Du kannst mir glauben dass den Europäern mittlerweile erst recht klar ist, dass auch die politische Institution Europas überwiegend zugeschaut haben. Das beste Beispiel ist eigentlich aktuell die Flüchtlingskrise ... letztens unterhielte ich mich mit einer Frau und sie sagte mir: "Ach, seit dem 2015 das Flüchtlingsproblem da ist, hat sich alles verändert. Ihr (Griechen) habt ja auch seit 2015 das Problem mit den Flüchtlingen?" ... ich schaute sie an und antwortete: "seit 2009!" und sie so "Hä? So lange schon?" ... daran merkst du doch dass die Mitteleuropäer gar nicht wissen was Sache ist, weil a) diese Staaten das gar nicht thematisieren und b) die Bevölkerung nicht informieren. Gut, ich halte das jetzt nicht an einer Person fest aber wann war das Flüchtlingsthema vor 2015 großes Thema in D? Erst als die ganzen Syrier, Afghanen, Pakistanis an der deutschen Grenze standen, wurde es zum Thema. Davor? Uninteressant, da D nicht davon betroffen war ... und ab 2009 sind ebenfalls hunderte, sogar tausende, in der Ägäis und im Mittelmeer ertrunken. Gejuckt hat es niemanden.
Aber was ich eigentlich sagen will ist, dass vor der ganzen Flüchtlingskrise Deutschland, Niederlanden, GB, usw. Länder gewesen sind, in denen Ausländer über Jahrzehnte sicher und friedlich leben konnten. Ja, sie haben sogar zusätzliche Minderheitenrechte bekommen aufgrund der Religion. Das hast du in der Türkei nie wirklich bekommen. Politische Krisen damals wurden auf die Minderheiten gewälzt um eben den Schuldigen zu suchen. Heute ist es nicht anders. Das Feindbild "Kurden" ist wieder total aktuell aufgrund der PKK Anschläge und das kann einfach nicht sein, dass pauschal ein Volk dafür hinhalten muss.