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Künstliche Intelligenz

Wem gehört das Denken der Menschheit – Der Aufstand gegen die KI-Oligarchen
Im heißesten Sommer, an den sich das Land erinnert, gräbt man Anlagen in die Erde, die Flüsse trinken und Kraftwerke verheizen, nur um zu rechnen. Das Rechnen selbst gehört einer Handvoll Menschen. Draußen macht die Hitze das Atmen schwer, drinnen laufen die Rechenzentren für künstliche Intelligenz, und beide Feuer, das am Himmel und das in den Serverhallen, brennen aus derselben Quelle, nur verschieden verteilt.

Der Sommer 2026 trägt ohnehin genug Plagen. Schraubenwürmer fressen sich durch die Rinder des Südens, ein Parasit im verseuchten Gemüse treibt den Menschen die Eingeweide um. Rauch der Waldbrände liegt in der Luft, und Trumps illegaler Krieg gegen Iran hebt die Preise für Benzin und Brot. Über allem stehen Hitzewellen mit Rekordwerten, während der fossile Klimawandel ungebremst weiter heizt. In diese Glut hinein bauen sie die stromhungrigste Maschine, die je erdacht wurde, und Trump treibt den Ausbau mit Nachdruck.

Die Anlagen nehmen den Anwohnern das Wasser und den Schlaf, sie heben die Stromrechnung und lasten auf den Netzen. Neben einem solchen Bau zu wohnen heißt, einen Riesen aus dem eigenen Brunnen trinken zu sehen. Kein Wunder, dass die Antwort knapp ausfällt, „Auf keinen Fall“. Einer Gallup-Umfrage zufolge lehnen mehr als 70 Prozent den Bau in ihrer Nähe ab, quer durch alle Lager. Hinter der Sorge um die Umwelt steht eine größere, dass eine Klasse von Milliardären die Bedingungen einer Technik diktiert, die das Leben umwirft, während die arbeitenden Menschen zahlen.

Was die Technik anrichten wird, malt jeder anders. Die einen erhoffen Durchbrüche in Medizin und Wissenschaft, die anderen fürchten das Ende der Schulen und den Verlust von Millionen Stellen. Am äußersten Rand steht ein bewusstes digitales Kollektiv, das seine Schöpfer eines Tages auslöschen könnte, sobald es mit ihnen um Ressourcen ränge. Ob wir auf diese Singularität zusteuern oder nicht, die Gegenwart ist schon dunkel genug.

 
Heimliches KI-Training: Amazon zerstört massenhaft alte Bücher
Die Werke werden durch den Scanvorgang zerstört. Bücher werden palettenweise gekauft – auch in Österreich

Amazon kauft im großen Stil gewaltige Mengen an Büchern. Diese werden gescannt und mit ihren Inhalten KI-Modelle trainiert. Anschließend werden die Werke vernichtet. Journalisten konnten nun erstmals nachweisen, wie das große Bücherschreddern funktioniert.

Schon seit geraumer Zeit kursiert in der Buchbranche der Verdacht, dass KI-Firmen den Markt systematisch leerkaufen, um ihre künstliche Intelligenz mit neuen Trainingsdaten zu füttern. Händlern fielen in den vergangenen Monaten immer wieder ungewöhnliche Großbestellungen auf – mit einer oft scheinbar zufälligen Auswahl seltener Titel.

Der Bücherverschlinger
Um das Geheimnis hinter diesen massenhaften Käufen zu lüften, griffen Redakteure des US-Tech-Portals 404 Media zu einem simplen Trick: Als ein Verkäufer auf dem Marktplatz Biblio eine riesige Bestellung von rund 1000 Büchern erhielt, versteckten die Journalisten in einem seltenen Buch einen Apple AirTag.

 
Wie KI-Chatbots emotionale Nähe schaffen
Menschen fühlen sich einer künstlichen Intelligenz (KI) in emotionalen Gesprächen zum Teil näher als einem anderen Menschen. Das zeigt eine Studie zweier deutscher Universitäten. Auch in Österreich wird untersucht, wie Nähe zwischen KI-Chatbots und ihren Userinnen und Usern entsteht.

Wie persönlich können Gespräche mit einer künstlichen Intelligenz werden? Dieser Frage ging ein Forschungsteam der Universitäten Heidelberg und Freiburg in einer Studie im Fachjournal „Nature“ nach. 492 Teilnehmerinnen und Teilnehmer führten dafür Chat-Gespräche: entweder mit einem Menschen oder mit einem KI-Chatbot. Im Anschluss daran bewerteten sie, wie nah sie sich ihrem Gesprächspartner oder ihrer Gesprächspartnerin gefühlt hatten.

Im ersten Teil dieser Untersuchung wurden die Probandinnen und Probanden nicht darüber informiert, ob sie die Unterhaltung mit einem Menschen oder mit einer künstlichen Intelligenz führten. Vor allem bei emotionalen Themen verblüffte das Ergebnis. „Wir haben überraschenderweise gefunden, dass bei den hochemotionalen Themen bei KI-Antworten mehr Nähe erlebt wurde als bei menschlichen Antworten“, sagt der Neuropsychologe Bastian Schiller von der Universität Heidelberg. „Das fanden wir sehr erstaunlich.“

Selbstoffenbarung schafft Nähe
Die Forschenden interessierte nicht nur, ob Menschen Nähe zu einer künstlichen Intelligenz empfinden können, sondern auch, wodurch dieses Gefühl entsteht. Deshalb analysierten sie neben den Bewertungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Chatverläufe.

 
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