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Friedensnobelpreis Sammelthread

Kennst du den Ausspruch, vor seiner eigenen Türe kehren? Sprich, bei sich selbst, vor Ort, anzufangen. Erwartest du ernsthaft von mir, dass ich nach Pakistan fliege und mich dort den Taliban entgegensetze? Ist es meine Schuld, dass ich in nem Land mit nem gewissen Standard an Menschenrechten lebe? Ja, diese Frauen dort haben größere Probleme, das heißt noch lange nicht, dass es hier für Frauen keine gäbe. Und entsprechend befasse ich mich mit sowas. Das heißt nicht, dass mich globale Zusammenhänge nicht interessieren, komplett im Gegenteil, ich beobachte verschiedene feministische Strömungen. So wie jede Strömung sicherlich ihren eigenen Charakter und ihre Daseinsberechtigung hat, wird es für mich immer unveräußerliche Universalien an Frauenrechten geben, die keine Verhandlungssache sind.

Ich spreche dich an. Wenn du nur die Probleme der Frauen, die im Westen, ansprichst und weitaus gravierendere Frauenrechtsverletzungen tagtäglich iwo in der Welt zutage treten und du dich Feministen nennst, sollten die Probleme der Frauen "im Osten" relevanter sein.

Niemand erwartet von dir, dass du dorthin fliegst und du kannst auch nichts dafür, dass du in Deutschland gelandet bist aber Solidarität mit den Betroffenen ist wohl das mindeste.
 
Ich spreche dich an. Wenn du nur die Probleme der Frauen, die im Westen, ansprichst und weitaus gravierendere Frauenrechtsverletzungen tagtäglich iwo in der Welt zutage treten und du dich Feministen nennst, sollten die Probleme der Frauen "im Osten" relevanter sein.

Niemand erwartet von dir, dass du dorthin fliegst und du kannst auch nichts dafür, dass du in Deutschland gelandet bist aber Solidarität mit den Betroffenen ist wohl das mindeste.

Und wo zeigen wir mit diesen Frauen bitte keine Solidarität?
Die Tatsache, dass wir uns primär mit fehlenden Frauenrechten in unserem Land beschäftigen, die verglichen mit solchen in Pakistan oder Afghanistan weniger dramatisch sind zeigt als die fehlende Solidarität mit Frauen aus diesen Teilen der Welt?

Sag ich, doch, die Dummheit der menschen ist grenzenlos. :facepalm:
 
Ich spreche dich an. Wenn du nur die Probleme der Frauen, die im Westen, ansprichst und weitaus gravierendere Frauenrechtsverletzungen tagtäglich iwo in der Welt zutage treten und du dich Feministen nennst, sollten die Probleme der Frauen "im Osten" relevanter sein.

Niemand erwartet von dir, dass du dorthin fliegst und du kannst auch nichts dafür, dass du in Deutschland gelandet bist aber Solidarität mit den Betroffenen ist wohl das mindeste.

und du glaubst ernsthaft, dass ich mich damit nicht beschäftige und unsolidarisch bin und mir das am Arsch vorbeigeht? :facepalm:

Junge, dann hast du ehrlich keinen Plan, womit ich mich auseinandersetze und mit wem ich drüber rede.
 
Und wo zeigen wir mit diesen Frauen bitte keine Solidarität?
Die Tatsache, dass wir uns primär mit fehlenden Frauenrechten in unserem Land beschäftigen, die verglichen mit solchen in Pakistan oder Afghanistan weniger dramatisch sind zeigt als die fehlende Solidarität mit Frauen aus diesen Teilen der Welt?

Sag ich, doch, die Dummheit der menschen ist grenzenlos. :facepalm:

Was du machst, nennt sich nicht diskutieren.

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und du glaubst ernsthaft, dass ich mich damit nicht beschäftige und unsolidarisch bin und mir das am Arsch vorbeigeht? :facepalm:

Junge, dann hast du ehrlich keinen Plan, womit ich mich auseinandersetze und mit wem ich drüber rede.

Sorry, so kommt es rüber. Nicht nur bei mir, wie du sehen kannst.
 
Kennst du den Ausspruch, vor seiner eigenen Türe kehren? Sprich, bei sich selbst, vor Ort, anzufangen. Erwartest du ernsthaft von mir, dass ich nach Pakistan fliege und mich dort den Taliban entgegensetze? Ist es meine Schuld, dass ich in nem Land mit nem gewissen Standard an Menschenrechten lebe? Ja, diese Frauen dort haben größere Probleme, das heißt noch lange nicht, dass es hier für Frauen keine gäbe. Und entsprechend befasse ich mich mit sowas. Das heißt nicht, dass mich globale Zusammenhänge nicht interessieren, komplett im Gegenteil, ich beobachte verschiedene feministische Strömungen. So wie jede Strömung sicherlich ihren eigenen Charakter und ihre Daseinsberechtigung hat, wird es für mich immer unveräußerliche Universalien an Frauenrechten geben, die keine Verhandlungssache sind.

Der Fett markierte Satz offenbart die gesamte Widersprüchlichkeit in der Argumentation des hiesigen Feminismus. Er zeigt nämlich, dass er sich mit dieser hegemonial geprägten Konstellation abgefunden hat, und das bedeutet dass ihr euch im Gefolge hiesiger Machtstrukturen und ihrer Kategorien befindet. Dafür spricht auch deine Rede vom Universalismus der Frauenrechte nach westlichem Vorbild. Dem ist nämlich nicht so. Was du hier betreibst ist Dogmatismus aus Zufriedenheit und Bequemlichkeit heraus, weil es dir/euch nicht beliebt, sich mit Kritik an euren Idealen auseinanderzusetzen. Dass es hierzulande auch Probleme gibt die Frauen betreffen, bestreitet niemand, und es ist gut und richtig sich mit ihnen auseinanderzusetzen und ihre Lösung zu bestreben. Aber wie du schon selbst sagst, sind die Probleme hierzulande mittlerweile relativ harmlos, sodass der europäische Feminismus seine Existenz in dieser aggressiven Ausprägung rechtfertigen muss. Die Lösung dieses Problems besteht darin, den Universalismus der europäischen Interpretation von Frauenrechten zu deklarieren (wobei hierbei der Begriff "europäisch" im Mittelpunkt steht, und nicht die Frauenrechte als solche) und sich so in den Dienst globaler Hegemoniebestrebungen zu stellen um nicht völlig in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Das ist die meiner Meinung nach die Realität.
 
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