In ein paar Jahren wird die weiße Bevölkerung der USA nicht mehr die Mehrheit stellen. Öffnen sich die Republikaner nicht, werden sie keine erfolgreiche Partei bleiben.
Nach Mitt Romneys klarer Wahl-Niederlage gegen US-Präsident Barack Obama müssen die Republikaner beim Thema Einwanderung umdenken. Obama verdankt seine Wiederwahl ganz entscheidend den ethnischen Minderheiten – und deren Anteil an der Bevölkerung wächst rasant. Wollen die Republikaner nicht riskieren, dass sie dauerhaft bei Latinos, Afroamerikanern, Asiaten oder den Nachfahren der Ureinwohner in die Defensive geraten, führt nach Ansicht vieler Experten kein Weg daran vorbei, dass sie sich diesen Gruppen öffnen. Anderenfalls werden sie keine erfolgreiche Partei sein – sagt kein geringerer als das republikanische Urgestein Newt Gingrich.
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Etwa 80 Prozent aller Schwarzen, Latinos und anderen nicht-weißen Wähler stimmten nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos für Obama, weniger als 17 Prozent für Romney. Zugleich konnte Obama 63 Prozent aller Wähler zwischen 18 und 34 Jahren für sich begeistern. Romney schnitt dagegen bei den weißen Wählern besser ab: 57 Prozent stimmten für den Multimillionär, 41 Prozent für Obama. Doch angesichts der demographischen Entwicklung wird die Zahl weißer Wähler voraussichtlich bei jeder künftigen Präsidentenwahl ein paar Prozentpunkte geringer ausfallen, sagt Experte Taylor. "Das war eine Wahl, in der die Zukunft die Vergangenheit besiegte", sagt der Harvard-Dozent Marshall Ganz.
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Wahlniederlage : US-Republikaner müssen bei Minderheiten umdenken - Nachrichten Aktuell - DIE WELT