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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

napoleon

Gesperrt
[h1]Thaci: Verfassung für unabhängiges Kosovo ist fertig[/h1]

Der Ministerpräsident des Kosovo, Hashim Thaci, hat die unmittelbar bevorstehende Unabhängigkeitserklärung der Provinz gestern nochmals in einer Fernsehansprache bekräftigt. "Wir bekommen unsere Unabhängigkeit. Die Weltkarte ändert sich", sagte Thaci. Alle nötigen Vorbereitungen seien getroffen. Die Deklaration wurde für den heute Nachmittag erwartet.

Die albanische Bevölkerungsmehrheit feierte die bevorstehende Abspaltung von Serbien auch am Abend wieder ausgelassen und friedlich. In Pristina fuhren zahlreiche Menschen mit Autos auf und ab und schwenkten dabei albanische und amerikanische Flaggen.

"Einfluss Seriens beendet"
Den Einfluss Serbiens über die Provinz Kosovo erklärte Thaci für "definitiv beendet". "Die Verfassung und die Symbole sind fertig", sagte er im Fernsehsender RTK. Die Organisation der Erklärung der Unabhängigkeit werde "in Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern" abgeschlossen.

Das Parlament des Kosovo will am Nachmittag die Unabhängigkeit der Provinz erklären. Wie albanischsprachige Medien meldeten, werde das Parlament in Pristina zu diesem Zweck um 15.00 Uhr zusammenkommen.

Während die USA und meisten EU-Mitgliedsstaaten ein unabhängiges Kosovo anerkennen wollen, kündigten Serbien und Russland Strafmaßnahmen an. Neben wirtschaftlichen Sanktionen will die Regierung in Belgrad Agenturberichten zufolge ihre Botschafter aus EU-Staaten zurückziehen. Außerdem wird damit gerechnet, dass Serbien den rund zwei Millionen Kosovo-Albanern den Strom abdreht.
 

Grobar

Spitzen-Poster
Die folgenden Auszüge aus dem gesamten internen Protokoll zeigen praktisch einen US-amerikanischen Regieplan, wie die Ablösung des Kosovo von Serbien unter Mißachtung völkerrechtlicher Interessen anderer Staaten erfolgen soll. Das gesamte neunseitige slowenische Protokoll gelangte Mitte Januar durch die slowenische Tageszeitung Delo an die Öffentlichkeit. Die folgenden Auszüge liegen hier erstmals vollständig in deutscher Sprache vor.« Wir danken der hintergrund-Redaktion für die freundliche Genehmigung zum Nachdruck.

DiCarlo, Braun: Es wäre sehr gut, wenn Serbien das SAA noch vor der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo unterzeichnen würde, weil es nach der Bekanntgabe sonst so wirken würde, als ob es sich um ein Geschenk der EU für den Verlust des Kosovo handelt, was die Serben allerdings nicht akzeptieren werden. Die Vereinigten Staaten werden mit den Niederlanden sprechen – wenn diese Serbien (zum SAA – d. Red.) zulassen, werden sie der Region helfen, als ob sie auf ihrer bisherigen Einhaltung der ICTY-Bedingungen beharren. Es könnte vielleicht helfen, wenn der neue Ankläger des Internationaler Strafgerichtshofs, Brammertz, sofort nach Neujahr Serbien besucht und ihnen eine positivere Benotung erteilt, als es Carla del Ponte im letzten Bericht getan hat.
18.02.2008: Die Kosovo-Wunschliste (Tageszeitung junge Welt)

Da ist noch mehr.
Hab nur den Einleitung und Ende des Berichts kopiert und hier reingestellt!
Sehr interessant!
Ob es Gespraeche dieser art auch bei Zypern gibt?

Nachtrag:
Bryza erklärte, daß sich die Türkei bei der Definition des Status des Kosovo wahrscheinlich kooperativ verhalten werde (muslimischer Verband, Frage des türkisch besetzten Nordens von Zypern), und daß man sie bezüglich der Entsendung der EVOP-Mission in den Kosovo wahrscheinlich überreden könne. Das interne Verfahren bezüglich der Anerkennung (des Kosovo, die Red.) in den Vereinigten Staaten ist sehr einfach – Die US-Regierung gibt eine Empfehlung an den National Security Council (NSC), und der Präsident unterzeichnet anschließend die Entscheidung über die Anerkennung.
18.02.2008: Die Kosovo-Wunschliste (Tageszeitung junge Welt)

Frage zu Zypern hat sich schon beantwortet...
 
Last edited:

skenderbegi

Ultra-Poster
18.02.2008: Die Kosovo-Wunschliste (Tageszeitung junge Welt)

Da ist noch mehr.
Hab nur den Einleitung und Ende des Berichts kopiert und hier reingestellt!
Sehr interessant!
Ob es Gespraeche dieser art auch bei Zypern gibt?

Nachtrag:18.02.2008: Die Kosovo-Wunschliste (Tageszeitung junge Welt)




Frage zu Zypern hat sich schon beantwortet...



grobi,

es ist vorbei....
ende aus tschüss die maus...:cool:

diesen thread bitte schliessen oder in den müll werfen mir egal ab heute 15:39 hat dieser keine berechtigung mehr....:rolleyes:
 

Grobar

Spitzen-Poster
grobi,

es ist vorbei....
ende aus tschüss die maus...:cool:

diesen thread bitte schliessen oder in den müll werfen mir egal ab heute 15:39 hat dieser keine berechtigung mehr....:rolleyes:
Na klar.
Jetzt besauf dich mal in aller ruhe und morgen ist ein neuer Tag.
Bleibt alles beim alten!
 

skenderbegi

Ultra-Poster
Na klar.
Jetzt besauf dich mal in aller ruhe und morgen ist ein neuer Tag.
Bleibt alles beim alten!


nein...

ich werde mich nicht provouzieren von serbischen bürger welche die letzten 20 jahre von ihrer regierung in soviele krieg reingezogen wurden das diese auch 9 jahre nachdem krieg die realitäten nicht wahrhaben wollen.?

ALLE SERBISCHEN UNZUFRIEDENE BÜRGER DENKT DARAN JETZT ODER NIE SICH NIKOLIC ANSCHLIESSEN BEVOR NOCH MORGEN DIE ERSTEN STAATEN KOSOVA ANERKENNEN WEIL ES DANN ENTGÜLTIG BYE BYE SERBIA HEISST.

ALSO SCHÖN DEM MILOS-GEIST FOLGE LEISTEN UND DAS WIRD SCHON GUT GEGEN DIE WESTLICHEN LÄNDER GEHEN.....

MAN HAT JA 1389 EIN GANZES REICH AUFGEHALTEN DA WERDEN DOCH DIE PAAR TAUSEND JUNGE NAIVE WESTLICHE SOLDATEN KEINE HÜRDE SEIN.
 

Grobar

Spitzen-Poster
nein...

ich werde mich nicht provouzieren von serbischen bürger welche die letzten 20 jahre von ihrer regierung in soviele krieg reingezogen wurden das diese auch 9 jahre nachdem krieg die realitäten nicht wahrhaben wollen.?

ALLE SERBISCHEN UNZUFRIEDENE BÜRGER DENKT DARAN JETZT ODER NIE SICH NIKOLIC ANSCHLIESSEN BEVOR NOCH MORGEN DIE ERSTEN STAATEN KOSOVA ANERKENNEN WEIL ES DANN ENTGÜLTIG BYE BYE SERBIA HEISST.

ALSO SCHÖN DEM MILOS-GEIST FOLGE LEISTEN UND DAS WIRD SCHON GUT GEGEN DIE WESTLICHEN LÄNDER GEHEN.....

MAN HAT JA 1389 EIN GANZES REICH AUFGEHALTEN DA WERDEN DOCH DIE PAAR TAUSEND JUNGE NAIVE WESTLICHE SOLDATEN KEINE HÜRDE SEIN.
Skenderbegi standardantwort mit artikulationsfehlern...
 

Zurich

Der Lustmolch
Europa auf gefährlichem Weg

Europa auf gefährlichem Weg


Nun ist es passiert. Nach monatelanger Verzögerung haben die Kosovo-Albaner am Sonntag ihre Unabhängigkeit erklärt.


[FONT=Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif] Wenn nicht alles täuscht, werden fast alle westlichen Staaten innerhalb kurzer Zeit das neue Gebilde anerkennen, auch wenn die abtrünnige serbische Provinz in keiner Weise ökonomisch lebensfähig ist.


Unter den aktuellen Bedingungen war die Abspaltung von Serbien unvermeidlich. Aber sie ist ein weiterer Schritt auf einem letztlich fatalen Weg des Zerfalls von Staaten. Während die Folgen im Kosovo und in Serbien weniger dramatisch sein werden als befürchtet, hat der Schritt eine gefährliche Ausstrahlung auf viele Regionalkonflikte in der Welt.


Es stimmt, im Kosovo selbst gab es nach Jahren als Uno-Protektorat keine Alternative mehr. Die Kosovo-Albaner bereiteten sich systematisch auf diesen Tag vor, unterstützt von den größten westlichen Staaten. Eine Rückkehr unter serbische Hoheit galt wegen der Unterdrückungsversuche als unmöglich. Europa stand vor der Frage, ob es der Region auf Dauer eine andere Perspektive bieten will als sich nur durch Hütchen-Spiele, Bandenkriminalität und Dauersubventionierung von außen zu finanzieren.


Grundvoraussetzung dafür ist eine Klärung des rechtlichen Status.
Letztlich macht die vollzogene Unabhängigkeit auch Serbien und Russland das Leben leichter. Sie konnten schon aus innenpolitischen Gründen einer Unabhängigkeit einfach nicht zustimmen. Deshalb war jeder Versuch einer einvernehmlichen Verhandlungslösung von vorneherein zum Scheitern verurteilt.


Mit großer Wahrscheinlichkeit werden sich beide aber nun in das Unvermeidliche fügen. In Serbien besteht nun die Chance für eine realistischere Debatte, ob der Kosovo nicht ohnehin nur noch in der historischen nationalen Erinnerung als Teil des Landes existierte. Faktisch haben die Serben im Kosovo bereits seit acht Jahren keinerlei Einfluss mehr.


Man sollte sich deshalb von ersten Protesten oder vielleicht sogar Krawallen nicht täuschen lassen: Ist der nationalistische Rauch erst einmal verzogen, lässt sich klarer erkennen, dass das Land ohne die Problem-Provinz Kosovo sogar besser dasteht. So paradox es am Tag nach der für viele Serben schmerzlichen Unabhängigkeit auch zu sein scheint: Die Chancen für einen EU-Beitritt und einen wirtschaftlichen Aufschwung sind seit gestern massiv gestiegen. Auf jeden Fall wird das Land lange vor dem Kosovo der EU angehören.


Auch Russland dürfte kühl abwägen, wo genau eigene Interesse liegen. Das Poltern vor der Entscheidung war wichtig für das eigene Profil als selbst ernannte Schutzmacht aller orthodoxen Christen. Nun aber muss Moskau abwägen, ob es wirklich die Unabhängigkeit der russisch kontrollierten abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien sowie des abtrünnigen Transnistriens in Moldawien vorantreiben will. Denn alle drei Armenhäuser würden dann auf lange, lange Zeit am finanziellen Tropf Moskaus hängen – wie künftig übrigens der Kosovo an dem der EU.


Die negativen Wirkungen der Unabhängigkeitserklärung werden allerdings außerhalb des Kosovos und Serbiens zu spüren sein. Sehr wahrscheinlich ist der Kosovo gar nicht die letzte Episode im Zerfall des alten Jugoslawiens. Die bosnischen Serben drängen nun ebenfalls auf eine Abspaltung. Und der Westen wird Probleme mit der Argumentation haben, wieso man der Republika Srpska einen Schritt verbieten sollte, der bei den Kosovo-Albanern akzeptiert wurde. Das Kunstgebilde Bosnien-Herzegowina gegen den Willen der Serben zusammenzuhalten dürfte jedenfalls schwer werden.


Der bloße Verweis darauf, der Kosovo sei eben ein einzigartiger Fall und diene deshalb nicht als Vorbild, hilft jedenfalls nicht weiter und ist wenig überzeugend. Jede Unabhängigkeitsbewegung reklamiert das Recht auf Selbstbestimmung für sich und sieht sich als Opfer einer sie unterdrückenden Zentralmacht. Sie alle werden den Fall Kosovo als Aufforderung zum weiteren Kampf begreifen.Nicht ohne Grund haben deshalb Länder mit eigenen separatistischen Bewegungen wie etwa Spanien mit der baskischen Eta die größten Vorbehalte gegen die Anerkennung des Kosovos.


In Jugoslawien hat die westliche Staatengemeinschaft teilweise aus humanitären Gründen akzeptiert, dass sich neue Länder entlang ethnischer Grenzen bilden. Vielleicht war dies angesichts der damaligen blutigen Kämpfe und der serbischen Unterdrückung nicht zu vermeiden. Aber man hat die langfristigen Folgen nicht mit bedacht. Vielleicht tritt man mit dem selbstständigen Kosovo tatsächlich einen Brandherd auf dem West-Balkan aus. Aber dafür flackern neue in vielen anderen Teilen der Welt auf.
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