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Kolumbien: ein Land zerbricht

Kolumbien: Drogenlabor mit 1,8 Tonnen Kokain entdeckt
In Kolumbien hat die Armee ein Drogenlabor zerstört und mehr als 1,8 Tonnen Kokain sichergestellt. Dies teilten der neue Präsident Abelardo de la Espriella und das Verteidigungsministerium des südamerikanischen Landes gestern auf der Plattform X mit. Die Operation fand in der Kleinstadt Mercaderes im Südwesten des Landes statt.

De la Espriella bezeichnete den Einsatz als „schweren Schlag gegen den Drogenhandel“ und ordnete die Produktionsstätte der linksgerichteten Rebellengruppe ELN („Nationale Befreiungsarmee“) zu – der größten noch aktiven Guerillaorganisation im Land.

Drogenhandel „Feindbild Kolumbiens“
„Wir schlagen weiter zu gegen die illegalen Ökonomien, die den Terrorismus und die Gewalt finanzieren. Der Drogenhandel ist der Feind Kolumbiens, und wir werden ihn unerbittlich bekämpfen“, so De la Espriella, der sich selbst „El tigre“ („Der Tiger“) nennt. Der ultrarechte Politiker hatte im Wahlkampf die Sicherheitsfrage und den Kampf gegen die Drogenbanden ins Zentrum seiner Kampagne gestellt. Er war dabei von US-Präsident Donald Trump unterstützt worden.

 
Nach Erdbeben: Kolumbien bittet Trump um Aussetzung der Zölle
Bisher gibt es keine öffentliche Reaktion aus Washington.
Kolumbiens rechtsnationaler Präsident Abelardo de la Espriella hat angesichts der enormen Erdbebenschäden in seinem Land bei US-Präsident Donald Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten. Dies teilte der neue kolumbianische Staatschef am Samstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X mit. Von Trump gibt es bisher keine öffentliche Reaktion dazu. De la Espriella berichtete von einem zehnminütigen Telefonat mit seinem Amtskollegen, der ihn im Wahlkampf unterstützt hatte.

Bei dem Gespräch habe er Trump gebeten, eine „vorübergehende Aussetzung der hohen Zölle zu erwägen, die kolumbianische Produkte betreffen“. Dadurch solle kolumbianischen Unternehmern Erleichterung verschafft werden, die aufgrund des Erdbebens „sehr schwierige Zeiten“ durchlebten.

 
Kolumbiens Präsident: Bewaffnete Gruppen sind „Terroristen“
Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella will alle bewaffneten Gruppen künftig als Terroristen behandeln. „Wenn es darum geht, das Verbrechen zu bekämpfen, gibt es weder beim Handeln noch bei der Reaktion des Staates Unterschiede“, sagte de la Espriella gestern bei einer Sitzung des Sicherheitsrates. „Alle sind Terroristen, und wir werden sie auch als solche behandeln“, sagte er.

Der erst am 7. August angetretene Präsident forderte bereits im Wahlkampf einen härteren Kurs gegen bewaffnete Gruppen. Damit bricht er mit seinem Vorgänger Gustavo Petro, der unter dem Schlagwort „Paz Total“ („Totaler Frieden“) auf Verhandlungen mit diesen Gruppen setzte. Ein entscheidender Durchbruch blieb dabei jedoch aus, die Gespräche waren weitgehend gescheitert.

Militäroperationen können verstärkt werden
Konkret bedeuten die Änderungen vor allem: mehr militärischer und strafrechtlicher Druck statt politischer Verhandlungen. Damit sollen auch die Militäroperationen einschließlich Bombardierungen verstärkt werden, berichtete die Zeitung „El Tiempo“.

 
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