letzten Jahre verbrachte er vor allem in seinem Haus im Eifelstädtchen Manderscheid - umgeben von mehr als 6000 Büchern über die UdSSR und die DDR.
Zeitzeuge und Historiker: Wolfgang Leonhard gestorben - Kultur - Süddeutsche.de
Wolfgang Leonhard 1947
1998 als Gastprofessor an der TU Chemnitz
Habe ihn 1998 durch Zufall kennen gelernt, im ICE-Speisewagen, als er auf dem Weg nach Chemnitz war. Wir haben dann festgestellt, das ich damals das, neben ihm, zweite noch lebende Mitglied der "Gruppe Ulbricht" kannte - Hans Mahle. Waren sehr interessante und unterhaltsame Stunden...
RIP