[h1]Kosovo ist für Basken ein Vorbild[/h1]
[h3] Für die Terrororganisation ETA ist der Kosovo der beste Beweis dafür, dass ein Unabhängigkeitskampf nicht utopisch sein muss. [/h3]
Was für den Kosovo gilt, gilt aus Sicht der ETA auch für das Baskenland. Die Terrororganisation fordert "einen eigenen Staat". Wasser auf die Mühlen jener Kritiker, die vor einer Vorbildwirkung der Unabhängigkeit des Kosovo für andere Nationalitätenkonflikte in Europa warnen: Die baskische Terrororganisation ETA sieht die sich abzeichnende Unabhängigkeit der südserbischen Provinz als Beleg dafür, dass der Kampf für ein unabhängiges Baskenland nicht utopisch ist.
In einem Interview für die baskische Tageszeitung "Gara" betonten namentlich nicht genannte ETA-Vertreter weiter, dass das baskische Volk wie jedes andere das Recht auf einen eigenen Staat habe.
[h4]Kosovo, Schottland[/h4]
"Wir sprechen nicht von Utopien. Um seinen Bestand zu sichern, muss sich ein Volk zu organisieren wissen, und in diesem Kontext sehen wir das unsrige: Souverän, mit einem eigenen Staat", sagten die ETA-Vertreter unter Verweis auf den Kosovo und Schottland. Dabei stellt sich die ETA darauf ein, dass der Prozess hin zu einem baskischen Staat "schrittweise" erfolgen werde, heißt es in dem in Auszügen auf der "Gara"-Internetseite veröffentlichten Interview weiter.
Die Basken sollten ihre Anstrengungen für einen Wiederaufbau und eine Organisation des Kampfes vervielfachen, fordert die ETA in dem Interview. Darin wird Spanien als "faschistischer Staat" bezeichnet, der den Übergang zu einer Demokratie noch immer nicht vollzogen habe. Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero habe die Politik seiner Vorgänger Jose Maria Aznar (1996-2004) und Felipe Gonzalez (1982-1996) fortgesetzt und dem Baskenland nicht erlaubt, "den Weg zu gehen, den es zu gehen wünscht", kritisiert die Terrororganisation.
[h4]Zypern gegen einseitige Unabhängigkeit[/h4]
Indes hat auch der zypriotische Präsident Tassos Papadopoulos vor einer Vorbildwirkung der Unabhängigkeit des Kosovo für sein eigenes Land gewarnt. Zypern werde eine einseitig verkündete Unabhängigkeit "niemals" anerkennen, sagte Papadopoulos nach Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug. Die Türkei - sie hält den von ethnischen Türken bewohnten Nordteil der Insel seit 1974 militärisch besetzt - könnte nämlich eine Unabhängigkeit des Kosovo als Präzedenzfall für Türkisch-Nordzypern ausnützen, sagte der zypriotische Präsident am Freitag in Nikosia.
Die fast ausschließlich von Albanern bewohnte Provinz Kosovo steht seit 1999 unter UNO-Verwaltung, gehört aber völkerrechtlich weiterhin zu Serbien. Fast zwei Jahre dauernde Verhandlungen zwischen Kosovo-Albanern und der Führung Serbiens über den künftigen Status der Provinz sind im Dezember an den unversöhnlichen Positionen beider Seiten gescheitert. Belgrad will das Territorium nicht freiwillig abtreten, hat den Kosovo-Albanern aber eine weitgehende Autonomie angeboten.
Kosovo ist für Basken ein Vorbild | kurier.at
[h3] Für die Terrororganisation ETA ist der Kosovo der beste Beweis dafür, dass ein Unabhängigkeitskampf nicht utopisch sein muss. [/h3]
Was für den Kosovo gilt, gilt aus Sicht der ETA auch für das Baskenland. Die Terrororganisation fordert "einen eigenen Staat". Wasser auf die Mühlen jener Kritiker, die vor einer Vorbildwirkung der Unabhängigkeit des Kosovo für andere Nationalitätenkonflikte in Europa warnen: Die baskische Terrororganisation ETA sieht die sich abzeichnende Unabhängigkeit der südserbischen Provinz als Beleg dafür, dass der Kampf für ein unabhängiges Baskenland nicht utopisch ist.
In einem Interview für die baskische Tageszeitung "Gara" betonten namentlich nicht genannte ETA-Vertreter weiter, dass das baskische Volk wie jedes andere das Recht auf einen eigenen Staat habe.
[h4]Kosovo, Schottland[/h4]
"Wir sprechen nicht von Utopien. Um seinen Bestand zu sichern, muss sich ein Volk zu organisieren wissen, und in diesem Kontext sehen wir das unsrige: Souverän, mit einem eigenen Staat", sagten die ETA-Vertreter unter Verweis auf den Kosovo und Schottland. Dabei stellt sich die ETA darauf ein, dass der Prozess hin zu einem baskischen Staat "schrittweise" erfolgen werde, heißt es in dem in Auszügen auf der "Gara"-Internetseite veröffentlichten Interview weiter.
Die Basken sollten ihre Anstrengungen für einen Wiederaufbau und eine Organisation des Kampfes vervielfachen, fordert die ETA in dem Interview. Darin wird Spanien als "faschistischer Staat" bezeichnet, der den Übergang zu einer Demokratie noch immer nicht vollzogen habe. Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero habe die Politik seiner Vorgänger Jose Maria Aznar (1996-2004) und Felipe Gonzalez (1982-1996) fortgesetzt und dem Baskenland nicht erlaubt, "den Weg zu gehen, den es zu gehen wünscht", kritisiert die Terrororganisation.

[h4]Zypern gegen einseitige Unabhängigkeit[/h4]
Indes hat auch der zypriotische Präsident Tassos Papadopoulos vor einer Vorbildwirkung der Unabhängigkeit des Kosovo für sein eigenes Land gewarnt. Zypern werde eine einseitig verkündete Unabhängigkeit "niemals" anerkennen, sagte Papadopoulos nach Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug. Die Türkei - sie hält den von ethnischen Türken bewohnten Nordteil der Insel seit 1974 militärisch besetzt - könnte nämlich eine Unabhängigkeit des Kosovo als Präzedenzfall für Türkisch-Nordzypern ausnützen, sagte der zypriotische Präsident am Freitag in Nikosia.
Die fast ausschließlich von Albanern bewohnte Provinz Kosovo steht seit 1999 unter UNO-Verwaltung, gehört aber völkerrechtlich weiterhin zu Serbien. Fast zwei Jahre dauernde Verhandlungen zwischen Kosovo-Albanern und der Führung Serbiens über den künftigen Status der Provinz sind im Dezember an den unversöhnlichen Positionen beider Seiten gescheitert. Belgrad will das Territorium nicht freiwillig abtreten, hat den Kosovo-Albanern aber eine weitgehende Autonomie angeboten.
Kosovo ist für Basken ein Vorbild | kurier.at