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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Ich würde sagen, der Fehler besteht vor allem darin, dass das weltgrößte A....loch nicht angeklagt wurde.
Kommunikation "komplett vermasselt": US-Vize Vance räumt Fehler bei Umgang mit Epstein-Akten ein
Ein Gesetz forderte die Veröffentlichung der Ermittlungsakten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Kritik gibt es unter anderem an den geschwärzten Stellen

Washington/New York – US-Vizepräsident J. D. Vance hat den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert. "Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig", sagte er in dem Podcast "The Joe Rogan Experience". Gerade die Kommunikation habe seine Regierung "komplett vermasselt".

"Aber glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein", sagte Vance. Der Grund sei, dass falsche Behauptungen aufgestellt worden seien. Vance nannte unter anderem eine viel beachtete Äußerung der damaligen Justizministerin Pam Bondi, die gesagt hatte, eine Kundenliste des Sexualstraftäters liege bei ihr auf dem Tisch. US-Präsident Donald Trump hatte Bondi Anfang April abgesetzt.

Missbrauchsring
Der steinreiche Finanzier aus New York, Jeffrey Epstein, hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle.

Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten wieder in die Schlagzeilen geraten. Die US-Regierung versucht, ihn möglichst weit von Trump fernzuhalten. Die per Gesetz geforderte Veröffentlichung der Ermittlungsakten fiel in Bondis Zuständigkeit. Kritiker prangerten etwa an, die geschwärzten Stellen in den Akten schützten nicht nur Opfer, sondern auch mutmaßliche Mittäter. (APA, 16.7.2026)

 
Epstein-Vertrauter tot in Pariser Wohnung aufgefunden
Der französische Modelagent Daniel Siad mit engen Verbindungen zu dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist am Montagabend tot aufgefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft von Nanterre teilte heute mit, sie habe eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache eingeleitet, nachdem die Leiche Siads in dessen Haus in Colombes in der Nähe von Paris entdeckt worden sei.

Gegen den 69-jährigen Siad, der unter anderem wegen Vergewaltigung angezeigt worden war, lief in Paris ein Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels.

Sein Name taucht tausende Male in den Epstein-Akten auf, er soll für den Sexualstraftäter junge Frauen und Mädchen rekrutiert haben.

 
Der zweite Mann, der in Frankreich stirbt, bevor er über Epstein aussagen muss
Am Montag fand man Daniel Siad tot in einem Haus in Colombes, einem Vorort nordwestlich von Paris. Wie er starb, prüfen die Behörden noch. Sicher ist nur, was er nun nicht mehr wird: ein Zeuge. Siad arbeitete 30 Jahre als Model-Scout und lernte Jeffrey Epstein nach eigenen Angaben zu Beginn der 2000er Jahre kennen. Über 15 Jahre habe er ihm etwa ein Dutzend Models vermittelt, sagte er im Mai in einem Interview, negative Rückmeldungen habe er nie erhalten, sein Verhältnis zu Epstein sei rein geschäftlich gewesen. Viele Informationen, Unterlagen und Recherchen zeichnen ein anderes Bild. Ihren Resultaten zufolge hat Siad wiederholt versucht Epstein mit jungen Frauen zusammenzubringen, darunter eine, die er selbst als 15 Jahre alt bezeichnete, und weitere, die er als minderjährig beschrieb. Er räumte die Arbeit für Epstein ein und bestritt jedes Unrecht. Seine Anwältin Ménya Arab-Tigrine erklärte am Mittwoch, ihr Mandant habe seine Unschuld stets beteuert. Ein Gericht wird darüber nicht mehr befinden.

Im Februar hatte die Pariser Oberstaatsanwältin Laure Beccuau ihn als einen jener genannt, die im Rahmen zweier Ermittlungsverfahren zum Umfeld Epsteins befragt werden könnten. Am Mittwoch teilte sie mit, was inzwischen zusammengetragen wurde. 24 Frauen seien als Opfer oder Zeuginnen von Taten ermittelt worden oder hätten sich selbst gemeldet, Taten, die mutmaßlich von Daniel Siad oder anderen Beschuldigten begangen wurden. Mit 16 von ihnen sei bereits gesprochen worden. Für eine sofortige Festnahme, fügte sie hinzu, habe die Ermittlung bislang nichts hergegeben.

Man lese diese 2 Sätze nebeneinander. 24 Frauen auf der einen Seite, kein Haftgrund auf der anderen. Es ist die Arithmetik eines Verfahrens, das schneller altert als seine Beschuldigten. Gesondert davon liegt die Anzeige einer Schwedin vor. Ebba P. Karlsson, früher selbst Model, wirft Siad vor, sie 1990 in Frankreich vergewaltigt zu haben. Auf einer Website, die sie mitgegründet hat, um Berichte von Betroffenen öffentlich zu machen, schreibt sie, er habe sie in einem Poolhaus hinter einer Villa an der Côte d’Azur vergewaltigt. Er habe nie in seinem Leben eine Frau vergewaltigt, sagte Siad im Mai. Auch dieser Satz steht nun unwiderlegt und unbewiesen im Raum, für immer.

Es ist nicht der erste Todesfall dieser Art. 2022 fand man Jean-Luc Brunel, den französischen Modelagenten und Vertrauten Epsteins, tot in seiner Gefängniszelle. Er war wegen der Vergewaltigung Minderjähriger angeklagt. Auch er hatte nichts mehr zu sagen.




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Die schwarze Karte: Wie Epsteins Netzwerk nach dem Urteil erst richtig zu fliegen begann
Ein Schuldspruch gilt gemeinhin als Ende. Bei Jeffrey Epstein war er ein Anfang. 2008 hatte er sich vor einem Gericht in Florida schuldig bekannt, eine Minderjährige der Prostitution zugeführt zu haben, er musste sich als Sexualstraftäter registrieren und stand offiziell als Mann unter Auflagen. Genau in den Jahren danach aber, so das Ergebnis einer Recherche, die Tausende Unterlagen des Justizministeriums auswertete, E-Mails, Skype-Nachrichten und Flugbuchungen, wuchs sein Apparat erst zu voller Größe. Zwischen 2009 und 2019 sollen seine Mitarbeiter mehr als 3.700 kommerzielle Flüge gebucht haben. Den größten Teil dieser Reisen trug nicht die berüchtigte Privatmaschine, sondern der ganz gewöhnliche Linienverkehr. In ihm wird ein Verbrechen unsichtbar, weil es aussieht wie jede andere Buchung auch, ein Ticket unter Millionen.

Die Routen zeichnen eine Landkarte der Rekrutierung. Sie führten aus Russland, der Ukraine, Polen, den baltischen Staaten und Brasilien nach Paris, nach New York und auf die Insel Little St. James in den Amerikanischen Jungferninseln, jene Orte also, an denen es nach Angaben der Ermittler zu den Übergriffen kam. Bei fast der Hälfte der Buchungen fehlen die Namen der Passagiere, weil das Justizministerium die Identitäten mutmaßlicher Opfer geschwärzt hat. Was bleibt, ist die Bewegung ohne Gesicht, ein System, dessen Betrieb man lückenlos verfolgen kann, während die Menschen darin verschwinden. Die Recherchen dazu dauern an. Bis die meisten der beteiligten Namen offengelegt sind, werden voraussichtlich noch Monate vergehen.

Angeworben wurden die Frauen mit dem ältesten Versprechen der Branche, der Karriere als Model. In den freigegebenen Nachrichten sprechen die Anwerber von Castings, von Fotografen, von einem Kunstsammler, den man kennenlernen solle, und sie erwägen offen, Modelagenturen, Zeitschriften und Schönheitswettbewerbe zu kaufen, um sich einen dauerhaften Zugriff auf junge Frauen zu sichern. Fachleute für Menschenhandel, die für die Recherche befragt wurden, kommen zu dem Schluss, dass die dokumentierten Wege der Anwerbung und des Transports den Merkmalen eines international organisierten Menschenhandels entsprechen. Mehr als 100 Frauen haben Epstein des Missbrauchs beschuldigt, mehrere berichteten, auf verschiedenen Wegen zu seinen Anwesen in den Vereinigten Staaten, in Europa und in der Karibik geflogen worden zu sein. Das Wort, das die Behörden 2008 noch klein gehalten hatten, steht nun in voller Größe im Raum.

 
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