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Klimawandel + Umweltschutz

Klimaerwärmung
Island nicht mehr gelsenfrei
Viele empfinden sie vor allem als lästig, doch ihre Rolle in der Ökologie ist nicht zu unterschätzen: Gelsen. Den Fund einiger Exemplare auf der Vulkan- und Eisinsel Island sieht ein Forschungsteam als einen Indikator für einen größeren biologischen Wandel in der Arktis.

Aufgrund der Erwärmung der Arktis und größerer menschlicher Aktivität bewegen sich laut der nun im Fachjournal „Science“ erschienenen Studie Gelsen und andere Gliederfüßer in der Region auf neue Weise und in neuen Ausmaßen. Das habe große Konsequenzen für die gesamte Umwelt in der Arktis. Zu den Gliederfüßern zählen neben Insekten auch etwa Spinnen, Tausendfüßer und Krebse.

Im Oktober 2025 waren in Kjós, etwa 50 Kilometer nördlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík, drei Ringelmücken (Culiseta annulata) entdeckt worden. Wie das Isländische Institut für Naturwissenschaften mitteilte, war dies der erste Fund von Gelsen auf der Insel. Er reiht sich in eine wachsende Zahl neuer Insektenarten ein, die jüngst im Land identifiziert wurden.

 
Hochwasser, Dürre, Hangrutschungen: RiskLab zeigt, was passieren könnte
Wie verletzlich ist Österreich, wenn sich der Klimawandel weiter verschärft? Im RiskLab bei Geosphere Austria schätzt man Schäden ab, bevor sie eintreten – und entwickelt Handlungsempfehlungen.

Die Aussichten sind düster. Während die Erwärmung global bei etwa 1,4 Grad Celsius liegt, hat sie in Österreich im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits rund 3,1 Grad erreicht – ein Klima-Hotspot also. Mögliche Folgen: Dürre, erhöhte Waldbrandgefahr oder Stromengpässe, wenn das Wasser für die Kraftwerke fehlt. Hitzewellen und Tropennächte gefährden aber auch die Gesundheit: Die hitzebedingte Sterblichkeit nimmt vor allem in Städten zu – ein Trend, der sich durch die demografische Entwicklung weiter verstärken wird. Die Arbeitsproduktivität sinkt. Zudem bringen Starkregen Hochwasser und zerstören Gebäude und Straßen.

Risiken wie diese werden sich künftig noch verstärken und auf weitere Regionen und höhere Lagen ausweiten, so die Erkenntnis des 2025 veröffentlichten Zweiten Österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel. Geoinformatiker Stefan Kienberger hat daran mitgearbeitet. Er befasst sich als Leiter des RiskLabs bei Geosphere Austria, der Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie, mit Schäden, die durch den Klimawandel sowie durch Wetterkapriolen drohen. „Wir zeigen, was passieren könnte.“

Internationale Pionierrolle
Als interdisziplinäres Risikozentrum innerhalb eines Geologie- und Wetterdienstes nehme man damit international eine Pionierrolle ein. Fix eingerichtet habe eine solche Stelle tatsächlich noch keine vergleichbare Einrichtung, so Kienberger, auch wenn manche darüber nachdenken würden. „Unsere Risikobetrachtung geht darüber hinaus, was traditionelle Wetterdienste machen.“ Selbst wenn Verluste und Schäden durch den Klimawandel bereits evident seien, brauche es dringend Belege und Abschätzungen aus der Forschung: „Hier klafft eine Lücke“, sagt der Experte.

 
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