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Michael

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Kritik an Michael-Jackson-Film: "Falsche Erzählung über einen Pädophilen"
Der Regisseur der kritischen Dokumentation "Leaving Neverland" übt scharfe Kritik am Film "Michael": Das Biopic blende Vorwürfe sexuellen Missbrauchs aus

Das kürzlich veröffentlichte Biopic Michael über den 2009 verstorbenen Popstar Michael Jackson steht in der Kritik. Besonders scharf äußerte sich Dan Reed, Regisseur der 2019 erschienenen Dokumentation Leaving Neverland, in der Wade Robson und James Safechuck ihre Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Jackson schildern.

In einem Interview mit Variety kritisierte Reed die Darstellung im Film deutlich. "Der Film erschafft eine Version der Ereignisse, die Wade, James und andere, die Jackson des sexuellen Missbrauchs beschuldigt haben, im Grunde als Lügner darstellt – ohne es direkt auszusprechen." Reed, der nach der Veröffentlichung von Leaving Neverland eigenen Angaben zufolge Todesdrohungen erhielt, sieht darin eine gezielte Verzerrung der Debatte.

Frühe Jahre
Das von Antoine Fuqua inszenierte und von John Logan geschriebene Biopic Michael konzentriert sich vor allem auf Jacksons frühe Jahre, seine Zeit bei den Jackson Five sowie seinen Aufstieg zum internationalen Musikstar. Die Handlung endet mit seinem Solo-Konzert 1988 in London.

Reed bemängelt, dass der Film zentrale Aspekte von Jacksons Persönlichkeit ausblende. Nachdem er den Film gesehen habe, erklärte er, "es gibt keinerlei Einblick darin, was Jackson antreibt". Weiter sagte er: "Er ist in diesem Film eine asexuelle Plastik-Actionfigur. Und natürlich wird seine Beziehung zu Kindern völlig verzerrt dargestellt, weil man ihn als exzentrisches, übergroßes Kind zeigt – was wir wissen, ist nicht die ganze Geschichte."

 
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