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Klimawandel + Umweltschutz

Gegen Trumps Angriff auf bedrohte Arten steht der Widerstand bereits
Die Anwälte sind beauftragt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor aus dem Memorandum gelebte Praxis wird. Journalisten, Aktivisten und Tierschutzorganisationen haben sich zusammengeschlossen, weil hier mehr auf dem Spiel steht als der neueste Wahnsinn aus dem Hause Trump. Wenn der Tod geschützter Tiere künftig folgenlos bleiben kann, solange niemand offen sagt, er habe ihn beabsichtigt, wird aus Schutz schnell ein Wort auf Papier. Genau das soll verhindert werden. Juristisch, öffentlich und mit allem, was sich dagegen aufbieten lässt.
 
WMO-Bericht
Wasserreserven der Welt geraten an Grenzen
Die Vereinten Nationen warnen vor einem weiteren Rückgang der weltweiten Wasserreserven. Die Gesamtmenge des in Grundwasser, Seen, Flüssen, Böden, Eis und Schnee gespeicherten Süßwassers schrumpfe seit Jahren, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Die Wassertiefstände vielerorts im heißen Sommer 2026 sind darin noch gar nicht berücksichtigt. Und: Das Klimaphänomen „El Nino“ könnte für weiteres Ungemach sorgen.

WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo äußerte sich besonders besorgt über den Rückgang der „nachhaltigen Reserven“ wie Grundwasser und Gletscher. Diese hätten traditionell als Puffer für schlechte Jahre gedient und dafür gesorgt, dass sich einzelne Dürren oder Trockenzeiten nicht „unmittelbar in eine Wasserkrise verwandeln“. „Jetzt plündern wir dieses Sparkonto“, warnte Saulo. Die Bilanz verschiebe sich „weiter in Richtung Defizit, nicht in Richtung Erholung“.

 
Wie Klimawandelleugner eine Parallelwelt aufbauen – und damit Politik machen
Die globale Erwärmung ist menschengemacht, das ist wissenschaftlich bewiesen. In den Umfragen führen dennoch jene Parteien, die sie öffentlich in Zweifel ziehen

Der heurige Sommer hat Rekorde gesprengt. Keiner war heißer. Die Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie vermeldet die trockenste Periode der 176-jährigen österreichischen Messgeschichte. Im Juni und Juli verzeichnete die Gesundheitsagentur Ages mit insgesamt 646 Hitzetoten so viele wie nie. Die Dürreschäden in der Landwirtschaft waren laut Hagelversicherung mit einer Milliarde Euro höher als je zuvor.

Und global? Da waren die heißesten elf Jahre, die die Weltorganisation für Meteorologie je gemessen hat, die vergangenen elf Jahre.

Praktisch werden die Auswirkungen der Klimakrise immer spürbarer, theoretisch ist die Sache längst gegessen. Schon 1824 beschrieb der französische Physiker Joseph Fourier den Treibhauseffekt. Mehr als 200 Jahre später gibt es in der Wissenschaft kaum einen größeren Konsens als jenen, dass der Mensch den Klimawandel verursacht: Mehr als 99 Prozent von 88.125 geprüften Studien bestätigen das.

Von all dem lässt sich Herbert Kickl nicht beeindrucken. "Dass nur mehr das vom Menschen gemachte CO2 die Verantwortung dafür trägt, dass es wärmer wird, das halte ich ehrlich gesagt für anmaßend, wenn nicht sogar für eine Form von Gotteslästerung", sagte der FPÖ-Chef im ORF-Sommergespräch. Ähnlich tönt es auch aus der deutschen Schwesterpartei. Auf seiner Wahlkampftour durch Sachsen-Anhalt sprang der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in Jeßnitz auf die Ladefläche eines Wahlkampfwagens mit der Aufschrift "Politik mit gesunden (sic!) Menschenverstand" und höhnte: "Endlich ist der Sommer zurück! Endlich ist er da, der Klimawandel!" Den Pariser Klimavertrag, in dem sich die Staatengemeinschaft zum Klimaschutz verpflichtet hat, will die AfD aufkündigen.

 
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