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Fußball - News, Spekulationen, Berichte etc.

Vergewaltigungsvorwurf: Prozess gegen Marokko-Star
Der marokkanische Teamspieler Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain muss wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs vor Gericht. Das Berufungsgericht Versailles bestätigte eine Prozessanordnung gegen den 27-Jährigen. Der Fußballstar, der gerade mit Marokko bei der WM in den USA aktiv ist, hatte Medienberichten zufolge zuvor versucht, einen Prozess zu verhindern. Hakimi bestreitet die Vorwürfe.

Auf der Plattform X schrieb Marokkos Kapitän, dem Verfahren ungeduldig entgegenzublicken: „Endlich werde ich reden können.“ 2023 hatte eine 24-jährige Frau angegeben, bei einem Treffen von Hakimi vergewaltigt worden zu sein. Die beiden hätten einander über Instagram kennengelernt.

 
Vucic verlässt Austria Wien nach zwölf Jahren
Die Wiener Austria und Romeo Vucic gehen nach zwölf gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Wie der Tabellenvierte der abgelaufenen Saison in der Admiral Bundesliga am Samstag mitteilte, wechselt der 23-jährige Stürmer zu Absteiger Blau-Weiß Linz.

Vucic absolvierte für die Kampfmannschaft der Violetten seit 2022 insgesamt 48 Pflichtspiele, in denen er drei Tore erzielte. Vergangene Saison fiel der 1,88 Meter große Offensivspieler wegen einer Verletzung bis nach der Winterpause aus, im Frühjahr kam er zu fünf Kurzeinsätzen.

 
Investigative Recherche: World Cup 2026: Das Land, das die Welt nicht mehr besuchen will, und der Milliardensegen, der ausbleibt
Die FIFA versprach sechs Millionen Fans und einen Geldsegen von achtzig Milliarden Dollar. Stattdessen stehen in mehreren Gastgeberstädten die Zimmer leer, die Preise stürzen, die Gäste aus dem Ausland bleiben aus, und nur eine Stadt erlebt, was alle erwartet hatten!
Viele, die im Oktober Karten für Belgien gegen Neuseeland in Vancouver am sechsundzwanzigsten Juni gekauft hatten, hätten ihre Weltmeisterschaft beinahe aufgegeben. Als sie ein Zimmer suchten, fanden sie Preise von bis zu eintausendvierhundert kanadischen Dollar, etwa tausend amerikanischen, je Nacht, bis es einfach lächerlich wurde. Manche gaben im April auf und boten ihre Karten zum Verkauf an. Doch ehe diese verkauft waren, begannen die Preise zu fallen. Wer im Mai noch einmal buchte, bekam ein Zimmer für rund zweihundertfünfundachtzig Dollar, am Ende sogar ein Fünfsternehaus für fast denselben Betrag. Dieses Glück war das Vorzeichen des Turniers.

Die FIFA hatte mehr als sechs Millionen Fans erwartet und gerechnet, das Turnier mit seinen hundertvier Spielen in sechzehn Städten dreier Länder könne achtzig Milliarden Dollar durch die Weltwirtschaft bewegen und allein den Vereinigten Staaten einen Schub von dreißigeinhalb Milliarden Dollar bringen. Ihr Präsident Gianni Infantino sagte im vergangenen Jahr, die Welt werde dafür stillstehen, und nannte es hundertvier Super Bowls in einem einzigen Monat. Die Welt steht nicht still.

In mehreren Gastgeberstädten, in New York und Toronto, auch in Miami, liegen die Hotelbuchungen an Spieltagen unter denen des Vorjahres. Im Vertrauen auf den Andrang hatten die Hotels ihre Preise um bis zu fünfhundert Prozent über das Übliche getrieben, und dann fielen sie von ihren Höchstständen, am steilsten in Vancouver und im mexikanischen Monterrey. In Vancouver entsprechen die Preise dieses Sommers nun denen des Vorjahres, abgesehen von Aufschlägen von hundert bis zweihundert Dollar an Spieltagen. Und obwohl jahrelang vor Zimmermangel gewarnt worden war, lag die Auslastung im Großraum Vancouver vor Turnierbeginn nach Angaben der Hotelbranche etwa neun Prozent unter dem Juni 2025, in der Innenstadt sogar rund fünfzehn Prozent darunter. Manche Reisende stornierten und buchten immer wieder neu, um den niedrigeren Preis zu erwischen, andere, an nicht erstattbare Sätze gebunden, bleiben verbittert zurück. Die größere Enttäuschung sind die Gäste aus dem Ausland. Die FIFA hatte damit gerechnet, dass vier von zehn Besuchern von dort kämen, doch die vor Juni gebuchten Flüge aus der Europäischen Union in die meisten Gastgeberstädte für Juni und Juli gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Buchungen zum Flughafen Kennedy in New York fielen um mehr als fünfzehn Prozent, jene nach San Francisco um fast zehn. Über alle Städte hinweg, sagte Jan Freitag von CoStar, pendelten sich die Aussichten noch ein, und der Sommer werde für die Hotels besser ausfallen als der letzte.

 
Schweinsteiger wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf: "Habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen"
Der ivorische Trainer Emerse Faé unterstellte dem TV-Experten Rassismus, nachdem dieser "afrikanischen Fußball" als "ein bisschen wild" beschrieben hatte

Hamburg/Philadelphia – Rassismus? Von ihm? Bastian Schweinsteiger versteht die Welt nicht mehr. "Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", sagte der ARD-Experte zu der hitzigen WM-Kontroverse, bei der er ungewollt im Mittelpunkt steht. "Auf keinen Fall", betonte der Weltmeister von 2014 auf Anfrage, "wollte ich jemandem zu nahe treten."

Was war passiert? Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) hatte Schweinsteiger recht pauschal von einem "bisschen afrikanischen Fußball" gesprochen und eine Analyse des DFB-Gegners abgegeben, die arg nach überholten Stereotypen roch. Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei "ein bisschen unorthodox", "ein bisschen wild" und "vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt". Emerse Faé, Trainer der Ivorer, unterstellte ihm daher am Donnerstag Rassismus.

 
Schweinsteiger wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf: "Habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen"
Der ivorische Trainer Emerse Faé unterstellte dem TV-Experten Rassismus, nachdem dieser "afrikanischen Fußball" als "ein bisschen wild" beschrieben hatte

Hamburg/Philadelphia – Rassismus? Von ihm? Bastian Schweinsteiger versteht die Welt nicht mehr. "Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", sagte der ARD-Experte zu der hitzigen WM-Kontroverse, bei der er ungewollt im Mittelpunkt steht. "Auf keinen Fall", betonte der Weltmeister von 2014 auf Anfrage, "wollte ich jemandem zu nahe treten."

Was war passiert? Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) hatte Schweinsteiger recht pauschal von einem "bisschen afrikanischen Fußball" gesprochen und eine Analyse des DFB-Gegners abgegeben, die arg nach überholten Stereotypen roch. Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei "ein bisschen unorthodox", "ein bisschen wild" und "vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt". Emerse Faé, Trainer der Ivorer, unterstellte ihm daher am Donnerstag Rassismus.

Man kann es auch übertreiben mit den Rassismus Vorwürfen
 
Tragisch
Tote bei Siegesfeier in Mexiko-Stadt
Die Begeisterung über den Achtelfinal-Aufstieg von WM-Kogastgeber Mexiko hat vier Todesopfer gefordert. Drei Menschen kamen durch Ersticken ums Leben, als sich während der Feierlichkeiten Tausende Fans auf den Straßen von Mexiko-Stadt drängten. Das teilte die Gesundheitsbehörde der Hauptstadt Mittwochfrüh mit.

Später wurde der Tod eines Mannes in den 30ern bekannt, der nach inneren Blutungen an einem Herzstillstand gestorben sei. Der Vorfall ereignete sich an der Kreuzung der Straßen Hamburgo und Lancaster in der Nähe des Denkmals „Angel de la Independencia“, wo sich Tausende Fußballfans versammelt hatten, um den 2:0-Sieg Mexikos gegen Ecuador zu feiern.

„Trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen wurde der Tod eines 44-jährigen Mannes und einer 19-jährigen Frau infolge von Erstickung bestätigt“, erklärte die Gesundheitsbehörde in den sozialen Netzwerken. Der dritte Todesfall betraf eine 48-jährige Frau, die offenbar ebenfalls erstickte. Sie wurde in einer Seitenstraße behandelt, starb aber nach ihrer Einlieferung in ein Krankenhaus.

 
Falschinfos und KI
WM als Spielfeld für Propaganda
Die Augen der Welt richten sich derzeit auf die Fußballweltmeisterschaft, wenig Ereignisse ziehen global so viel Aufmerksamkeit auf sich. Damit wird die Sportgroßveranstaltung auch attraktive Zielscheibe für Propaganda. ORF defacto sprach mit Expertinnen darüber, wie geopolitische Ereignisse die WM prägen und welche Falschinformationen aktuell im Umlauf sind.

Während in den Fußballstadien von Kanada, Mexiko und den USA die Fußballer um Punkte im wichtigsten Fußballturnier der Welt spielen, tobt online ein ganz anderer Kampf. Dort geht es nicht um den Pokal, sondern um die Deutungshoheit über das, was über die Weltmeisterschaft hinaus passiert.

Katharina Zwins leitet das europäische Faktencheckteam der Nachrichtenagentur AFP und beobachtet Falschinformationen genau. Für sie ist die WM das ideale Ziel: „Es sehen viele Leute, die Weltaufmerksamkeit ist darauf gerichtet. Und es eignet sich gut, weil es auch emotional ist“, sagt sie gegenüber dem ORF.

Die Autokratieforscherin Eda Keremoglu von der Universität Konstanz sieht das ähnlich: „Sport war immer politisch. Das bietet eine Möglichkeit, diese Emotionen und die Aufmerksamkeit rund um den Sport zu nutzen, um ein bestimmtes Bild von sich oder von anderen zu befördern.“

 
Hoffenheim erhält Rekordablöse für Toure
Der Wechsel von Hoffenheims Flügelstürmer Bazoumana Toure zu Newcastle United ist perfekt. Wie der deutsche Fußball-Bundesligist am Sonntag mitteilte, zahlt der englische Premier-League-Club für die Dienste des Elfenbeinküste-Teamspielers eine „Rekordablöse“.

Eine Summe nannte der Arbeitgeber von Coach Christian Ilzer, Sportchef Andreas Schicker und der ÖFB-Teamspieler Alexander Prass und Patrick Wimmer nicht. Sky und „kicker“ hatten aber von rund 50 Millionen Euro berichtet. Nach dpa-Informationen besaß der 20-Jährige keine Ausstiegsklausel. Schicker hatte schon länger angedeutet, dass der Angreifer ein Verkaufskandidat sei.

 
Causa Balogun: Damit darf Infantino nicht durchkommen
Der FIFA-Präsident lässt sich von seinem US-Kollegen Donald Trump das Spiel diktieren, das war ein schwerer Fehler. Allerhöchste Zeit, Gianni Infantino entgegenzutreten

Quo vadis, Fußball? Das ist die nächste depperte Frage. Quo ivisti, Fußball – so sollte die Frage lauten! Wohin bist du gegangen, Fußball? Wie weit ist es mit dir schon gekommen? Sie stellt sich, da bei der WM-Endrunde ein unerhörter Skandal ruchbar geworden ist. Und alles nur, weil die Präsidenten Donald Trump (USA) und Gianni Infantino (FIFA) aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben, der die Integrität des Spiels endgültig zu zertrampeln droht.

Die Mücke, das war eine Rote Karte für einen bis dahin weitgehend unbekannten Fußballer namens Folarin Balogun. Der Angreifer kam vor 25 Jahren, da man seiner mit ihm hochschwangeren Mutter den Heimflug nach London untersagte, in New York zur Welt und zur US-Staatsbürgerschaft. Balogun sah im WM-Sechzehntelfinale nach einem Foul die Rote Karte. Laut FIFA-Regulativ sollte er automatisch fürs nächste Spiel gesperrt sein, Einspruch unmöglich.

Aber dann, aber dann. Trump rief Infantino an – und schon hatte die FIFA in ihrer Disziplinarordnung einen Passus (27) gefunden, der ihr gestattet, "die Umsetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise auszusetzen". Gefunden, getan. Flugs postete Trump: "Danke an die FIFA dafür, das Richtige zu tun und eine große Ungerechtigkeit rückgängig zu machen!" Würdelos, schamlos – und elefantös. Die Aufregung über die politische Einmischung ist enorm. Infantino mag nicht bedacht haben, welche Reaktion seine Aktion auslösen würde. Trump war es gewiss egal.

 
Beleidigung von Mbappe: Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt
Im Skandal um die rassistische Beleidigung von Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappe durch eine Senatorin aus Paraguay hat die Staatsanwaltschaft in Paris nun Ermittlungen eingeleitet.

Vorausgegangen sei eine Beschwerde des französischen Fußballverbands (FFF), die gestern bei einer Stelle zur Bekämpfung von Hass im Internet eingegangen sei, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Selbst Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die UNO schalteten sich in den Skandal ein.

Haft oder Geldbuße möglich
Die Straftatbestände der öffentlichen Beleidigung und der öffentlichen Anstiftung zu Hass oder Gewalt würden aufgrund der „tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft, ethnischen Zugehörigkeit, Nationalität, Rasse oder Religion des Opfers“ verschärft, erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft. Die Straftaten können mit einer einjährigen Haftstrafe und einer Geldbuße von 45.000 Euro geahndet werden.

 
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