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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

„Ist Ihnen das wirklich nicht zu blöd?“
„Ist Ihnen das nicht zu blöd?“
Die Verrohung des Diskurses in einem Satz: Wie FPÖ‑Chef Herbert Kickl entgleist
Ich finde, wir müssen schon noch über diesen Vorfall sprechen: In einem der wichtigsten TV‑Interviews des Jahres wählte Herbert Kickl …

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Von A bis Z alles für A und F
Dürfen die Grasser-Anwälte auf eine neue Enthüllungsbombe hoffen?

Liebe Leserinnen und Leser, stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Ein verwahrlost wirkender Mann ohne Zähne, ohne Computer, ohne Vermögen und ohne Wohnsitz kommt zu Ihnen und sagt: Er hätte ein paar auf Zetteln ausgedruckte E-Mails, die beweisen würden, dass jener Richter, der René Benko verurteilt hat, bestochen war. Und zwar von einem geheimen Konsortium aus Nesquik und Ovomaltine, die damit die Konkurrenz-Marke Benco vernichten wollen.

Gescheiterte Verschwörung
Wie reagieren Sie? a) Sie rufen beim nächstgelegenen Obdachlosenasyl an, und fragen, ob jemand den Herren abholen könnte. b) Sie schenken dem Mann 20 Euro, eine Packung Zigaretten und die Adresse der Redaktion von Wolfgang Fellners Österreich. Oder c) Sie bitten den Industriellen Stephan Zöchling und René Benkos Familie, dem Mann 20.000 Euro für weitere Nachforschungen zu zahlen, stellen Alfred Gusenbauer als Hilfskraft ein, und gehen zum Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs, wo Sie den Benko-Prozess-Richter mittels einer selbstverfassten 18-seitigen Anzeige belasten und dazu sagen: "Das Ganze könnte auch eine Fälschung sein, aber das ist sehr unwahrscheinlich, denn welches Motiv sollte der Zeuge dafür haben, darauf weiß ich wirklich keine Antwort – und wenn doch, habe ich jedenfalls alles von A bis Z richtig gemacht."

Ob unser ehemaliger Justizminister Dieter Böhmdorfer in der Affäre um die gescheiterte Verschwörung gegen die Grasser-Richterin Marion Hohenecker, so wie von ihm behauptet, "von A bis Z alles richtig gemacht" hat, oder ob doch eher alles für A und F war, wird von der Justiz hoffentlich noch aufgearbeitet werden. Vielleicht wird dabei sogar der von Böhmdorfer als "anwaltliche Hilfskraft" engagierte Walter Meischberger wieder eine Antwort auf die entscheidende Frage seines Lebens suchen müssen: "Wo woar mei Leistung?"

Eidesstattliche Erklärung
Aber dass der von den Grasser-Anwälten als "Bombe" angekündigte Skandal nun zu einem in deren Händen explodierenden Silvester-Böller mutierte, heißt nicht, dass sie die Suche nach neuen, vergleichbaren Sprengkörpern aufgeben müssen. Hier ist mein Vorschlag:

 
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