1. Selbstverständlich gibt es Völker. Du selbst strebst ja den Zusammenschluss aller Serben an. Was ist denn der Antrieb dafür, wenn es gar keine Völker gibt? Dann gäbe es auch so etwas wie "Serben" gar nicht. Du widersprichst dir da selbst.
Das es keine Staaten geben soll, ist einfach nur deine persönliche Ansicht und keine allgemein gültige Regel, wie du sie darstellst. Was nun den Staat qualitativ von einer Stadt unterscheidet, leuchtet mir nicht ein. Ein Staat kann auch eine Stadt sein, es gibt genügend Stadtstaaten.
Wenn du damit sagen willst, dass ein Staat künstlich ist, dann ist das selbstverständlich so. Aber genau so künstlich wie eine Stadt oder ein Dorf oder alle prinzipiell von Menschen errichteten, aneinandergereihten Bauten.
Ich empfehle dir die Literatur von einem staatsrechtlichen Grundlagenbuch, z.B. etwas wie das hier:
www.Helbing-Shop.ch | Das Lehrbuch zum Allgemeinen Staatsrecht
2. Ja selbstverständlich braucht es ein "Gehirn" und das Subordinationsprinzip liegt in der Natur des Menschen und in der Natur selbst. Bis man einen Zustand der Anarchie erreichen kann, braucht es also auch eine Staatsführung (du nennst sie Regierung). Sie muss aber überhaupt nicht zentral sein, wie kommst du drauf? Wie und von wem der Staat gelenkt wird, können die Bürger selbst entscheiden. Sie geben ihre Rechte bewusst in die Hände von einigen wenigen und überwachen ihre Tätigkeit und setzen sie wieder ab, wenn die Führung nicht funktioniert. Die Lobbys sind ein Problem der parlamentarischen Demokratie an sich. Man muss heutzutage teure Wahlkämpfe führen, um gewählt zu werden. Wer die Mittel nicht hat, wird sich sponsert lassen und der Sponsor erwartet dann auch eine Gegenleistung. Ich finde das in Ordnung, solange alles offengelegt. Der Kandidat müsste also die Finanzierung seines Wahlkampfs und der nebenberuflichen Einnahmen durch Mandate qualitativ und quantitativ völlig transparent offen legen. Dann kann sich der Wähler selbst ein Bild machen, ob er diese Lobby im Parlament will. Was würdest du hier empfehlen?
3. Das ist völliger Quatsch und eine subjektive Wertung deinerseits. Warum du bis zum Individuum dividierst und dort dann halt macht, ist unlogisch. Ausserdem verstehst du den Begriff "Minderheit" nicht. Es kann nicht jedes Individuum eine Minderheit sein, da es dann keine Mehrheit gäbe. Wer ist dann die Mehrheit, wenn das Individuum die einzige Einheit ist?
Wenn du philosophisch konsequent sein würdest, müsstest du auch sagen, dass ein Mensch chemisch ohnehin nur eine Verbindung aus Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff (usw.) ist und es die einzelnen Atome gar nicht interessiert, wo und wie sie existieren. Universell betrachtet ist es ohnehin unwichtig, was auf der Erde passiert.
4. Das ist eine qualitativ minderwertige Aussage, auf die ich nicht eingehen möchte. Weder die Annahmen, noch die Konsequenzen ergeben einen Sinn.
5. Siehe 2. Es gibt in jedem fortschrittlichen Staat ein Raumplanungsgesetz
Für die Schweiz siehe
SR 700 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG)
Dieses Raumplanungsgesetz wird von vielen regionalen Verordnungen ergänzt und konkretisiert. Es sind also alle miteinbezogen.
Auch hier hat wieder der Bürger das Recht, das Gesetz zu gestalten oder er delegiert es demokratisch an seine Vertreter.
6. Was du hier vorschlägst, ist nichts neues, es nennt sich einfach "Willensnation":
Willensnation
Aber auch diese müssen auf eine Kontinuität ausgerichtet und gut organisiert sein. Warum du das Gefühl hast, dass das Zusammenleben von Zugehörigen gleicher Ethnien sinnvoller und einfacher ist, verstehe ich nicht. Es gibt genügend "ethnisch reine" Staaten, die bitter arm sind und solche, die sehr heterogen sind, und bei denen es sehr gut funktioniert. Das Problem des Balkans sind nicht die Leute dort selbst. Die Menschen des Balkans sind nicht dümmer oder fauler als andere. Es ist leider die Geschichte, der
stetige gewaltsame Eingriff von Aussen, die "uns" zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Auf dem Balkan hat das Prinzip "divide et impera" leider hervorragend funktioniert und wir werden noch Jahrhunderte die Konsequenzen des Kuckucksei erleben, den uns beispielsweise die Osmanen ins "Nest" gelegt haben.
7. siehe oben
8. Planwirtschaft ist überhaupt nicht schlimm.
Wie schlimm es ist, wie im Kapitalismus im ständigen Drang nach Wachstum Dinge für den Konsum zu produzieren, die man eigentlich nicht braucht um irgendwelche künstlichen Bedürfnisse zu befrieden und damit die Umwelt nachhaltig zu zerstören, werden wir beide vermutlich noch miterleben. Wenn der "Plan" darin besteht, die Grundbedürfnisse des Menschen mit möglichst
wenig Mitteln, möglichst
LANGE zu befriedigen, kann daran nichts verkehrt sein. Was denkst du, warum eine Glühbirne nur 1000 Stunden hält? Damit wir regelmässig eine neue kaufen.
Ich empfehle dir hierfür die sehr gute Dokumentation von Arte:
YouTube - Kaufen für die Müllhalde (1/5)