skenderbegi
Ultra-Poster
Kosovos Serben geben nicht auf
Von Norbert Rütsche. Aktualisiert um 07:25 Uhr
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Kosovos-Serben-geben-nicht-auf/story/12518110#
Ein Anschluss Nordkosovos an Serbien hätte auch unabsehbare Folgen für die zahlreichen serbischen Enklaven in Kosovo.
«Ferkel zu verkaufen» steht in kyrillischen Buchstaben auf einem Holzschild. Dann tauchen immer mehr serbische Schriftzüge auf, da und dort auch serbische Flaggen. Ansonsten hätte man kaum bemerkt, dass man die letzte kosovo-albanische Siedlung passiert und die Serbenenklave Gracanica erreicht hat. Im Zentrum des Dorfes steht eines der bedeutendsten serbisch-orthodoxen Klöster aus dem 14.Jahrhundert, gleich daneben das Gesundheitszentrum, das Rada Trajkovic leitet. Die Ärztin gehört der Spitze des sogenannten Serbischen Nationalrates in Kosovo an und ist eine der prominentesten, aber auch umstrittenen Stimmen unter den Kosovo-Serben.
Serbische Provokation
In Gracanica will man von einem unabhängigen Kosovo nichts wissen. Hier ist Serbien, sagen die Bewohner. Auch Rada Trajkovic teilt diese Meinung: «Die Albaner wissen das. Aber ich bin offen für eine Zusammenarbeit mit ihnen im Kampf gegen die Teilung Kosovos.» Und genau darauf arbeite Serbien hin: «Die gesamte Strategie Belgrads zielt darauf ab, Nordkosovo zu bekommen – ganze sieben Prozent des kosovarischen Territoriums.» Ausgerechnet morgen will das serbische Parlament eine Sondersitzung in Nordkosovo abhalten – das wäre eine beispiellose Provokation.
«Mut zum Dialog»
Was mit den Serben in den vielen Enklaven südlich der Stadt Mitrovica geschieht, scheint Belgrad ziemlich gleichgültig zu sein. Für Rada Trajkovic ist klar: Wird Kosovo geteilt, ziehen die Einwohner der serbischen Enklaven im Süden – es sind rund zwei Drittel aller im Kosovo lebenden Serben – weg. «Für uns wäre ein Leben hier nicht mehr möglich. Denn es gäbe für die Albaner keinen Grund mehr, sich uns gegenüber korrekt zu verhalten. Es würde mit Sicherheit ein Grossalbanien geschaffen.» Die Ärztin sucht nach pragmatischen Lösungen, die nicht der Politik, sondern den Menschen dienen. «Dazu braucht es den Mut zum Dialog», sagt sie. «Es wäre gut, wenn die EU-Rechtsstaatsmission Eulex stark auftreten würde, um die Extremisten das Fürchten zu lehren.» Denn Trajkovic weiss: Auch den Kosovo-Serben nützen funktionierende rechtsstaatliche Strukturen – egal, wie man zur Unabhängigkeit Kosovos stehen mag.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 16.02.2009, 07:24 Uhr
wir sind nichts anderes aus der serbischen politik gewohnt.....
nur diesmal macht serbien die falsche-rechnung ,weil ihre politik nichts erstrebenswertes bringen wird.
was auch beldgrad unternimmt es wird NIEMALS die serbische staatsmacht in kosova regieren.
und sollte serbien wirklich die abspaltung vorantreiben so muss es sich nicht wundern wenn damit öl ins feuer giesst und auf andere gebieten zu bränden kommt.
wer wind säet wird sturm ernten.....
Von Norbert Rütsche. Aktualisiert um 07:25 Uhr
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Kosovos-Serben-geben-nicht-auf/story/12518110#
Ein Anschluss Nordkosovos an Serbien hätte auch unabsehbare Folgen für die zahlreichen serbischen Enklaven in Kosovo.
«Ferkel zu verkaufen» steht in kyrillischen Buchstaben auf einem Holzschild. Dann tauchen immer mehr serbische Schriftzüge auf, da und dort auch serbische Flaggen. Ansonsten hätte man kaum bemerkt, dass man die letzte kosovo-albanische Siedlung passiert und die Serbenenklave Gracanica erreicht hat. Im Zentrum des Dorfes steht eines der bedeutendsten serbisch-orthodoxen Klöster aus dem 14.Jahrhundert, gleich daneben das Gesundheitszentrum, das Rada Trajkovic leitet. Die Ärztin gehört der Spitze des sogenannten Serbischen Nationalrates in Kosovo an und ist eine der prominentesten, aber auch umstrittenen Stimmen unter den Kosovo-Serben.
Serbische Provokation
In Gracanica will man von einem unabhängigen Kosovo nichts wissen. Hier ist Serbien, sagen die Bewohner. Auch Rada Trajkovic teilt diese Meinung: «Die Albaner wissen das. Aber ich bin offen für eine Zusammenarbeit mit ihnen im Kampf gegen die Teilung Kosovos.» Und genau darauf arbeite Serbien hin: «Die gesamte Strategie Belgrads zielt darauf ab, Nordkosovo zu bekommen – ganze sieben Prozent des kosovarischen Territoriums.» Ausgerechnet morgen will das serbische Parlament eine Sondersitzung in Nordkosovo abhalten – das wäre eine beispiellose Provokation.
«Mut zum Dialog»
Was mit den Serben in den vielen Enklaven südlich der Stadt Mitrovica geschieht, scheint Belgrad ziemlich gleichgültig zu sein. Für Rada Trajkovic ist klar: Wird Kosovo geteilt, ziehen die Einwohner der serbischen Enklaven im Süden – es sind rund zwei Drittel aller im Kosovo lebenden Serben – weg. «Für uns wäre ein Leben hier nicht mehr möglich. Denn es gäbe für die Albaner keinen Grund mehr, sich uns gegenüber korrekt zu verhalten. Es würde mit Sicherheit ein Grossalbanien geschaffen.» Die Ärztin sucht nach pragmatischen Lösungen, die nicht der Politik, sondern den Menschen dienen. «Dazu braucht es den Mut zum Dialog», sagt sie. «Es wäre gut, wenn die EU-Rechtsstaatsmission Eulex stark auftreten würde, um die Extremisten das Fürchten zu lehren.» Denn Trajkovic weiss: Auch den Kosovo-Serben nützen funktionierende rechtsstaatliche Strukturen – egal, wie man zur Unabhängigkeit Kosovos stehen mag.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 16.02.2009, 07:24 Uhr
wir sind nichts anderes aus der serbischen politik gewohnt.....
nur diesmal macht serbien die falsche-rechnung ,weil ihre politik nichts erstrebenswertes bringen wird.
was auch beldgrad unternimmt es wird NIEMALS die serbische staatsmacht in kosova regieren.
und sollte serbien wirklich die abspaltung vorantreiben so muss es sich nicht wundern wenn damit öl ins feuer giesst und auf andere gebieten zu bränden kommt.
wer wind säet wird sturm ernten.....