Dutzende Festnahmen bei Europol-Aktion gegen Menschenhandel
27 mutmaßliche Menschenhändler wurden festgenommen, 248 Opfer und potenzielle Opfer wurden identifiziert
Wien – Das europäische Polizeiamt Europol und die Europäische Arbeitsbehörde (ELA) haben am Freitag mit Behörden aus 34 Ländern die Ergebnisse einer europaweiten Aktionswoche gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung bekannt gemacht. Im Fokus standen einschlägige "Hochrisikobranchen" wie Landwirtschaft, Bau, Gastgewerbe, Nagelstudios und Massagesalons. 27 mutmaßliche Menschenhändler wurden festgenommen, darunter Verdächtige aus Ungarn, Vietnam, Montenegro und den Niederlanden.
248 Opfer und potenzielle Opfer wurden identifiziert. Sie stammen überwiegend aus Vietnam, China, Indien und den Philippinen. Zusätzlich gab es 86 Festnahmen wegen weiterer Delikte wie illegaler Beschäftigung oder Prostitution. 182 neue Ermittlungen wegen Menschenhandels wurden eingeleitet. In Österreich untersuchte die Polizei einen Fall, in dem Eltern ihre Kinder zum erzwungenen Betteln ausbeuteten. Er wurde bei Kontrollen lokaler Unternehmen aufgedeckt, hieß es in einer Aussendung.
137.810 Überprüfungen
Polizei, Grenzschutz, Arbeitsinspektorate und Steuerbehörden zogen bei der Operation vom 14. bis 20. September an einem Strang. Insgesamt waren 16.031 Einsatzkräfte beteiligt, die 137.810 Überprüfungen von Personen, Orten, Fahrzeugen und Dokumenten durchführten. Aufgedeckt wurden auch Fälle von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, zum Betteln und zur Zwangsarbeit im häuslichen Bereich.
27 mutmaßliche Menschenhändler wurden festgenommen, 248 Opfer und potenzielle Opfer wurden identifiziert
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