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Massengrab Mittelmeer

papodidi

Geek
Wir haben uns wohl schon an Todes- und Horrormeldungen gewöhnt, sie sind im wahrsten Sinne des Wortes alltäglich geworden. Trotzdem geht mir noch manchmal das Messer in der Tasche auf, vor allem dann, wenn die Opfer nicht nur unnötig - das sind sie wohl immer - , sondern auch noch vermeidbar wären...


Flüchtlingsdrama vor Lampedusa

Massengrab Mittelmeer


Stand: 11.02.2015 15:41 Uhr


Bei einem weiteren Bootsunglück vor der Küste Libyens sind offenbar mehr als 300 Flüchtlinge ertrunken. Zwei Boote sollen gesunken sein. Und die Totenzahl könnte weiter steigen. Damit bleibt das Mittelmeer auch 2015 ein Massengrab für Migranten.

Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Hörfunkstudio Rom


Die neun Überlebenden hatten sich an ihre beiden gekenterten Schlauchboote geklammert, bei starkem Wind und hohen Wellen - bis sie endlich von einem italienischen Handelsschiff gerettet wurden, das in die Gegend beordert worden war. Die Männer kommen aus Mali und dem Senegal und das, was sie berichten, ist der Beleg für eine der schlimmsten Flüchtlingskatastrophen der vergangenen Jahre.

Im Schlauchboot auf hoher See - bei starkem Wellengang

Nach Angaben von Carlotta Sami, der Sprecherin des Flüchtlingswerks UNHCR in Italien, sollen die Menschen am Sonntag von Libyen aus gestartet sein und mindestens einen Tag auf hoher See verbracht haben - mit einem Seegang von Stärke sieben, ohne Essen und Wasser. "Sie haben uns erzählt, dass sie auf zwei Schlauchbooten waren, die sofort mit Wasser vollgelaufen sind. 203 Menschen sind gestorben. Der jüngste war 12 Jahre alt", sagt Sami.
Noch nahe der Küste Libyens, etwa 160 Kilometer südlich der Mittelmeerinsel Lampedusa, hatten die Migranten am Sonntag einen Notruf abgesetzt. Dabei war noch ein drittes Boot mit 105 Menschen an Bord. Die italienische Küstenwache konnte es in der Nacht zu Dienstag erreichen. 29 der Migranten waren aber an Unterkühlung gestorben.

Keine Spur von viertem Boot

Inzwischen haben einige der 85 Überlebenden, die die Hilfsorganisationen befragt haben, bestätigt, dass am Sonntag auch ein viertes Flüchtlingsboot von der libyschen Küste aufgebrochen ist. Rund 100 Menschen waren demnach an Bord, von ihnen und dem Boot fehlt bislang jede Spur. Die Suchaktion läuft noch, allerdings ohne Hoffnung, Überlebende zu finden.
Angesichts von mehr als 300 Toten in den vergangenen Tagen wird das Mittelmeer also auch in diesem Jahr zum Massengrab für Migranten. 2014 waren mehr als 3000 beim Versuch gestorben, über das Meer nach Europa zu kommen. Aber da hatte es noch die Operation "Mare Nostrum" gegeben, mit der Italien mit großem logistischen und finanziellen Aufwand versucht hat, Unglücke zu verhindern. Seit Ende 2014 hat Triton übernommen, eine Europäische Rettungsmission, die mit weitaus weniger Geld auskommen muss und nur in der Nähe der europäischen Küsten operiert.
...

Italiens Politik fordert ebenfalls mehr Engagement von Europa. Aber auch die Operation Triton war nur auf großen Druck Italiens zustande gekommen. Außenminister Paolo Gentiloni wünscht sich auch in der Migrationspolitik mehr Gemeinsamkeit in Europa. Das Flüchtlingsproblem könne nicht als ein alleiniges Problem Italiens, Griechenlands, Spaniens, oder Frankreichs abgetan werden. "Mare Nostrum war ein sehr beachtlicher Einsatz und der muss europäisiert werden. Wir dürfen im humanitären Engagement und der Fähigkeit, die Probleme anzugehen, keine Rückschritte machen."

Papst appelliert an verstärkte Rettungsanstrengungen


Auch Papst Franziskus hat sich diesem Appell angeschlossen: Er forderte, die Rettungsanstrengungen im südlichen Mittelmeer zu verstärken. Von den vielen Toten in diesen Tagen sind bislang nur 29 geborgen worden. Ihre Särge wurden inzwischen nach Sizilien gebracht. Nur einer von ihnen konnte identifiziert werden: ein junger Mann, der sich südlich der Sahara auf den Weg gemacht hat, und dessen Hoffnung Europa war.

Flüchtlingsdrama vor Lampedusa: Massengrab Mittelmeer | tagesschau.de

 
G

Gast20029

Guest
Kriegsflüchtlinge sollten bereits an den Häfen "abgeholt" werden, EU Länder sollten klären wer wieviele aufnehmen kann und die Menschen gleich entsprechend "verteilen", dann hätten zum einen Schleuser keine Chance mehr zum anderen gäbs weniger Illegale. Es kann ja nicht sein, dass Staaten nur weil sie am Meer liegen, diese Menschen alle aufnehmen müssen.
Diese vielen Toten sind beschämend für Europa.
 
erdöl und süßwasser werden knapper, die wüste wächst und die situaton in nordafrika und im nahen und mittleren osten wird trotz religion nicht gerade entspannter. jetzt sind es hunderttausende, die jährlich zu uns kommen wollen. bald werden es aber schon monatlich so viele sein.

deshalb meine frage an euch gutmenschen und berufsempörte: wieviele wollt ihr eigentlich aufnehmen?
 
G

Gast20029

Guest
erdöl und süßwasser werden knapper, die wüste wächst und die situaton in nordafrika und im nahen und mittleren osten wird trotz religion nicht gerade entspannter. jetzt sind es hunderttausende, die jährlich zu uns kommen wollen. bald werden es aber schon monatlich so viele sein.

deshalb meine frage an euch gutmenschen und berufsempörte: wieviele wollt ihr eigentlich aufnehmen?

Die EU sollte an den Bedingungen in den Herkunftsländern arbeiten. Nicht wenige Flüchtlinge kommen aus sogenannten sicheren Drittstaaten, nicht wenige sind EU Länder!
Was Kriegsflüchtlinge anbelangt, um die gehts hauptsachlich bei dem Thema ertrunkene Flüchtlinge, stellt sich die Frage nach dem "Wollen" nicht. Das ist Menschenpflicht.
 

christian steifen

Top-Poster
erdöl und süßwasser werden knapper, die wüste wächst und die situaton in nordafrika und im nahen und mittleren osten wird trotz religion nicht gerade entspannter. jetzt sind es hunderttausende, die jährlich zu uns kommen wollen. bald werden es aber schon monatlich so viele sein.

deshalb meine frage an euch gutmenschen und berufsempörte: wieviele wollt ihr eigentlich aufnehmen?
Wenn wir dich Dafür rauswerfen ist das völlig ok
 
Die EU sollte an den Bedingungen in den Herkunftsländern arbeiten. Nicht wenige Flüchtlinge kommen aus sogenannten sicheren Drittstaaten, nicht wenige sind EU Länder!
Was Kriegsflüchtlinge anbelangt, um die gehts hauptsachlich bei dem Thema ertrunkene Flüchtlinge, stellt sich die Frage nach dem "Wollen" nicht. Das ist Menschenpflicht.

das beantwortet meine frage nicht. die eigentliche völkerwanderung steht uns erst noch bevor, aber keiner will ernsthaft darüber reden. stattdessen heißt es nur "refugees welcome". soll das bedeuten, dass alle aufgenommen werden sollen? falls nein, wieviele sind denn dann genug und ab wann sind es wohl zu viele?
 

papodidi

Geek
Religiös motivierte Gewalt auf Flüchtlingsboot

Muslime werfen zwölf Christen im Mittelmeer über Bord


19:41 UhrAuf dem Mittelmeer ist es laut der italienischen Polizei zu einem Gewaltausbruch auf einem Flüchtlingsboot gekommen. Zwölf christliche Flüchtlinge sind demnach ertrunken, weil sie von Muslimen über Bord geworfen wurden.

Auf ihrer Überfahrt nach Europa soll eine Gruppe muslimischer Flüchtlinge zwölf christliche Passagiere über Bord geworfen und ertrinken lassen haben. Alarmiert durch Zeugenaussagen nahm die Polizei von Palermo am Donnerstag 15 Verdächtige fest. Ihnen werde "mehrfacher Totschlag erschwert durch religiösen Hass" vorgeworfen, teilte die Präfektur mit. Nach dem Untergang eines anderen Flüchtlingsbootes im Mittelmeer wurden am Donnerstag noch mehr als 40 Menschen vermisst.
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Am Sonntag sind wohl rund 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Auf ihrem Weg von der afrikanischen Küste über das Mittelmeer Richtung EU kommen immer wieder Flüchtlinge ums Leben. Die allermeisten ertrinken, weil ihre überladenen Schiffe kentern. Erst am Sonntag waren vermutlich 400 Menschen ums Leben gekommen, nachdem ihr Boot umkippte und unterging. Am Donnerstag geriet abermals ein Schlauchboot kurz nach dem Start in Libyen in Seenot. Von den 45 Passagieren konnten zunächst nur vier Menschen gerettet werden.

Die italienische Regierung forderte ein Mal mehr stärkere Unterstützung der EU.
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Religiös motivierte Gewalt auf Flüchtlingsboot: Muslime werfen zwölf Christen im Mittelmeer über Bord - Politik - Tagesspiegel

Da fehlen mir die Worte...
 
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