Die Grenzen zwischen Islamophobie, Rassismus und legitimer Kritik an einer Religion:
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Meine Meinung:
Der Islam ist genau so wie das Christentum sehr rückständig (und die anderen Religionen auch). Kein Wunder, denn diese Religionen, wie auch ihre heiligen Bücher entstanden vor dem Mittelalter, in einer Zeit einer ganz anderen Weltanschauung, Wertevorstellungen und weiteres. Als liberaler Mensch, als Wissenschaftler und grundsätzlich als ein Moderne-/Futuristik-Liebhaber kann ich mich mit den wenigsten Religionen überhaupt anfreunden (auch wenn ich selber tief an Gott, an eine höhere Macht über uns, glaube). Als Christ habe ich mich sowohl hier im Forum als auch in der Öffentlichkeit oftmals negativ über die Kirche geäussert. Nicht nur wegen Wertevorstellungen, Rückständigkeit und Tradionlalismus, sondern vor allem wegen der Kirchenpolitik (zum Beispiel, dass praktisch alle Kirchen der Welt seit Jahrhunderten bis heute immer den politisch rechts- bis rechts-extrem Gesinnten näher stehen bzw. immer näher Standen als den Sozialisten, Kommis,...etc.. trotz ähnlicher Ideologie).
Und ein Grundsatz von mir: Mann kann gegen eine bzw. mehrere Religionen sein, sich über sie kritisch äussern dürfen. Aber man soll nicht gegen Menschen sein, also gegen Muslims, Christen oder was auch immer!
Ich finde, das kann man nicht unkommentiert so stehenlassen. Für mich steht das Selbstbestimmungsrecht der Menschen an erster Stelle. Mit all den Problemen, die das mit sich bringt.
Auch unsere viel gepriesene freiheitliche Demokratie ist nicht heilig und unantastbar- aber sie ist die Gesellschaftsform, der die Mehrheit am ehesten zustimmt, weil sie bislang keine bessere kennt. Auch die Demokratie ist nicht fehlerfrei, sie hat eine ganze Reihe gravierender Nachteile, aber unterm Strich überwiegen die Vorteile bzw. die Nachteile anderer Gesellschaftsformen sind noch erheblich größer- aus Sicht eines durchschnittlichen Mitteleuropäers, der entweder sein Leben lang darauf hingetrimmt wurde oder aus seiner Jugend noch andere, eher schlechtere Gesellschaftssysteme kennt.
Es ist vom Ansatz her löblich, daß wir versuchen, unser Gesellschaftssystem, das wir für überlegen halten, zu exportieren und auch andere Völker damit zu beglücken. Dabei wird nur oft etwas übersehen: gut gewollt ist nicht unbedingt auch gut gemacht, oft sogar das Gegenteil davon. Damit eine Demokratie nämlich funktionieren kann, müssen (mindestens) zwei Kriterien erfüllt sein: erstens muß die große Mehrheit der Gesellschaft sie wollen und zweitens muß auch eine gewisse Reife vorhanden sein.
In vielen islamischen Staaten scheitert es an beidem. Große Teile der Bevölkerung wollen ganz einfach nicht unsere Gesellschaftsform adaptieren, aus unterschiedlichen Gründen. Die einen, weil sie um ihre Macht bangen, andere weil sie die guten Sitten in Gefahr sehen, wieder andere fühlen sich von der damit einhergehenden Verantwortung überfordert, manche sind aus Prinzip gegen alles Neue oder was auch immer für den Einzelnen ausschlaggebend sein mag. Das führt oft zu dem für westliche Beobachter enttäuschenden Phänomen, daß zwar vielleicht freie Wahlen abgehalten werden, dann aber undemokratische, fundamentalislamistische Kräfte die Mehrheit gewinnen.
Außerdem fehlt es oft an Bildung. Gerade auf dem Land gilt schon als Intellektueller, wer lesen, schreiben und rechnen kann. An Frauen werden noch niedrigere Ansprüche gestellt. Es ist ziemlich viel verlangt, wenn man Menschen, die von Politik keine Ahnung haben oder zumindest sehr kleinräumig denken, die Aufgabe überträgt, über die Geschicke des ganzen Landes mitzubestimmen. Dazu kommt häufig Armut, die die Menschen dazu bringt, ihre Stimme "meistbietend zu versteigern".
Und schließlich darf man auch den Zeitfaktor nicht außer Acht lassen. Vom Absolutismus über die Aufklärung, das Dreiklassenwahlrecht, die erste gescheiterte Demokratie, Jahre der Diktatur, bis zur Einführung des Frauenwahlrechts und der vollständigen (rechtlichen) Emanzipation der Frauen sind Jahrhunderte vergangen- man kann einfach nicht erwarten, das Hunderte Millionen von Menschen von heute auf morgen ihre Geschichte abstreifen und alles schlagartig ändern.
Nichtsdestotrotz muß es erlaubt sein, jede Religion kritisch zu hinterfragen. Aber ist wirklich die Religion schuld? Ist sie rückständig und reaktionär? Ich stehe auf dem Standpunkt, daß Gott sich verschiedenen Völkern zu verschiedenen Epochen auf unterschiedliche Art offenbart hat. So unterschiedlich nämlich die verschiedenen Rituale und Brauchtümer sind, die Namen für Gottheiten und die heiligen Plätze, so ähnlich sind sich die Inhalte: Der Mensch lebt dann in Einklang mit den himmlischen Mächten, wenn er seinen Mitmenschen achtet, ihn nicht beraubt, nicht tötet usw. und den Schwachen und Armen hilft. Werte, die immer noch aktuell sind und die Eingang in moderne Verfassungen und Rechtsordnungen gefunden haben. Als problematisch hat sich in der Vergangenheit eigentlich immer nur das "Bodenpersonal" erwiesen. Die "göttlichen" Repräsentanten auf Erden hatten mit ihrer religiösen Deutungshoheit natürlich enormen Einfluß auf die Gläubigen und dadurch auch große weltliche Macht, die sie nicht immer (eigentlich eher selten) zum Guten eingesetzt haben, sondern vor allem zur Mehrung von Reichtum und Einfluß. Wie heißt es so schön: "Der Minister nimmt heimlich den Bischof beim Arm: halt Du sie dumm; ich halt sie arm."
Es wäre sicher falsch, sich von den religiösen Fanatikern das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen zu lassen und die eigenen Werte aus falscher Rücksichtnahme zu verraten, es sollte aber dabei auch beachtet werden, daß bloße Beleidigungen und Verunglimpfungen keine schützenswerte Meinung darstellen. Kritik, auch harte Kritik in der Sache, muß erlaubt sein, wenn sie sachlich ist und nicht jeder Grundlage entbehrt, aber sie muß mit Respekt vorgetragen werden. Zunehmende Bildung wird auch im islamischen Raum zu Wandel führen, aber der Westen sollte nicht so arrogant sein, sein eigenes System nicht mehr kritisch zu hinterfragen und als das Alleinseligmachende anzusehen.
Ach?Sowas wie Islamophobie existiert nicht.
Sowas wie Islamophobie existiert nicht.
Christoph Meyer , Turmkirchen
Danke Herr Meyer, dass Sie wieder einmal die Dinge so sagen wie sie sind. Heute Abend fragte mich meine Tochter: "Papa, was wenn ich mich in einen Islam verlieben würde?" Ich antwortete ihr, dass wir uns entfremden oder gar verlieren würden. Auch wenn ihr Geliebter sich noch so "aufgeklärt" geben würde, irgendwann wird seine Familie da stehen und ihre Rechte, durch den Glauben legitimiert, einfordern - die Unterwerfung, in allen Belangen. Ich habe Angst.
ich habe gegen keine religion was... mein familien- und freudeskreis ist bunt wie ein osterei...
aber mich nervt hier das runterspielen von vielen taten die nicht in ordnung sind... viele muslimische user dürfen sich über den westen lustig machen... nennen deutsche frauen "schlampen" und was auch immer nur wenn man sowas über ihre frauen schreiben würde wär der teufel los... das kann so nicht richtig sein...
und wenn man mal was in frage stellt kommen nur dumme bemerkungen wie "was schreibst du für eine scheise" anstatt einer vernünftigen erklärung oder begründung...
vlt sind es auch nur die user hier die so respektlos mit anderen umgehen (na ja vor einen monitor ist man mutig) denn im RL kenne ich solch ein benehmen von meinen muslimischen familienmitgliedern und freunden nicht ;-)
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