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Klimawandel + Umweltschutz

Unbemerkte Verschiebung: Grüne Energie überholt fossile Realität
Während die Klimapolitik weltweit an Rückhalt verliert, vollzieht sich der eigentliche Umbruch abseits politischer Beschlüsse. Im Jahr 2025 stammte erstmals mehr als ein Drittel der globalen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und lag damit über der Kohleverstromung. Sonnen- und Windkraft wuchsen schneller als der weltweite Strombedarf. Jeder vierte neu verkaufte Wagen war elektrisch. In China haben Elektroautos den Sprung in den Massenmarkt geschafft und sind vielfach günstiger als Verbrenner. Der Umbau der Energiesysteme dort und in Indien verändert globale Strukturen dauerhaft. Selbst dort, wo Regierungen bremsen oder zurückrudern, läuft der Ausbau weiter. In den Vereinigten Staaten steigt der Anteil erneuerbarer Energie trotz politischer Blockaden.

In China entsteht Industrie, die kaum noch Menschen braucht. Der Autobauer Zeekr produziert in sogenannten Dark Factories, voll automatisierten Werken, in denen Maschinen rund um die Uhr arbeiten und Beleuchtung überflüssig ist. Roboter übernehmen nahezu jeden Schritt, von der Karosserie bis zur Endmontage. Das senkt Kosten, erhöht Tempo und verschiebt industrielle Maßstäbe. Während in Europa noch über Arbeitszeiten, Energiepreise und Subventionen gestritten wird, läuft hier bereits die nächste Stufe der Produktion.

Vor diesem Hintergrund trafen sich damals, am 4. Dezember 2025, in Peking Emmanuel Macron und Xi Jinping. Offiziell ging es um Handel, Ukraine und geopolitische Stabilität. Im Raum stand jedoch unausgesprochen die industrielle Realität. Europa fordert fairen Wettbewerb, China demonstriert technologische Überlegenheit. Die dunklen Fabriken sind kein Zukunftsversprechen, sondern Gegenwart. Sie zeigen, wie schnell sich globale Produktionsverhältnisse verschieben.

 
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