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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Clinton vor Ausschuss
„Hatte keine Ahnung“ von Epsteins Taten
Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei einer Befragung im Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses jede Kenntnis von Straftaten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein entschieden zurückgewiesen – sie habe von diesen „keine Ahnung“ gehabt. Sie erinnere sich generell an keine Begegnungen mit Epstein, so Clinton. Die Ausschussmitglieder forderte sie auf, US-Präsidenten Donald Trump unter Eid zu den Epstein-Akten zu befragen.

In ihrem in den sozialen Netzwerken schriftlich verbreiteten ausführlichen Eröffnungsstatement erklärte sie, sie sei weder mit Epstein geflogen noch habe sie seine Privatinsel oder andere Anwesen besucht. Daher könne sie keine zusätzlichen Informationen zu den Ermittlungen in der Causa rund um den 2019 in Haft verstorbenen Finanzinvestor beitragen.

 
Offene Konfrontation im Verhörraum – Hillary Clinton greift das Oversight-Komitee frontal an
In Chappaqua, einem Vorort nördlich von New York City, hinter verschlossenen Türen, legt Hillary Clinton nicht nur eine Verteidigung vor – sie geht zum Angriff über. Ihre schriftlich vorbereitete Erklärung vor dem House Oversight and Government Reform Committee ist keine knappe Distanzierung. Es ist ein politisches Gegenfeuer. Sie beginnt mit einem Bekenntnis zur parlamentarischen Kontrolle. Als frühere Senatorin respektiere sie die Aufsichtsfunktion des Kongresses. Doch sie fügt sofort hinzu, dass zu oft Untersuchungen zu parteipolitischem Theater verkommen seien – eine Pflichtverletzung gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit. Der Ausschuss habe seine Vorladung auf der Annahme aufgebaut, sie verfüge über Informationen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. Sie stellt klar: Das tue sie nicht.

Bereits am 13. Januar habe sie unter Eid erklärt, sie habe keine Kenntnis von deren kriminellen Aktivitäten gehabt. Sie erinnere sich nicht daran, Epstein jemals begegnet zu sein. Sie sei nie mit seinem Flugzeug geflogen, habe seine Insel nicht besucht und habe dem nichts hinzuzufügen. Zugleich beschreibt sie, was sie an Epsteins Taten erschüttert habe. Sie erinnert daran, dass er 2008 zunächst mit einem milden Deal davongekommen sei – ein Versagen, das ihm ein weiteres Jahrzehnt an Übergriffen ermöglicht habe. Eine Untersuchung, so Clinton, müsse sich deshalb auf das staatliche Handeln konzentrieren: auf das Justizministerium, auf das FBI, auf die damaligen Entscheidungsträger. Acht ranghohe Strafverfolger seien bereits vor dem Ausschuss erschienen, fünf frühere Generalstaatsanwälte hätten schriftliche Stellungnahmen eingereicht, sie hätten keine Informationen geliefert.

Sie wirft dem Gremium vor, keine öffentlichen Anhörungen abgehalten, Medien ausgeschlossen und Transparenz verweigert zu haben. Als es schließlich zu einer Befragung kam, sei kein einziger republikanischer Abgeordneter bei der Aussage von Les Wexner erschienen. In ihrer Erklärung weitet sie den Blick. Sie beschreibt ihre jahrzehntelange Arbeit gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung, verweist auf das Trafficking Victims Protection Act, das ihr Mann unterzeichnet habe, und auf ihre Zeit als Außenministerin. Sie habe Lou CdeBaca eingesetzt, um weltweit gegen Menschenhandel vorzugehen, jährlich Berichte veröffentlichen lassen, 170 Staaten bewertet, auch die Vereinigten Staaten selbst erstmals in die Liste aufgenommen. Sexuelle Ausbeutung, so schreibt sie, dürfe in Amerika keinen Platz haben. Keinen.

Dann wird der Ton schärfer. Sie wirft der Trump-Regierung vor, das Büro zur Bekämpfung des Menschenhandels im Außenministerium geschwächt zu haben. 70 Prozent der erfahrenen Mitarbeiter seien entfernt worden, der gesetzlich vorgeschriebene Bericht verzögert. Die Botschaft sei klar gewesen: Menschenhandel habe keine Priorität mehr. Das sei eine Tragödie und ein Skandal. Clinton dreht die Logik der Untersuchung um. Wenn es dem Ausschuss ernst sei, müsse er klären, warum ein System Epstein 2008 davonkommen ließ. Er müsse vollständige Aktenveröffentlichungen durchsetzen, Interviews prüfen, in denen eine Überlebende Präsident Trump schwerer Verbrechen beschuldigt. Er müsse klären, warum Staatsanwälte in Florida und New York einen Deal akzeptierten und andere mögliche Beteiligte nicht verfolgten. Er müsse Außenminister Marco Rubio und Justizministerin Pam Bondi befragen, warum Überlebende im Stich gelassen würden.

Stattdessen, so ihr Vorwurf, versuche man sie zu einer Aussage zu zwingen, um von Präsident Trumps eigenem Auftauchen in den Epstein-Akten abzulenken – trotz zehntausender Erwähnungen seines Namens in Dokumenten. Wenn es um Wahrheit gehe, dürfe man keine Maulkörbe verhängen und keine Scheindebatten führen.

Am Ende richtet sie eine direkte Herausforderung an den Vorsitzenden und die Mitglieder des Ausschusses. Führung bedeute, Verantwortung zu übernehmen. Nicht zu inszenieren. Die Amerikaner erwarteten ernsthafte Arbeit – für die Opfer Epsteins und für die Millionen Betroffenen von Menschenhandel weltweit.

Zwei Tage Befragung stehen an. Doch schon diese Erklärung macht deutlich: Die Aussage Hillary Clintons ist nicht nur Verteidigung. Sie ist eine politische Gegenoffensive in einem Verfahren, das längst weit über ihre Person hinausreicht.


Hillary Clinton widerlegt Tylers Pizza-Gate Verschwörungstheorie
 
US-Handelsminister: Vorladung fast sicher – Lutnick rückt im Epstein-Komplex ins Zentrum des Kongresses
Howard Lutnick könnte schon bald selbst im Zeugenstuhl sitzen. James Comer, Vorsitzender des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, erklärte am Donnerstag, es sei „sehr gut möglich“, dass der Handelsminister zur Aussage über seine Beziehungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell gezwungen werde. Eine Vorladung sei realistisch. Comer sprach in Chappaqua im Bundesstaat New York, kurz bevor er die nicht öffentliche Befragung von Hillary Clinton leitete. Die frühere Außenministerin wird ebenso wie ihr Ehemann Bill Clinton im Rahmen der seit Monaten laufenden Untersuchung des Ausschusses vernommen. Auf die Frage, ob auch Lutnick vorgeladen werden könne, antwortete Comer, das sei sehr gut möglich, und es bestehe eine gute Chance, dass sein Name bereits in der laufenden Befragung auftauche.

Der Republikaner verteidigte zugleich das Vorgehen gegen die Clintons. Man habe bereits zwei frühere Kabinettsmitglieder aus dem Umfeld von Donald Trump angehört. „Das hier richtet sich nicht nur gegen Demokraten. Es geht um jeden, der Wissen über Epstein hat“, sagte Comer. Die mehr als nur mögliche Vorladung fällt in eine Phase wachsender Aufmerksamkeit für Lutnicks Verhältnis zu Epstein. Der heutige Handelsminister, langjähriger Vertrauter Trumps und früherer Finanzchef seiner Kampagne 2024, hatte im Oktober gegenüber der New York Post erklärt, er habe nach einer Begegnung im Jahr 2005 jeden Kontakt zu Epstein abgebrochen. Die Begegnung habe ihn so verstört, dass er sich geschworen habe, „nie wieder mit dieser widerwärtigen Person in einem Raum zu sein“. Recherchen widerlegten es krachend.

Dokumente aus den vom Justizministerium veröffentlichten „Epstein-Akten“ zeichnen jedoch ein anderes Bild. Dazu E-Mails, die wir herausrecherchieren konnten, belegen, dass Lutnick den Kontakt zu Epstein noch bis 2018 hielt – also bis kurz vor dessen erneuter bundesrechtlicher Anklage wegen Sexhandels und lange nach einer früheren Haftstrafe auf Ebene eines Bundesstaates. Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass Lutnick 2012 einen Besuch auf Epsteins Privatinsel in den US-Jungferninseln arrangierte, jenem Ort, der wegen der dortigen Vorwürfe internationale Bekanntheit erlangte. Mittlerweile gibt es auch nachgewiesenes Bildmaterial, auch wenn man die Bilder auf der Seite des Justizministeriums entfernt hatte.

 
Garcia-Navarro bringt Melania Trump ins Spiel – Neue Debatte um Nähe zu Epstein
Die Journalistin Garcia-Navarro hat in einer Diskussion einen weiteren Namen in den Raum gestellt. Melania Trump habe Jeffrey Epstein gekannt, sagte sie, zudem existierten gemeinsame Bilder. Wenn man Personen vorladen wolle, die zumindest am Rand mit dem Fall verbunden seien, könne man auch Melania Trump einbeziehen. Die Aussage verschiebt die Debatte erneut. Bisher standen vor allem politische Amtsträger und Geschäftspartner im Fokus. Nun rückt die Frage in den Vordergrund, wie weit das Netz persönlicher Kontakte reichte. Fotos allein sind kein Beweis für Fehlverhalten, doch sie nähren das öffentliche Interesse an Transparenz. In einer ohnehin aufgeheizten Auseinandersetzung sorgt der Hinweis für zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Diskussion über mögliche Zeugen und Verantwortlichkeiten weitet sich damit weiter aus.

 
Auch keine Überraschung
Epstein-Ausschuss: Bill Clinton weist Vorwürfe zurück
Ex-US-Präsident Bill Clinton hat heute zu Beginn seiner Befragung vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses jede Kenntnis von Straftaten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zurückgewiesen.

„Nichts gesehen und nichts Falsches getan“
In einer in Sozialen Netzwerken verbreiteten Erklärung schrieb Clinton, er habe „nichts gesehen und nichts Falsches getan“. Seine Bekanntschaft mit Epstein, der 2019 gestorben war, sei nur kurz gewesen und habe geendet, Jahre bevor dessen Verbrechen ans Licht gekommen seien.

Clinton betonte, er habe während seiner begrenzten Kontakte „keinerlei Anzeichen“ für das tatsächliche Geschehen wahrgenommen. Er wolle unter Eid nichts sagen, dessen er sich nicht sicher sei. „Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere“, schrieb er. Spekulationen oder Mutmaßungen wolle er nicht äußern – er werde „nicht 24 Jahre später Detektiv spielen“.

Clintons Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Bekannt ist unter anderem, dass Epstein während Clintons Präsidentschaft mehrfach im Weißen Haus war und der Ex-Präsident wiederholt mit Epsteins Flugzeug reiste.

 
Das wird es sein :lol27:

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Chappaqua, 11 Uhr – Ein Ex-Präsident unter Eid und der lange Schatten Epstein
Chappaqua an diesem Freitag ist mehr als nur ein Vororttermin. Im Performing Arts Center der wohlhabenden Gemeinde nördlich von New York sitzt Bill Clinton hinter verschlossenen Türen und beantwortet Fragen zu seiner Beziehung zu Jeffrey Epstein. Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte wird ein ehemaliger Präsident unter Zwang einer Vorladung vom Kongress vernommen. Das allein markiert eine Zäsur.

Der Auftritt vor dem House Oversight Committee könnte weit über Clinton hinausreichen. Denn die Frage steht im Raum, ob hier ein Maßstab gesetzt wird, der eines Tages auch Donald Trump treffen könnte. Trumps eigene Kontakte zu Epstein werden seit Jahren diskutiert. Auffällig ist seine Zurückhaltung in diesen Tagen. In einem Interview sagte er, es störe ihn, dass man Bill Clinton angreife. „Es stört mich, dass jemand Bill Clinton verfolgt. Eigentlich mag ich Bill Clinton“, erklärte Trump. Eine ungewöhnliche Tonlage nach Jahrzehnten politischer Feindschaft.

Die Republikaner im Ausschuss lassen sich davon nicht bremsen. Sie haben Vorladungen an mehrere Personen verschickt, überwiegend an Demokraten, deren Namen in der vom Justizministerium veröffentlichten Dokumentenflut zum Epstein-Komplex auftauchen. Am Donnerstag wurde Hillary Clinton stundenlang befragt. Videoaufnahmen sollen zeitnah veröffentlicht werden. Auch sie war in Chappaqua erschienen, im selben Saal wie nun ihr Mann. Sie sagte aus, die Beziehung ihres Mannes zu Epstein sei „mehrere Jahre beendet gewesen, bevor irgendetwas über Epsteins kriminelle Aktivitäten bekannt wurde“.

James Comer, Vorsitzender des Ausschusses aus Kentucky, betonte vor Journalisten, man werde weiterhin „einige der mächtigsten Menschen der Welt“ vorladen und befragen. Niemand werde derzeit eines Fehlverhaltens beschuldigt, sagte er, aber die amerikanische Öffentlichkeit habe viele Fragen. Der Ausschuss sehe sich verpflichtet, Antworten zu liefern.

Bill Clinton bestreitet jedes Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein. Er habe keine Kenntnis von dessen Verbrechen gehabt. Unbestritten ist, dass er 2002 und 2003 etwa ein halbes Dutzend Mal mit Epsteins Privatjet reiste. Er taucht in von Kongress und Justizministerium veröffentlichten Fotos auf, darunter eines, das ihn in einem sprudelnden Pool mit einer Frau zeigt, deren Gesicht geschwärzt ist. In der freigegebenen Dokumentensammlung wird Clinton zehntausendfach erwähnt. Direkte Korrespondenz zwischen ihm und Epstein findet sich darin nicht. Seine Mitarbeiter betonen, er habe die Verbindung Jahre vor der bundesstaatlichen Anklage 2019 beendet.

Epstein selbst bekannte sich 2008 in Florida in zwei Fällen der Anbahnung von Prostitution schuldig, darunter in einem Fall mit einer Minderjährigen. 2019 wurde er wegen bundesstaatlicher Sexhandelsvorwürfe verhaftet und starb noch im selben Jahr in Haft. Sein Tod wurde als Suizid eingestuft. Richter und Abgeordnete halten fest, dass er über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Mädchen missbraucht, gehandelt und ausgebeutet hat. Viele Betroffene haben vor Gericht und öffentlich ausgesagt.

 
Unsere Recherchen zeigen auf: Wie Jeffrey Epstein im Schatten der Gates-Stiftung Zugang zu hochsensiblen Militärinformation bekam
Mumbai, Indien – Während an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan wieder geschossen wird und Verteidigungsminister Khawaja Asif von einem offenen Krieg spricht, rücken Dokumente ans Licht, die eine andere Front zeigen: jene zwischen globaler Philanthropie, Geheimdiplomatie und militärischer Realität. E-Mails aus dem Bestand des US-Justizministeriums zeichnen das Bild eines Mannes, der offiziell längst diskreditiert war – und dennoch in einem der sensibelsten Public-Health-Programme der Welt führen Recherchen immer mehr zu einer Schlüsselfigur: Jeffrey Epstein.

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In der E-Mail vom 2. März 2013 schlägt Jeffrey Epstein Boris Nikolic ein Finanzmodell für die Polio-Bekämpfung vor. Spender sollen sofort steuerliche Vorteile und reputativen Gewinn erhalten, während das Geld erst später an die Stiftung fließt. Die Stiftung würde die Mittel vorstrecken, abgesichert durch eine unwiderrufliche Garantie des Spenders. Im Ergebnis würde heutige Polio-Arbeit über künftige Erbschaftssteuern finanziert – wobei, so formuliert es Epstein, „alle außer der Regierung gewinnen“.
Die Unterlagen legen nahe, dass Epstein zwischen 2013 und 2018 tief in die Anti-Polio-Initiativen der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung in Pakistan eingebunden war. Er vermittelte nicht nur Kontakte, sondern positionierte sich als zentraler Ansprechpartner zwischen der Stiftung und dem International Peace Institute unter Leitung von Terje Rød-Larsen. Terje Rød-Larsen ist ein norwegischer Diplomat und langjähriger UN-Funktionär, der in den 1990er-Jahren eine zentrale Rolle bei den Oslo-Friedensgesprächen zwischen Israel und der PLO spielte und verfügte über weitreichende internationale Kontakte in Diplomatie und Sicherheitsfragen. Über diese Struktur erhielt er Berichte, die weit über Impfkampagnen hinausgingen. Darunter vertrauliche Einschätzungen zur Sicherheitslage, zu Taliban-Verhandlungen und sogar zu militärischen Operationen in den pakistanischen Stammesgebieten.

Epstein skizzierte gegenüber Boris Nikolic, engem Vertrauten und wissenschaftlichem Berater von Bill Gates, ein Modell, mit dem Spender steuerlich profitieren und zugleich Polio-Programme finanzieren sollten. Der Staat verliere, die Stiftung gewinne, so die Logik. Wenige Tage später bot er an, persönlich Konzepte zu erläutern und verwies auf Rød-Larsen, der in Pakistan und Nigeria helfen könne. Schon zu diesem Zeitpunkt dachte Epstein strategisch in politischen und finanziellen Kategorien – nicht nur in medizinischen.

 

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Ich glaube die Rolle von Trump ist klar. Natürlich gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung.
Streit um Trumps Rolle nach Clintons Aussage und Handelsminister Howard Lutnick
Nach der Deposition liefern beide Seiten unterschiedliche Darstellungen dessen, was Bill Clinton über Donald Trump gesagt habe. Ausschusschef James Comer behauptet, Clinton habe keinen Verdacht gegen Trump erkennen lassen. Der demokratische Abgeordnete Robert Garcia widerspricht und spricht von unvollständiger Wiedergabe. Details nennt er nicht, weil interne Regeln Offenlegung begrenzen. Gleichzeitig wirft er Republikanern vor, diese Regeln selbst zu verletzen. Die geschlossene Sitzung erzeugt genau dieses Problem. Jede Seite kann ihre Version in Umlauf bringen. Demokraten fordern daher die komplette Veröffentlichung der Mitschnitte. Republikaner halten dagegen, die Verfahren seien korrekt. Der Streit verlagert sich von Inhalten auf Transparenz. Ohne Wortlaut bleibt es ein politischer Schlagabtausch. Die Frage lautet nun, wer die Deutungshoheit behält. Der Druck auf Offenlegung wächst.

Die republikanische Abgeordnete Nancy Mace fordert, Handelsminister Howard Lutnick solle vor dem Ausschuss erscheinen. Hintergrund sind Berichte über Kontakte Lutnicks zu Jeffrey Epstein nach früheren Erklärungen. Mace sagt, auch Mitglieder der aktuellen Regierung müssten unter Eid sprechen. Ausschusschef Comer schließt eine Vorladung nicht aus. Damit rückt Trumps Kabinett näher an den Kern der Untersuchung. Demokraten unterstützen die Forderung, sehen darin aber auch eine Erweiterung des Fokus. Die Frage ist, ob es um Aufklärung oder politische Eskalation geht. Lutnick hatte frühere Kontakte eingeräumt. Nun geht es um Zeitpunkt und Umfang dieser Treffen. Jede Aussage könnte neue Dokumente nach sich ziehen. Der Ausschuss weitet damit sein Feld aus. Die Untersuchung betrifft nicht nur Vergangenheit, sondern aktuelle Machtstrukturen. Transparenz wird zum entscheidenden Faktor.
 
Irgendwie muss ma ja von Trump ablenken
Republikaner prüfen Meineid-Anklage gegen Hillary Clinton
Einige ihrer Antworten rund um Jeffrey Epstein seien widersprüchlich gewesen, sagte der Ausschussvorsitzende James Comer.

Nach der Befragung von Bill und Hillary Clinton im Zusammenhang mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein prüfen die Republikaner eine mögliche Meineid-Anklage gegen die frühere Außenministerin. Einige ihrer Antworten seien widersprüchlich gewesen, sagte der Ausschussvorsitzende James Comer am Freitag (Ortszeit). Ihr Ehemann, der frühere US-Präsident Bill Clinton, hatte zuvor als erster Ex-Präsident in der US-Geschichte unter Zwang vor dem Kongress ausgesagt.
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Demokraten kritisieren republikanischen Ausschussvorsitzenden
Die Demokraten kritisieren das Vorgehen als politisch motiviertes Manöver, um von Vorwürfen gegen Trump abzulenken. „Die Anwesenheit von Präsident Clinton heute unter Eid unterstreicht das Donald-Trump-große Loch in der Untersuchung des Vorsitzenden Comer“, sagte der Abgeordnete James Walkinshaw. Sie werfen dem von Trump geführten Justizministerium zudem vor, Unterlagen zu einer Frau zurückzuhalten, die Trump sexuellen Missbrauch vorwirft. Comer lehnte eine Vorladung Trumps erneut ab.

In einer in sozialen Medien verbreiteten Erklärung schrieb Ex-Präsident Clinton, er habe „nichts gesehen und nichts Falsches getan“. Seine Bekanntschaft mit Epstein sei nur kurz gewesen und habe geendet, Jahre bevor dessen Verbrechen ans Licht gekommen seien. Er habe während seiner begrenzten Kontakte „keinerlei Anzeichen“ für das tatsächliche Geschehen wahrgenommen. „Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere“, erklärte Clinton. Das möge unbefriedigend wirken, doch er werde unter Eid nichts sagen, dessen er sich nicht sicher sei.

 
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