Neulich stiess ich auf das hier:
Kolumbien: Farc und Regierung unterzeichnen Friedensabkommen | ZEIT ONLINE
Jetzt frage ich mich, wieso das auch in der Türkei nicht möglich sein soll.
- - - Aktualisiert - - -
Bitte nur konstruktive Beiträge!
Hier handelt es sich um einen
Ideologischen Konflikt
einer Volksgruppe. Außerdem spielen hier auch diverse Drogen-Kartelle eine ganz tragende Rolle. Nicht umsonst ist Kolumbien eines der größten Exporteure für Kokain in ganz Südamerika. Pablo Escobar ist ein grandioses Beispiel.
__________
In der Türkei handelt es sich aber um einen Clash zwischen zwei Ethnisch Gruppen. Zwar haben sich beide über die Jahre miteinander mehr als nur "wenig" vermischt sondern doch eher sehr stark. Dennoch versucht die eine Volksgruppe vorwiegend im Südosten der Türkei in den Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin und Diyarbakir eine Autonomie-Regierung durchzudrücken. Dazu auch noch mit Waffengewalt gegen eine Regierung, die diese Ethnie im Jahr 2016 nicht diskriminiert im Gegenteil ihnen alle Rechte gewährt sich politisch-und auf dem Arbeitsmarkt zu verwirklichen. Das Land selbst hatte in seiner Geschichte 2-Türkisch Kurdische Präsidenten mit Ismet Inönü und Turgut Özal.
Die jetzige AKP-Regierung hatte die vergangene Friedensverhandlung (2011-2014) forciert und auch im laufe dutzender Anschläge die von der PKK auf Streitkräfte folgten dennoch toleriert. Die Streitkräfte selbst, taten jedoch nichts im Zuge der Friedensverhandlungen. Die PKK und die YDG-H jedoch haben sich während dieser Zeitspanne in bestimmten Provinzen stark aufgerüstet.
Derzeit ist die PKK in der Türkei stark unter Zugzwang, weshalb sie auch nicht mehr zwischen Zivilisten-und Beamten unterscheidet. Durch das erstarken der HDP, der Nachfolge Partei der radikal zur PKK-tendierenden BDP ebenfalls mit Demirtas als Chef der sich bis heute nicht von der PKK emanzipieren konnte. Im Gegenteil, er hat die Partei von einer "Kurdenpolitik" zur "Minderheitenpolitik" umstrukturiert dabei ist der größte Satz der Wähler weiterhin nationalistische Kurden, Linksfaschisten (Antifa-Türkei Anhänger) und auch diverse Linke-Partein in der Türkei haben ihre Kampagnen ausgenutzt um für die HDP auf Stimmenfang zu gehen. Dabei wurde die ebenfalls in einigen Gebieten stark werdende Hür-Dava Partei (Kurdische Partei) bedroht, Parteimitglieder erschossen oder entführt.
Es geht den Kurden im Südosten zumindest nicht mehr um ein friedliches Zusammenleben. Es geht darum, Kurdistan zu vervollständigen egal was es kostet. Auch wenn nötig mit Waffengewalt. Dabei und ich werde nicht leid es zu erwähnen ohne Berechtigung, denn die Kurden waren zum Ende des Osmanischen Reiches lediglich in den Provinzen Hakkari und Sirnak grundsätzlich überwältigend ansässig. Sporadisch auch im damaligen Diyarbakir was zu der Zeit vorwiegend von Armeniern bewohnt war. In Diyarbakir haben die Kurden erstmals (Heute Hochburg der PKK), 1970 durch den PKK-Konflikt mit der Armee großen Zustrom gekriegt.
Der große Teil der Kurdischen Bevölkerung selbst, lebt im Westen des Landes. Allein in Istanbul geschätzt 3-4 Millionnen. In Ankara ebenfalls 1 Millionen. Darunter auch Millionen in Bursa, Antalya, Izmir vor allem. Aus Erfahrung sind die Kurden aus West-und Zentralanatolien sehr angepasst. Es gibt überhaupt keine Schwierigkeiten. Das große Problem ist und das wird auch deutlich wenn man sich die Anschlagsserien anguckt, eben der Südosten des Landes.