Vielleicht war Tatort doch nicht so bei den Haaren herbeigezogen:
Kriegsverbrecher in Innsbruck? - tirol.ORF.at
Kriegsverbrecher in Innsbruck?
In Innsbruck sollen sich mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher aufhalten. Die größte bosnische Zeitung, „Dnevni Avaz“, hat die Wohnadressen angeblich für Massaker Verantwortlicher veröffentlicht. Die Tiroler Sicherheitsdirektion will mit den Genannten Kontakt aufnehmen.
In der Zeitung „Dnevni Avaz“ (Dienstag-Ausgabe) hieß es, die elf Serben seien für die Ermordung von rund 300 Menschen verantwortlich. Sie lebten unbehelligt in Serbien, im serbischen Landesteil Bosniens und in Innsbruck, so der Artikel. Verantwortlich seien sie für Massaker und Misshandlungen im Jahr 1992 in der Region Ljutocka Dolina nahe der Stadt Bihac im Nordwesten des Landes.
Behörde will Betroffene aufsuchen
Auf Anfrage von ORF-Radio Tirol hieß es in der Sicherheitsdirektion, man kenne den Zeitungsartikel und werde mit den Personen in Kontakt treten. Mehr wisse man derzeit noch nicht, sagt Christian Schmalzl von der Sicherheitsdirektion gegenüber ORF-Radio Tirol.
Die angeprangerten Serben hätten sich laut dem Zeitungsbericht teilweise selbst gebrüstet, eigenhändig muslimische Zivilisten ermordet zu haben. Die Beschuldigten seien Angehörige der 15. Bihac-Brigade gewesen. Die Zeitung beruft sich bei sämtlichen Angaben auf den Verband früherer muslimischer Soldaten.
Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in Bihac fünf Serben wegen 25 Morden zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Der Bosnien-Krieg (1992-1995) war der blutigste der Konflikte beim Zerfall des Vielvölkerstaates Jugoslawien. Nach unterschiedlichen Angaben kamen bis zu 200.000 Menschen ums Leben.
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