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Die Stadt Wien

ÖBB: Neue Dauerausstellung zu NS-Geschichte
Im Stadtentwicklungsgebiet auf dem einstigen Wiener Nordbahnhofgelände ist eine neue Dauerausstellung zur NS-Geschichte der ÖBB präsentiert worden. Offiziell eröffnet wurde auch die zehn Hektar große Grünfläche „Freie Mitte“.

Der Nordbahnhof war während der NS-Herrschaft ein zentraler Ort für Deportationen. Die damalige Rolle der Eisenbahn wird in der Schau beleuchtet. Sie fußt auf der Wanderausstellung „Verdrängte Jahre. Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938–1945“. Die Tafeln sind im öffentlichen Raum postiert und damit rund um die Uhr besuchbar. Gestaltet wurde die Konstruktion von Lehrlingen der ÖBB.

„Geschichte des Ortes sichtbar machen“
„Es sei wichtig, die Geschichte des Ortes sichtbar zu machen“, sagte Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, bei der Eröffnung. Die Fläche beim revitalisierten Wasserturm eigne sich dafür gut, befand sie. „Wer seine Geschichte nicht kennt, hat keine Zukunft“, sagte Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Darum sei die Ausstellung im öffentlichen Raum wichtig.

Er warnte vor zunehmenden antisemitischen Tendenzen seit dem Hamas-Terroranschlag 2023. Es komme zu immer mehr Vorfällen, berichtete er. Israel werde zunehmend dämonisiert. „Massenmord beginnt mit Worten“, hielt Deutsch fest – in Anwesenheit einer internationalen Besuchergruppe, die auf Einladung des Jewish Welcome Service nach Österreich gekommen ist.

 
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