Mein Hauptproblem ist nicht, das zwei Lesben ein Kind großziehen- es gibt sicherlich Frauen, die sich in einer Situation befinden, wo diese lösung sich anbietet, und die das auch sehr gut machen. Ich habe ein Problem, dass etwas zur Norm erkärt wird, dass nicht der Norm entspricht. Und zwar nicht einer gesellschaftlichen oder kulturellen Norm, sondern einer biologischen Tatsache. Mittlerweile gibt es auch Leute, die sich für "Regenbogenfamilien" einsetzen- nach dem Motto- wenn zwei Väter gehen oder zwei Mütter, warum nicht drei oder vier Eltern? Und alles unter dem Fähnchen Kindern macht das eh nichts aus.
Man sollte nicht außer acht lassen, dass die Basis der Gesellschaft die Familie aus Vater, Mutter und Kindern ist, und dass das Alter der Eltern auch keine gesellschaftliche Norm ist, sondern schlicht und ergreifend das, in dem Eltern am besten die biologischen und psychologischen Anforderungen der Elternschaft bewältigen können. Es gibt natürlich alle möglichen Konstellationen, in denen die Beteiligten glücklich leben könnten- aber man sollte nicht so tun, als könnte auf Dauer jede beliebige Konstellation (vorrausgesetzt, die Beteiligten verfügen über die lobby und das geld)als basis möglich sein.