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Friedensnobelpreis Sammelthread

«Serbenfeind» Martti Ahtisaari

Der Friedensnobelpreis für den finnischen Vermittler im Kosovo-Konflikt macht Serbien zornig.

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Belgrad bezichtigten Ahtisaari stets der Parteinahme für Kosovo, die Medien nannten ihn einen «Feind Serbiens».

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Am 17. Februar riefen die Kosovaren die Unabhängigkeit von Serbien aus, Ahtisaari gilt seither neben Ex-US-Präsident Clinton als einer der Volkshelden. Seither versucht Belgrad in einer beispiellosen diplomatischen Offensive um internationale Unterstützung, den Kosovo-Staat rückgängig zu machen.

Das schien zuletzt sogar von Erfolg gekrönt zu sein: Am Mittwoch akzeptierte die UNO-Vollversammlung in New York den serbischen Antrag, den Internationalen Gerichtshof (IGH) über die Rechtmässigkeit der Unabhängigkeit Kosovos entscheiden zu lassen.

Ausgerechnet die Nachbarstaaten Montenegro und Mazedonien haben die Belgrader Jubelparty gründlich verdorben und die einstige Albaner-Provinz als selbständigen Staat anerkannt. Die serbische Diplomatie reagierte konfus und zornig.

Besonders übel nahm Serbien die Anerkennung dem eng verwandten Bruderstaat Montenegro, der 2006 aus dem gemeinsamen Staatenbund ausgeschieden war. Von einem «Messerstich in den Rücken» sprach Aussenminister Vuk Jeremic. Die montenegrinische Botschafterin in Belgrad, Anka Vojvodic, wurde umgehend des Landes verwiesen. Mit vergleichsweise pöbelhaftem Ton sagte der 33jährige Jeremic, ihre Anwesenheit in Belgrad sei «nicht mehr erwünscht». Später wurde auch der mazedonische Botschafter Aleksandar Vasilevski ausgewiesen.

Doch zugleich beschloss Belgrad, alle zuvor abgezogenen Botschafter wieder in jene Länder zurückzubeordern, die Kosovo bereits anerkannt hatten, darunter 22 EU-Staaten und die USA. Diese Aktion steht wiederum im Widerspruch zum jüngsten Vorwurf Serbiens, Brüssel und Washington hätten «massiven Druck» auf die beiden Nachbarländer Montenegro und Mazedonien ausgeübt, Kosovo anzuerkennen. Auch Russland schliesst sich dieser Behauptung an.


Das selbständige Kosovo sei «vielmehr die Anerkennung der politischen Realität in der Region», sagte Montenegros Aussenminister Milan Rocen. Und sein mazedonischer Amtskollege Antonio Milososki meinte: «Dies ist keine Entscheidung gegen Serbien, sondern für unsere eigene Zukunft.» Soll heissen: Für Montenegro und Mazedonien ist der eigene Weg nach Europa wichtiger als deren Nachbarschaftspolitik zu Serbien.


Mittlerweile haben fast alle Staaten aus der Konkursmasse des ehemaligen Jugoslawiens Kosovo anerkannt. Die Ausnahme ist Bosnien-Herzegowina, das in einen moslemisch-kroatischen und einen serbischen Teilstaat getrennt ist.


www.tagblatt.ch – «Serbenfeind» Martti Ahtisaari
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die haben den Serben wirklich die Party verdorben :D
 
Friedensnobelpreis für Barack Obama



09.10.2009 - 11:50 UHR


Es ist die wichtigste Auszeichnung der Welt!



Und sie geht an US-Präsident Barack Obama (48) – er bekommt den diesjährigen Friedensnobelpreis. Was für eine Sensation!











für humanitäre Pionierarbeit


Friedensnobelpreis 1999: Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières) -

für humanitäre PionierarbeitFriedensnobelpreis 2000: Politiker Kim Dae Jung (Südkorea) -

für sein Engagement als Menschenrechtler und als Staatsmann für ein friedliches Verhältnis zu NordkoreaFriedensnobelpreis 2001: Vereinte Nationen (UN) und ihr Generalsekretär Kofi Annan (Ghana) -

für ihren Beitrag zu einer friedlicheren und besser organisierten WeltFriedensnobelpreis 2002: Ex-US-Präsident Jimmy Carter -

für seinen jahrzehntelangen Beitrag zu friedlichen Konfliktlösungen, Demokratie und MenschenrechtenFriedensnobelpreis 2003: Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi (Iran) -

wegen ihres Einsatzes für Kinder- und Frauenrechte sowie politische DissidentenFriedensnobelpreis 2004: Umweltaktivistin Wangari Maathai (Kenia) -

für ihr Engagement für eine „nachhaltige Umweltentwicklung sowie Demokratie und Frieden“Friedensnobelpreis 2005: Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihr Direktor Mohammed el Baradei -

für ihren Kampf gegen die Verbreitung von AtomwaffenFriedensnobelpreis 2006: Wirtschaftsfachmann Muhammad Yunus (Bangladesch) und die von ihm gegründete Grameen Bank -

für die Idee, Kleinstkredite an Arme zu vergebenFriedensnobelpreis 2007: Ex-US-Vizepräsident Al Gore und UN-Klimarat -

für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen eine drohende KlimakatastropheFriedensnobelpreis 2008: Der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari -

für seinen jahrzehntelangen Einsatz als Vermittler bei der Lösung von Konflikten


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Foto: Jürgen Christ, AP





Das Nobelkomitee in Oslo (Norwegen) hat die Entscheidung vor wenigen Minuten bekannt geben.


Begründung:
Obama habe als Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen. Dialog und Verhandlungen seien die bevorzugten Mittel, um „selbst die kompliziertesten internationalen Konflikte zu lösen“.
Ferner habe Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt neuen Schwung in die Abrüstungsverhandlungen gebracht.
Dank Obamas Initiative spiele die USA außerdem eine konstruktivere Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.
108 Jahre lang habe das norwegische Nobel-Komitee versucht, genau jene internationale Politik anzuregen, für die Obama weltweit nun Wortführer sei, schloss so das Nobelpreis-Gremium.
Am 10. Dezember wird Obama die Medaille in der norwegischen Hauptstadt entgegennehmen.
Riesen-Vorschusslorbeer für den noch jungen US-Präsidenten!
Obama wurde im vergangenen November zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt.
In den ersten Monaten seiner Amtszeit hatte er eine klare Abkehr von der Außenpolitik seines Vorgängers George W. Bush vorgenommen und auf mehr internationale Zusammenarbeit gesetzt.
Bei einer Rede in Prag im vergangenen April versprach Obama, dass sich die USA fortan für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen würden.
Die Entscheidung des Nobelpreis-Komitees rief weltweit Erstaunen hervor.
Unter den 205 Nominierungsvorschlägen waren auch Alt-Kanzler Helmut Kohl, Friedensaktivistin Ingrid Betancourt (47) und Ex- US-Präsident George Bush (85).
Im vergangenen Jahr würdigte das norwegische Komitee den früheren finnischen Staatspräsidenten Martti Ahtisaari (72).
Alfred Nobel, der Stifter des Preises, verfügte in seinem Testament, dass der Preis für Beiträge zur Verbrüderung zwischen den Völkern, die Verminderung oder Abschaffung von stehenden Heeren und die Förderung und Abhaltung von Friedenskongressen vergeben wird.
Der Friedensnobelpreis ist mit gut einer Million Euro dotiert.
Es ist nicht das erste Mal, das ein US-Präsident während seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis erhält:
Theodore Roosevelt wurde 1906 für die Vermittlungsrolle im Friedensvertrag zwischen Russland und Japan geehrt, Woodrow Wilson 1919 für seine Verdienste um die Beendigung des Ersten Weltkriegs und die Gründung des Völkerbunds.
 
Seid wann bekommt man für jede Menge Bla Bla einen Nobelpreis. -.-

Kohl hätte es um einiges mehr verdient.
 
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