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Kindesmissbrauch

Ich finde die Leute werden immer ungehemmter.
Unter dem Video von nem menschlichen Roboter wurde oft gefragt ob es auch jünger geht.
Und auch auf Pornoplattformen darf man nicht in die Kommentare gucken. So viel abartiges Zeug. Da ekelt man sich extrem und fragt sich auch wie das da stehen kann und wie gestört man sein muss. Und das sind Mainstream-pornos ohne solchen Inhalt. Und dennoch sind da inzestruöse pedo Kommentare. Hab das Gefühl so was abartiges wird gefühlt Salonfähiger…
 
Günther Paal unter Missbrauchsverdacht: „Kinder schämen sich für das, was ihnen passiert“
Warum nicht alle Missbrauchstäter pädophil sind, welche Dynamiken in Familien solche Taten begünstigen und was betroffene Kinder brauchen, erklären Psychiaterin Adelheid Kastner und Kinderschutzexpertin Hedwig Wölfl.
Die Ermittlungen gegen den Kabarettisten Günther Paal alias „Gunkl“ wegen Kindesmissbrauchs lösen bei vielen Bestürzung aus. Paal steht im Verdacht, die Tochter einer Bekannten missbraucht zu haben (der KURIER berichtete). Ausschlaggebend für seine Selbstanzeige dürfte gewesen sein, dass er wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von der Mutter des Kindes erpresst wurde. „In diesem Fall wären sie beide Täter“, sagt die forensische Psychiaterin Adelheid Kastner.

Es sei ein verbreitetes Missverständnis, dass Missbrauchstäter automatisch pädophil seien. „Nur bei etwa 15 bis 20 Prozent der Täter liegt eine Pädophilie vor – eine Störung der Sexualpräferenz, bei der die sexuelle Orientierung überwiegend oder ausschließlich auf vorpubertäre Kinder ausgerichtet ist“, sagt Kastner, die zahlreiche Gutachten über Väter erstellt hat, die ihre Kinder sexuell missbrauchten.

 
Psychologin Wölfl: "Kinderschutz bedeutet, nicht wegzuschauen"
Kinderschutzexpertin Hedwig Wölfl über den Fall Gunkl, Warnsignale bei Kindern und den richtigen Umgang mit einem Missbrauchsverdacht

Seit am Mittwoch bekannt wurde, dass gegen einen der prominentesten Kabarettisten des Landes, Günther Paal alias Gunkl, Anklage wegen einer sexuellen Handlung an einem Kind und des Besitzes von Kindesmissbrauchsmaterial erhoben wurde, sind in der Öffentlichkeit Aufregung, Abscheu und Entsetzen groß. Verstärkt auch durch die Tatsache, dass der Mutter und Großmutter des betroffenen Kindes vorgeworfen wird, das heute fünfjährige Mädchen nicht geschützt, sondern benutzt zu haben, um vom Künstler insgesamt fast 200.000 Euro zu erpressen. Anlass, um mit der klinischen Psychologin Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation Möwe, darüber zu sprechen, wie Kinder in solchen Fällen geschützt werden können – und was Medien, Behörden und das Umfeld dazu beitragen können.

STANDARD: Frau Wölfl, wie sollte mit einem Fall wie diesem in den Medien, aber auch durch Behörden und das Umfeld umgegangen werden, damit das betroffene Kind nicht ein weiteres Mal traumatisiert wird?

Wölfl: Man muss sich bewusst sein, dass mediale Spuren heute dauerhaft verfügbar sind. Zeitungsartikel sind digital auffindbar und können ein Kind auch Jahre später noch erreichen. Wenn Kinder mit bestimmten Etiketten versehen werden, können diese Stigmatisierungen sehr lange an ihnen haften. Auch im konkreten Fall sollte daher vermieden werden, dass das Kind später immer mit dem prominenten Beschuldigten in Verbindung gebracht wird.

Wichtig ist, die Situation der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen: Was hilft ihnen, was ist zu tun, wie kann man Kinder schützen? Es geht nicht darum, Täterbilder zu malen oder einen True-Crime-Hype zu bedienen. Ich plädiere für einen sachlichen Umgang – weder Verharmlosung noch Katastrophisierung und Sensationalisierung.

 
Nicht Täter werden: Wie verhindert man pädophile Übergriffe auf Kinder?
Seit den Missbrauchsvorwürfen gegen Kabarettist Gunkl wird öffentlich über ein Thema gesprochen, das meist im Verborgenen bleibt. Experte Philipp Pümpel erklärt, wie Prävention bei Pädophilie gelingen kann – und warum vielen Betroffenen der Zugang zu Hilfe verwehrt bleibt.
Die Vorwürfe des sexuellen Kindesmissbrauchs gegen den Kabarettisten Günther Paal, bekannt als „Gunkl“, beschäftigen seit Mittwoch das ganze Land. Paal selbst wandte sich nach Bekanntwerden der Anschuldigungen mit einem Facebook-Video an die Öffentlichkeit. Darin bekannte er sich zu pädophilen Neigungen – und appellierte an betroffene Männer, sich frühzeitig Hilfe zu holen.

Unterstützung finden Betroffene beim Wiener Projekt „Nicht Täter werden“ des Instituts für forensische Therapie (IFT). Dessen Obmann, der Psychotherapeut Philipp Pümpel, arbeitet seit vielen Jahren präventiv mit pädophilen Männern.

Im KURIER-Interview spricht Pümpel darüber, worauf es in der therapeutischen Arbeit ankommt, was die Forschung über die Entstehung der Sexualpräferenzstörung weiß – und welche Rolle medikamentöse Behandlungsansätze spielen können.

KURIER: Pädophilie ist gesellschaftlich nach wie vor stark tabuisiert. Wie finden betroffene Männer den Weg zu Ihnen?

Philipp Pümpel: Der klassische Weg ist entweder über eine gerichtliche Weisung, wenn im Vorfeld eine Verurteilung stattgefunden hat. Oder die Männer melden sich, wenn sie merken, dass in ihrem sexuellen Begehren etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Meist ist das Problem für die Männer zu diesem Zeitpunkt noch nicht greifbar – aber sie suchen nach Hilfe und stoßen auf unser Angebot.

 
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