UNMIK dürfte länger im Nord-Kosovo bleiben
Laut Belgrader Tageszeitung "Vecernje novosti" - Nach Mitteilungen von UNO-Generalsekretär Ban
Belgrad - Die EU-Kosovo-Mission UNMIK, unter deren Verwaltung der Kosovo seit Juni 1999 steht, dürfte auch nach der Stationierung der zivilen EULEX-Mission in dem von Serben bewohnten Nord-Kosovo bleiben. Die Belgrader Tageszeitung "Vecernje novosti" berichtete dies am heutigen Samstag unter Berufung auf Mitteilungen, die Beauftragte des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon diese Woche nach Brüssel übermittelt haben sollen. Pristina hatte am 17. Februar einseitig die Unabhängigkeit der südserbischen Provinz ausgerufen. Entsprechend dem vorjährigen Status-Vorschlag des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari soll die UNMIK innerhalb von 120 Tagen von der EULEX-Mission, die sich aus 2.000 Sicherheits- und Justizbeamten zusammensetzt, abgelöst werden.
Unter Berufung auf die Mitteilungen des UNO-Generalsekretärs berichtete "Vecernje novosti", dass sich Ban für eine Verlängerung der Übergangsfrist einsetze, in der die UNMIK von der EULEX-Mission abgelöst werden soll. Es wäre vernünftig, dass der EU-Chefdiplomat Javier Solana in nächster Zeit kein Schreiben über die EULEX-Mission an den UNO-Generalsekretär schicke. Für die Vereinten Nationen wäre es zudem hilfreich, würde der Kosovo von möglichst vielen Staaten anerkannt werden, berichtete das Blatt. Den jungen Staat haben bisher 27 Länder anerkannt, darunter Österreich.
Schnelle Lösungen unklug
Die UNO sei der Ansicht, dass es gegenwärtig nicht klug wäre, im Nord-Kosovo auf vorschnelle Lösungen zu dringen. "Es ist die UNMIK-Strategie, die Aufgaben wie bisher weiter zu verrichten, und dabei Provokationen und direkte Konfrontationen zu vermeiden", habe der UNO-Generalsekretär Brüssel wissen lassen. In der UNO sei man auch skeptisch, was eine eventuelle Stationierung der EULEX-Mission im Nord-Kosovo betreffe, berichtete das Belgrader Blatt. Seit Mitte Februar gab es wiederholt Bombenangriffe auf den geplanten EULEX-Sitz im von Serben bewohnten Nordteil von Mitrovica. (APA)
Die scheinen nicht willkommen. Die brauchen wir bald gar nicht mehr.