Eskalierende Proteste in Athen: Zwei Banken wurden angezündet, drei Menschen starben
Blutige Eskalation der Proteste in Griechenland: Bei einem Brandanschlag im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen sind drei Menschen ums Leben gekommen. Das gaben Polizei- und Feuerwehrsprecher am Mittwoch bekannt. Demnach starben sie in einer Bank, die von vermummten Randalierern mit Molotowcocktails in Brand gesetzt worden war.
Bei den Toten handelt es sich nach ersten Angaben um zwei Frauen und einen Mann. Sie waren in der brennenden Filiale der Marfin- Egnatia-Bank am Omonoia-Platz von den Flammen eingeschlossen worden
Zuvor hatten mehr als 100 000 Menschen allein in Athen gegen das massive Sparprogramm der Regierung demonstriert. Hunderte Autonome und wütende Demonstranten versuchten dabei, das Parlamentsgebäude zu stürmen. Es flogen dutzendweise Brandflaschen.
Die griechische Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein, die während einer Protestveranstaltung gegen den harten Sparkurs der Regierung das Parlament stürmen wollen. Den Einsatzkräften sei es gelungen, die Gruppe zurückzudrängen, sagte ein Augenzeuge.
Tausende Demonstranten zogen am frühen Nachmittag durch die Straßen und skandierten: "Gebt uns unser Geld zurück!" Die Stimmung ist aufgeheizt. Rauchbomben nebelten den Platz vor dem Parlament ein. Es flogen dutzendweise Brandflaschen. Die Polizei setzt massiv Tränengas ein. Menschen flohen panikartig aus dem Zentrum. Mindestens zwei Bankfilialen brannten lichterloh. Explosionen von Tränengasgranaten waren zu hören.
Generalstreik legt öffentliches Leben lahm
Die Gewerkschaften weiteten derweil ihre Proteste gegen den Sparplan aus. Angestellte aus der Privatwirtschaft schlossen sich am Mittwoch dem 48-stündigen Arbeitsausstand der Staatsbediensteten an. Flüge wurden gestrichen, der öffentliche Nahverkehr kam größtenteils zum Erliegen. Krankenhäuser hielten ihren Betrieb lediglich mit einer Rumpfmannschaft aufrecht.
Die von den Sozialisten geführte Regierung in Athen hat ihr Sparprogramm am Wochenende verschärft und sich zu weiteren Sparmaßnahmen von 30 Milliarden Euro bis 2013 verpflichtet, um im Gegenzug dafür von den Ländern der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein milliardenschweres Hilfspaket zu bekommen. Um das Staatsdefizit zu reduzieren, will die griechische Regierung die Steuern erneut erhöhen und die Gehälter von Staatsbediensteten sowie die Renten kürzen. Über das entsprechende Gesetz der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou wird derzeit im Parlament beraten.
Ich bin Selbst in Griechenland in Patras und es gibt hier auch riesen Demo 3.000+ menschen.
Die Situation ist am eskalieren wegen den neuen Sparpaket der Regierung.
Und das ist nur der Anfang.
Es geht nichts mehr keine Bahn, keine Fähre, Kein Flug, kein Bus, keine Tram, NICHTS alle sind am streiken. Krankenhäuser ect ect